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„Mein Adventsreflex: Der Herr kommt, ich muss umkehren. Aber…“

10. Dezember 2018 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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„Aber es gibt eben auch einen zweiten Reflex, eben jenen, der uns aus dem Buch Baruch feierlich entgegenkommt und mich am falschen Fuß erwischt hat…“ Gastbeitrag von Maximilian Oettingen


Wien (kath.net) Ich war am zweiten Advent-Sonntag mit meiner Familie in der Messe. Soweit nichts Ungewöhnliches ;-)

Was für mich aber irgendwie ungewöhnlich war, ist die Perspektive, die einem aus dem Buch Baruch (5, 1 - 19), also aus der ersten Lesung, entgegenkommt. Schau mal:

In einer Zeit, in der wir um die Ankunft Jesu kreisen ("Advent" = "Ankunft"), um Sein Kommen vor 2.000 Jahre, um Sein Kommen in unser Leben, um Sein Kommen in Herrlichkeit, in dieser Zeit der Ankunft also ist mein erster Reflex die "Umkehr zur Vergebung der Sünden", die der Evangelist Lukas Johannes dem Täufer im dritten Kapitel seines Evangeliums in den Mund legt. Der Herr kommt – ich muss umkehren. Das ist mein Reflex.

Und der ist sicher richtig, dieser Reflex.

Aber es gibt eben auch einen zweiten Reflex, eben jenen, der uns am zweiten Advent-Sonntag aus dem Buch Baruch feierlich entgegenkommt und mich am falschen Fuß erwischt hat, zum Mitlesen:

"Leg ab, Jerusalem, das Kleid deiner Trauer und deines Elends und bekleide dich mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir für immer verleiht.
Leg den Mantel der göttlichen Gerechtigkeit an; setz dir die Krone der Herrlichkeit des Ewigen aufs Haupt!
Denn Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen.
Gott gibt dir für immer den Namen: Friede der Gerechtigkeit und Herrlichkeit der Gottesfurcht.
Steh auf, Jerusalem, und steig auf die Höhe!" (Baruch 5, 1ff.)

Es ist Zeit uns mit jener Würde zu bekleiden, die vom Herrn kommt, mit der Krone der Herrlichkeit. "Denn Gott will deinen Glanz dem ganzen Erdkreis unter dem Himmel zeigen."

Demut ist eines der wichtigsten Tugenden in der Nachfolge Jesu Christi. Aber es gibt auch eine falsche Demut, nämlich jene, bei der wir unsere Identität von Jesus her "unter den Scheffel stellen", bei der wir nicht "auf die Höhe steigen", bei der wir nicht die "Krone der Herrlichkeit des Ewigen aufs Haupt setzen".

Schon mal probiert, ob sie gut sitzt, die Krone? 😉

Dr. phil. Maximilian Oettingen ist seit 2004 Leiter der Loretto Gemeinschaft in Österreich und ist einer der Autoren von „Mission Manifest“. Er ist verheiratet und hat drei Kinder

kath.net-Buchtipp
Mission Manifest
Die Thesen für das Comeback der Kirche
Von Bernhard Meuser; Johannes Hartl; Karl Wallner
Taschenbuch, 240 Seiten
2018 Herder, Freiburg
ISBN 978-3-451-38147-8
Preis Österreich: 20.60 EUR

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Symbolbild: Krone




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Lesermeinungen

 Mariat 10. Dezember 2018 

" Schon mal probiert, ob sie gut sitzt, die Krone?"

Sehr geehrter Herr Oettingen. Als ich an einer Hl. Messe, mit der Dreimal Wunderbaren Gottesmutter von Schönstatt, teilnahm,die in unserer Pfarrei, von Familie zu Familie weitergereicht wird, sagte der Priester: " wir alle tragen eine Krone auf unserem Haupt, deshalb sollten wir aufrecht gehen, damit sie nicht herunterfällt".
Aufrecht gehen, sich bewusst sein, dass wir wertvoll sind.
Gottes reichen Segen
Maria Trischberger


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