Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?
  2. Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"
  3. „Brot für die Vögel?“ – Können Protestanten zur Hl. Kommunion zugelassen werden?
  4. Bätzing gegen Papst Leo
  5. ‚Ein Doktor der Theologie hat keine Ahnung von der Auswirkung von Gruppeneffekten‘
  6. Der anderskatholische Papstkritiker
  7. Kardinal Fernández räumt geringes Interesse an seinem Dokument über Mission ein
  8. Scott Hahn: Die frühe Kirche war nicht protestantisch
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. Musikerlegende Bob Dylan bei Papst Leo XIV. im Vatikan
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Drei Stunden im Fegefeuer
  13. Organspende? - Schweigen ist keine Zustimmung, Hirntod ist kein Tod im landläufigen Sinne
  14. Warum ausgerechnet ein Augustiner-Pater Patron der armen Seelen ist
  15. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“

Rosenkranz-'Demo' vor dem Ordinariat des Erzbistums München

16. Juli 2018 in Deutschland, 16 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Im Erzbistum München immer mehr Widerstand gegen fragwürdige Klosterschließungen – Brisante Zerschlagung des Franziskanerinnen-Klosters Reutberg sorgt jetzt für eine Gebets-Demo am 19. Juli direkt vor dem Ordinariat


München (kath.net)
Die umstrittene Zerschlagung des Klosters der Franziskanerinnen im oberbayerischen Reutberg durch das Erzbistum München sorgt weiterhin für Proteste. Jetzt haben Katholiken für Donnerstag, den 19. Juli (14.30), eine Gebets-'Demo' zur Erhaltung des Klosters der Franziskanerinnen von Reutberg direkt in München vor dem Ordinariat eingeladen. In einer Presseerklärung heißt es dazu: „Das Hauptanliegen der Gebetsgemeinschaft ist die Erhaltung und Stärkung des Konvents der Franziskanerinnen von Reutberg (Gründungsjahr 1618) durch Beendigung der Blockade von Neueintritten und Ortswechseln auswärtiger Schwestern beziehungsweise Zusammenschlüssen mit anderen Orden durch das Ordinariat der Erzdiözese München und Freising gemäß der päpstlichen Instruktion COR ORANS vom Mai 2018. Papst Franziskus verpflichtet in dieser brandneuen Konstitution alle Ordensgemeinschaften, denen eine Auflösung droht, diese durch Zusammenschließungen mit anderen Orden zu verhindern, damit sie „nicht isoliert bleiben“ und nach Auslegung der spanischen Zeitung „Alfa y Omega“ „….jene dezimierten und überalterten Gemeinschaften geschützt werden, die leichte Beute für jene werden können, die ihren Besitz an sich reißen wollen…“


Hans Dondl, der Sprecher der Gruppierung kritisiert, dass das Münchner Ordinariat dies Anweisung aus Rom durch juristische Winkelzüge ignoriere. „Wir vertreten die Überzeugung, dass mit COR ORANS der Pontifex unserer Kirche, Papst Franziskus, eine goldene Brücke errichtet hat, die zu betreten er uns sogar verpflichtet, damit eine realistische Chance des Fortbestands ‚unseres‘ Klosters Reutberg gewahrt wird. Bei Pfarreien macht das das Ordinariat ja auch und löst eine Pfarrei nicht einfach auf, sondern gründet Pfarrverbände“. Außerdem erkläre man sich mit über 7.000 Gläubigen aus der Region, die sich mit einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des letzten kontemplativen Klosters, solidarisch.

Brisant für das Erzbistum München ist dann die Kritik der Gruppe, die Aufklärung darüber verlangt, inwieweit Gehaltszahlungen von rund einer halben Million Euro im Zeitraum von 2012-2017 an eine Bosl GmbH für die Verwaltungstätigkeit des Klosters Reutberg berechtigt seien. Wörtlich heißt es in der Aussendung: „Nachdem der Vorgänger diese Tätigkeit mit einem Aufwand von rund acht Stunden wöchentlich mit einem Gehalt von 2000.- € / monatlich bewältigt hat, stieg der Gehalt für die Bosl GmbH für den selben Aufwand ad hoc auf 7.500 € / monatlich, plus Bereitstellung eines Autos für die Fahrten nach Reutberg. Die Schwestern hatten bei der Auswahl des Nachfolgeverwalters und bei der Festlegung des Gehalts keinerlei Mitspracherecht, sie wurden zu dem Vorgang weder befragt, noch wurde ihnen eine Einspruchsmöglichkeit gegeben, obwohl ihnen rechtlich gesehen ihr Vermögen weiter zustand.“

Dazu auch: Peter Seewald: Der Kahlschlag geht weiter. „Nach der Auflösung des Konvents Altomünster betreibt das Münchner Ordinariat mit ähnlich fragwürdigen Methoden die Zerschlagung des Klosters der Franziskanerinnen im oberbayerischen Reutberg.“

T-Shirt-Aktion zur Rettung des Franziskanerinnen-Klosters Reutberg (im Erzbistum München)


Foto Kloster Reutberg




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum München

  1. Pfarrer protestiert gegen Abtreibungs-Aktivismus des BDKJ München
  2. Wallfahrtsort Maria Birkenstein – Wie geht es weiter?
  3. 'Bruder Marx', bleib in München!
  4. Initiative im Erzbistum München will mehr Aufgaben für Laien
  5. Münchner Erzbischof wettert gegen Corona-Demos
  6. Erzdiözese München: Wortgottesdienste statt Urlaubsaushilfen durch ausländische Priester
  7. Marx-Kurs in München: Erstmals mehr als 10.000 Kirchenaustritte in 1 Jahr
  8. Erzbischof Carlo Maria Viganò bei Anti-Marx-Kundgebung in München!
  9. Katholische Integrierte Gemeinde verweigert sich der Visitation
  10. Erzbistum dementiert Schlagzeile der „Abendzeitung“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Schwindler feierte im Bistum Turin monatelang Messe und hörte Beichten
  3. Regensburger Bischof Voderholzer: „Jungen Menschen zuhören und Perspektiven aufzeigen“
  4. Die ersten US-Märtyrer für die Heiligkeit der Ehe: Seligsprechung der Märtyrer von Georgia
  5. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  6. Neuer Visitator für Medjugorje: Cavina folgt auf Cavalli
  7. Der Tod unter dem Horizont der Auferstehung und die Hoffnung auf das ewige Leben
  8. Der katholische Osten in der Analyse
  9. „Die Kirche gewinnt an Kraft dank eines Anstiegs bei den Konversionen zum Katholizismus“
  10. Manuel Ostermann: „Ich möchte hier widersprechen, liebes WDR“
  11. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  12. Sozialbeauftragter des Papstes bringt Spenden in die Ukraine
  13. IMABE: Sterbehilfe-Entwicklung in Belgien wirft Fragen auf
  14. ‚Lieber ein ‚Fanatiker‘ als ein Verräter für Kataris und Dschihadisten‘
  15. Kirchenhistoriker Wolf: Erwarte von Leo XIV. in Sachen Kirchenreform nichts

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz