23 Oktober 2018, 09:45
Mexiko: Ein Toter bei Schießerei vor erzbischöflicher Residenz
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Mexiko'
Wachebeamter stirbt, als Unbekannter am Eingang der Residenz das Feuer eröffnet - Kardinal Rivera zu diesem Zeitpunkt im Haus, doch außer Gefahr - Polizei geht von versuchtem Raubüberfall aus

Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Vor der erzbischöflichen Residenz in Mexiko-Stadt ist es am Sonntag zu einer Schießerei mit einem Toten gekommen. Ein bislang unbekannter Mann kam laut Berichten in Militäruniform zu dem Gebäude, in dem sich zu diesem Zeitpunkt der mexikanischen Kardinal Norberto Rivera Carrera (76) aufhielt, gab vor, ein Paket ausliefern zu wollen und eröffnete dann das Feuer. Ein am Eingang postierter Polizeibeamter wurde dabei erschossen. Als weitere Wächter zu Hilfe eilten, ergriff der Täter in einem Auto die Flucht und entkam. Das Motiv der Tat ist unklar, die Polizei geht bisher von einem versuchten Raubüberfall aus.

Werbung
KiB Kirche in Not


Kardinal Rivera blieb laut Polizeiangaben unverletzt und sei auch nicht in unmittelbarer Gefahr gewesen. In einer Pressemitteilung der Erzdiözese Mexiko-Stadt vom Sonntagabend hieß es, die zuständigen Behörden hätten die Fahndung nach dem Täter aufgenommen. Kardinal Rivera und sein Nachfolger als Erzbischof der mexikanischen Hauptstadt, der sich gerade in Rom aufhaltende Kardinal Carlos Aguiar Retes, bekundeten darin weiter ihr Beileid für den Tod des Wächters und riefen zum Gebet für ihn auf. Ähnlich äußerte sich die Mexikanische Bischofskonferenz, die zudem die Behörden zu einer vollständigen Klärung des Tathergangs aufriefen.

Der langjährige frühere Sprecher Riveras Hugo Valdemar versicherte laut dem Onlineportal ACIPrensa.com, dem Alterzbischof gehe es gut. Der Vorfall habe gezeigt, dass die öfters kritisierten Sicherheitsmaßnahmen für die erzbischöfliche Residenz nötig seien. Diese habe man vorgenommen - teils auch gegen den Willen Riveras - seit es in der Kathedrale von Mexiko-Stadt zu mehreren Anschlagsversuchen gegen den Kardinal gekommen sei. Die Erzdiözese sei der mexikanischen Regierung dankbar für den Schutz, den sie in erhöhtem Risiko lebenden Persönlichkeiten biete.

Kardinal Rivera hatte am 4. Februar sein Amt als Erzbischof an Retes übergeben. Mit seinem Nachfolger hatte er vereinbart, dass er auch weiterhin in der erzbischöflichen Residenz, in der er seit 22 Jahren gewohnt hatte, bleiben werde, berichtete am Montag das Onlineportal eluniversal.com.mx.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Bischof Genn: „Sie sehen mich hier heute wirklich fassungslos“ (219)

Kardinal Müller: Echte Reform der Kirche heißt Erneuerung in Christus (61)

ZdK als Vertreter der deutschen Katholiken? – Große Märchengeschichte (45)

Die vier „Kirchenväter“ der „Kirche des epochalen Wandels“ (33)

Der Schatz des Gleichnisses vom barmherzigen Samariter (29)

Italien: Katholiken stehen klar hinter Salvini (26)

"Jung plündert Altes Testament, um dem Zeitgeist zu dienen" (24)

Rackete: "Asyl kennt keine Grenze!" (22)

Deutschland: Neuer Tiefststand bei den EKD-Gottesdienstbesuchen (19)

Klimahysterie pur - Keine Kinder mehr! (18)

Zwei Kartausen schließen für immer (18)

„Wer meint, dass die DBK einen Sonderweg gehen müsse, der irrt“ (17)

R. I. P. Vincent Lambert (16)

DBK-Internetportal verweigert den Dialog (16)

„Wie hältst Du’s mit dem Islam?“ (15)