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Erzbischof Carlo Maria Viganò bei Anti-Marx-Kundgebung in München!

19. Jänner 2020 in Deutschland, 32 Lesermeinungen
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Etwa 130 Katholiken haben am Samstag in München an einer Gebetskundgebung der Acies Ordinata teilgenommen und gegen den Kirchenkurs von Marx & Co protestiert. Erstmals seit 2018 trat Erzbischof Vigano wieder öffentlich auf


München (kath.net)
Etwa 130 Katholiken haben am Samstag am Nachmittag in München vor der Theatinerkirche an einer Gebetskundgebung der Acies Ordinata, einer internationalen Koalition von katholischen Laien, die sich der Tradition der Kirche verschrieben haben, teil. Anlass für die stille Kundgebung, die etwa eine Stunde dauerte, ist der geplante synodale Weg der deutschen Bischofskonferenz. "Die deutschen Bischöfe, die ideologische und finanzielle Förderer der Amazonassynode waren, stellen heute die Speerspitze der Revolution in der Kirche dar.", heißt es in einer Aussendung der Gruppe. Es ging um ein Zeichen des respektvollen, aber entschiedenen Protestes gegen die Deutsche Bischofskonferenz und ihren Präsidenten. An der Kundgebung nahm auch Erzbischof Carlo Maria Viganò, der ehemalige Nuntius des Vatikans in den USA, teil. Dieser absolvierte den ersten öffentlichen Auftritt seit 2018. Einige deutsche Katholiken, die durchaus an der Veranstaltung teilnehmen wollten, zeigten sich im Nachhinein gegenüber kath.net aber verwundert über Geheimhaltestrategie der Veranstalter. Denn nur wenige ausgewählte Katholiken wurden davon informiert und zur Kundgebung explizit eingeladen. Die Eingeladenen waren laut kath.net vorliegenden Informationen auch darüber verpflichtet, über die Veranstaltung im Vorfeld nichts zu sagen.

In einer anschließend Pressekonferenz übten einige katholische Laienvertreter heftige Kritik am Kirchenkurs in Deutschland. kath.net dokumentiert die Stellungnnahme von Alexander Tschugguel (St. Bonifatius Institut) im WORTLAUT:

Alexander Tschugguel - Die Kirche als NGO - Statement

„Die Kirche darf niemals eine NGO werden. Die Kirchen und Pfarreien müssen hinausgehen auf die Straßen, sonst werden wir zu einer NGO“.

Das sagte Papst Franziskus 2013 den Jugendlichen am Weltjugendtag in Rio de Janeiro - in der berühmten Rede, in der er zugleich uns junge Katholiken dazu aufrief, „Wirbel zu machen“.

Die auf der Amazonas-Synode besprochenen Vorhaben scheinen Teil der Strategie zu sein, die verhindern soll, dass die Kirche zu einer NGO wird. NGOs werden allgemein als große, international tätige und meist politisch links stehende Vereine wie Greenpeace, Amnesty International, Open Society, Gaia-Amazonas Foundation oder o.ä. definiert, die sich für eine linksliberale Interpretation der Menschenrechte, möglichst ungehinderte Massenmigration oder den Kampf gegen den sogenannten menschengemachten Klimawandel einsetzen.

Es ist heute schwer zu sagen, inwieweit 2013 eine Entwicklung in der Kirche absehbar war, die diese den genannten Organisationen angenähert hätte. Wenn sich man allerdings das starke politische Engagement des Heiligen Stuhls seit der Veröffentlichung der Enzyklika „Laudato Si“ ansieht, kommt man zu dem Schluss, dass sich die Kirche seit 2013 den linken NGOs eher angenähert als sich von ihnen distanziert hat. Seit der Amazonas-Synode hört man immer öfter über eine „Neue Kirche“ mit einem „amazonischen Gesicht“.

Vordergründig manifestiert sich dieses amazonische Gesicht durch tatsächliche oder potentielle Veränderungen im Messritus und in vielen Aspekten des praktischen kirchlichen Lebens. So sollen zum Beispiel - geht es etwa nach Bischof Kräutler - auch heidnische Elemente in das Leben der Katholiken dieser Region integriert werden. Die Ziele einer bestimmten, dort tätigen NGO, der Gaia-Amazonas Foundation, die von dem Deutsch-Kolumbianer Martin von Hildebrandt geleitet wird, dürften nach Medienberichten im Umfeld der Amazonas-Synode eine nicht unwichtige Rolle gespielt haben.

Von Hildebrandt vertritt die bereits seit Jahrzehnten existierende Idee, das Amazonasgebiet der Souveränität Brasiliens zu entziehen und unter internationale Verwaltung zu stellen, die seinerzeit auch schon von Francois Mitterand, Michail Gorbatschov, John Major und Al Gore vertreten wurde. Laut dem britischen Journalisten Edward Pentin soll vor der Amazonas-Synode die akute Gefahr bestanden haben, dass die Kirche dieses politische Vorhaben offen unterstützen könnte. Erst nach einem Treffen mit hochrangigen Vertretern der brasilianischen Regierung sicherte Kardinal Claudio Hummes zu, dass die Synode hierzu keine Stellungnahme abgeben würde.

Auch in Fragen des Umgangs mit Zuwanderungsströmen aus Afrika und Asien vertritt Papst Franziskus Positionen, die denen der NGOs (und auch der Regierung Merkel und der deutschen Bischofskonferenz) viel näher sind als die Positionen seiner Vorgänger.

Somit bleibt die Frage offen, was er gemeint haben könnte, als er sagte, die Kirche dürfe keine NGO werden. Die Priorität der Kirche mit „amazonischem Gesicht“ scheint zu sein, das linksgrüne Verständnis von Klimapolitik zu propagieren, heidnische Praktiken aus Südamerika zu glorifizieren, vor allem aber nicht wirklich zu missionieren.
Diese Auffassung hat der Papst vor kurzem wieder bestätigt, als er gegenüber Schulkindern in Italien erklärte, man solle den Glauben nicht mit Worten verkündigen. Was aber ist eine Kirche, die nicht mehr verkündigt, die sich nicht mehr an das Gebot Christi hält, allen Völkern das Evangelium zu bringen, die sich auf die bereits genannten politischen und sozialen Aktivitäten beschränkt? Sie ist eine NGO.

Die größten Proponenten dieser immer mehr zu einer NGO werdenden „Kirche mit amazonischem Gesicht“ scheinen bislang die deutschen Bischöfe zu sein. Vor allem der stellvertretende Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Franz-Josef Bode, hat immer wieder bestätigt, dass die auf der Amazonas-Synode gefassten Beschlüsse in ähnlicher Form auch in Deutschland umgesetzt werden sollten.

Durch die Einführung des synodalen Wegs wird dieser Prozess jedoch in Deutschland vermutlich am schnellsten voranschreiten. Die deutsche Kirche versucht hier also, eine Art Vorreiterrolle einzunehmen.

Wer diese Entwicklungen etwas genauer beobachtet, merkt bald, dass die angeblichen Probleme im Amazonasgebiet nur einen Vorwand darstellen. Die Aufweichung des Zölibats und die Frauenpriesterweihe werden in Deutschland seit vielen Jahrzehnten gefordert, viel stärker als im Amazonasgebiet selbst, wo diese Forderungen - wie lokale Umfragen zeigen - bei vielen auf Unverständnis stoßen.

Katholiken sind im Amazonasgebiet eine Minderheit unter den Christen - ca. 80% der Christen sind dort evangelikale Protestanten, nicht zuletzt deswegen, weil sich die katholische Kirche dort seit Jahrzehnten im Wesentlichen wie eine NGO verhält und ihren Missionsauftrag vernachlässigt. Und 80% der Katholiken leben in Städten mit Pfarrstrukturen und geordnetem kirchlichem Leben. Außerdem sind mehrere tausend Priester aus Kolumbien, Ecuador, Brasilien usw. in Nordamerika tätig. Es gäbe somit andere Möglichkeiten, eine Lösung für den eventuellen Priestermangel in den wenigen entlegenen katholischen Gemeinden zu finden.

Man hat den Eindruck, dass das Amazonasgebiet quasi als Versuchslabor liberal-modernistischer Katholiken im Westen, insbesondere in Deutschland, dienen soll. Man fragt sich, ob hinter dem neuen Lächeln der Kirche mit dem „amazonischen“ Gesicht nicht einfach das alte Gesicht der deutschen Bischofskonferenz steckt.

Die Lösung für die Krise der Kirche in Deutschland, Österreich, Südamerika und der ganzen Welt ist theoretisch viel einfacher, in der Praxis aber viel schwieriger als die Abschaffung des Zölibats und die Einführung des Frauenpriestertums. Viel einfacher, weil sie schlichtweg darin besteht, dem Auftrag Christi und der Tradition der Kirche treu zu bleiben, viel schwieriger, weil sie von jedem einzelnen Katholiken erfordert, persönliche Opfer zu erbringen und sich den Irrtümern des Zeitgeists zu widersetzen.

Die Kirche hat in ihrer zweitausendjährigen Geschichte vielen Anfechtungen widerstehen und viele Krisen und Abweichungen vom richtigen Weg durchmachen müssen. Sie hat sich immer nur aus einer Rückkehr zur wahren Lehre wieder erneuert und das wird auch diesmal so sein. Wir sind diejenigen, die jetzt entscheiden müssen, wie viele Irrwege sie noch durchmachen muss, wieviel noch zerstört werden muss, bevor wir wieder auf den Weg der Lehre und der Tradition zurückfinden.
Danke für Ihre Aufmerksamkeit.


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Lesermeinungen

 Fatima 1713 20. Jänner 2020 
 

"Wir beten niemals gegen jemanden"

Das hat Alexander Tschugguel beim Rosenkranzgebet während der unseligen Veranstaltung im Stephansdom damals ausdrücklich betont. Wir beten für Bekehrung und Umkehr, als Sühne, um Sünde und Böses abzuhalten, aber nicht gegen Menschen. Ich bin sicher, dass auch die Vertreter der acies ordinata das so sehen.


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 ThomasMoore 20. Jänner 2020 

Anti-Marx-Demo?

Ich habe die Reden komplett gelesen, nicht nur die von Hr. Tschugguel. Zwar wird Kard. Marx von einigen Rednern ziemlich angegriffen, dies liegat m. Einschätzung nach aber nicht daran dass man Marx als Person ablehnt, sondern an der Art und Weise wie Marx als Vorsitzender der Bischofskonferenz den sogenannten "synodalen Weg" führen und gestalten möchte. Dies stellt nach Meinung der Redner eine Gefahr für die Einheit der Kirche dar, und diese Einschätzung vertritt ja nicht nicht nur Acies ordinata. Die Überschrift greift daher aus meiner Sicht zu kurz, in Wirklichkeit geht es doch um die Ziele des "synodalen Prozesses". Schade finde ich ebenso wie Gandalf, daß die Veranstaltung im Vorfeld offensichtlich nicht kommuniziert wurde, ich erfuhr auch erst von kath.net und lifesitenews davon.


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 Hadrianus Antonius 20. Jänner 2020 
 

Sehr gute Taktik

"Acies ordinata": die "wohlgereihte/wohlgestaffelte Schlachtreihe".
"Acies" ist übrigens zuallererst die Klinge (eine Schwertes, eines Messers)
Durch Rotazismus dann "acier" (französ.), d. i. "Stahl".
Das auffallende und zugleich stille Demonstrieren an wichtigen publiken Plätzen wurde schon vor 5 Jahren von den Veilleurs gegen den franz. Präs. Hollande entwickelt.
Eine hervorragende Taktik bei sehr mächtigen und finanzkräftigen Potentaten.
Die wichtigste Personen waren informiert und anwesend: EB Viganò, Roberto de Mattei, John Henry Westen- und alles über Life Site News sofort weltweit verbreitet.
kavlaanderen.blogspot berichtete viel früher als die deutsche Medien.
@Gandalf: Taktisch hat die Acies ordinata komplett richtig gehandelt.
Für Kommandotruppen gilt:
"Die anderen kennen die Stunde und den Ort nicht" und "Der Stärkste ist am Stärksten allein" ;-)
Die Kombattivität der normal braven Menschen ist nun leider nicht besonders hoch (man wird dann auch nicht gesperrt ;-) )


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 Rolando 19. Jänner 2020 
 

Es war ein Eintreten für die Wahrheit

Es war ein Eintreten für die Wahrheit, ein öffentliches Gebet. Man darf das nicht mit einer Demonstration verwechseln, welche von den Medien, hätten sie rechtzeitig erfahren so gesehen worden wäre. Und Aufgrund der relativ kleinen Anzahl der Beter auch als unbedeutend und konservativ hingestellt worden wäre. Deshalb die Geheimhaltung im Vorfeld. Gott ist auf der Seite der Beter, der für die Wahrheit Eintretenden, auch wenn deren Zahl gering ist. Unterstützen wir im Gebet.


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 carolus romanus 19. Jänner 2020 

Acies ordinata

Warum diese Veranstaltung so sein musste, wie sie war, erklärt sich schon durch ihren Namen.
Herr Marx hat schon verstanden.

Liebe Freunde, lassen Sie sich nicht verunsichern!


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 Lilia 19. Jänner 2020 
 

Leute lasst uns weiter rausgehen und Krach machen gegen die Zerstörung der HKK

- PF höchstselbst hat uns alle dazu auf dem WJT in Rio de Janeiro aufgerufen und ermuntert! Lasst uns also nicht länger ruhig bleiben, sondern wie Johannes der Täufer (im heutigen Evangelium) von der Wahrheit Zeugnis ablegen.
Wer also plant die nächste Veranstaltung und wo? Ich bin dabei!


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 Rita1937 19. Jänner 2020 
 

Meine Freunde, ich muss ihnen sagen, dass diese Demonstration ist von Hr. Marx gewünscht, um ein unschuldiges Lamm vorzutäuschen...
Ich bin sehr skeptisch ob solche Aktionen richtig sind und es weiter bringen. Solche Herren wie Kard. M. fühlen sich eher bestätigt in ihrem Tun.


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 landpfarrer 19. Jänner 2020 
 

"Anti-Marx-Demonstration" ?

Intreressant für mich ist, dass kath.net dem Artikel diese Überschrift gegeben hat. Ob die Veranstalter selbst dies auch getan haben, entzieht sich meinen Kenntnissen. Auffallend ist aber, dass wohl nicht nur kath.net die Veranstaltung so gesehen hat, sondern sie auch unbeteiligte Beobachter sie so sehen. Gebete zu instrumentalisieren um gegen Personen zu demonstrieren scheint mir jedoch stets sehr fragwürdig und zwar auf allen Seiten: Bei Maria 2.0 und Gleichgesinnten aber auch auf der entgegengesetzten Seite des Spektrums. Dass ein Erzbischof daran teilnahm macht die Sache m.E. nicht besser, im Gegenteil.


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 dulcedo 19. Jänner 2020 
 

Aufbruch zum Widerstand

Ein wunderbares, wichtiges
und starkes Zeichen!

Es ist nun an uns Allen, uns den Reihen der Beter anzuschließen!

Unter https://www.aciesordinata.org/

finden alle Menschen guten Willens das hervorragende Statement dazu:

"Es ist die Stunde der Klarheit und der Konsequenzen"

Dort kann man auch SOFORT Teil dieser wichtigen, mutigen, katholischen Bewegung werden.

Zentrale, katholische Tugenden sind KLUGHEIT und TAPFERKEIT!

Schweigen, Nichtstun und Weiterzahlen bedeutet Zustimmen und Beitragen zu dem, was unserer Hl. Katholischen Kirche durch Amoris Laetitia, die Amazonas Synode und den synodalen Weg angetan wurde, wird und werden soll.

Die glaubensschwache, aber finanzstarke, deutsche Kirche ist der zerstörerische Motor der unheilvollen Entwicklungen!

Unsere Mittel nur noch direkt an gute, katholische Werke.


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 Elija-Paul 19. Jänner 2020 
 

Ich glaube, daß die Geheimhaltung

mit der erstmaligen Anwesenheit von Erzbischof Vigano zusammenhängt und somit nachvollziehbar ist. Sonst wird es auch andere stichhaltige Gründe geben. Jedenfalls haben diese Leute ein Zeichen gesetzt und da kommt es nicht auf die Menge der Teilnehmer an.


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 winthir 19. Jänner 2020 

ich finde die Idee (unabhängig von der Zielsetzung) nicht schlecht.

man macht eine kleine Aktion an "prominenter" Stelle - Odeonsplatz, Theatinerkirche.
man sorgt für mediale Aufmerksamkeit (q.e.d, ohne kathnet hätte ich nicht davon erfahren).


Man möchte sich mit Card. Marx nicht direkt anlegen - sonst hätte man sich vor das Palais Holnstein hingestellt (was aber "verkehrstechnisch", um das "in Polizeisprache" zu sagen, etwas schwierig gewesen).


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 Diadochus 19. Jänner 2020 
 

Schweigen

Den marxistischen Umtrieben muss man sich entgegenstellen. Dass dies in aller Stille geschah erinnert mich an die Stelle im Evangelium als Jesus in der Passion zu Herodes geführt wurde. "Er fragte Ihn nun mit vielen Worten, doch Er antwortete ihm nicht." (Lk. 23, 9) Die Kirchenführer in Deutschland und im Vatikan sind so weit von Jesus Christus entfernt wie König Herodes. Wir schweigen mit Jesus. So weit sind wir.


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 Bernhard Joseph 19. Jänner 2020 
 

Sorry Tippfehler

DBK nicht FBK


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 Bernhard Joseph 19. Jänner 2020 
 

Die Freunde des synodalen Amoklaufs der FBK sind Fundamentalisten

Und somit völlig autistisch, was die Wahrnehmung anderer Glaubensauffassungen anbetrifft. Insofern schadet die "Geheimhaltung" so wenig wie sie nutzt. Die Masse ist ja letztlich kein Merkmal der Qualität und der Wahrheit schon gar nicht.

Gegen die Verfälschung des Glaubens zu kämpfen ist immer eine richtige, weil gute Sache, ob nun im kleinen oder gar nur kleinsten Kreis. Allein sich der Verabsolutierung der Lüge entgegen zu stellen, ist urchristlich und eine wichtige Tugend, die von keiner medialen Propaganda diskreditiert werden kann.

Im Vatikan herrscht seit längerem Taubheit, was Katholizität anbetrifft, dafür um so mehr Geschäftigkeit in politischen Utopien. Für Papst Franziskus ist daher die Stimme eines Atheisten weitaus relevanter als die treu am Glauben festhaltender Katholiken.

Da ist es nicht unbedeutend der in der Kirche Einzug haltenden marxistischen Ideologie im Zuge der Auferstehung der Befreiungstheologie einen festen Glauben entgegen zu setzen.


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 antonius25 19. Jänner 2020 
 

Überraschungsmoment, keine Störaktionen

Keine Provokationen. Das geben die Veranstalter als Grund für die Geheimhaltung an. (Roberto de Mattei bei Edward Pentin auf Twitter).


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 Stefan Fleischer 19. Jänner 2020 

@ Gandalf

Auch ich habe bei diesem Vorgehen kein besonders gutes Gefühl. Mein grösstes Bedenken ist, dass es so den "Marxisten" ein Leichtes sein wird, das Ganze in die «kleine, vorkonziliare, extrem konservative» Ecke zu stellen und es damit zu diskreditieren, und zwar nicht nur diese Gruppe, sondern irgendwie alle, welche es wagen etwas gegen die extrem progressiven Linie des synodalen Weges und anderer derartiger Initiativen öffentlich zu sagen. Auch der Auftritt von EB Vigano dürfte dem Anliegen dieser sicher sehr gut meinenden Gruppe - und damit von uns allen hier - nicht gerade sehr förderlich gewesen sein.
Hoffen wir, dass dadurch wenigstens möglichst viele, welche sich bis jetzt bewusst aus «diesem blöden Streit» heraushalten, aufgerüttelt werden und sich die Frage stellen: «Kirche, wohin?» und dann natürlich: «Wo stehe ich?»


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 Smaragdos 19. Jänner 2020 
 

Demonstrieren müsste man vor allem am 30. Januar in Frankfurt! Das würde schon eher wahr genommen werden. Natürlich ebenso friedlich wie in München.


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 borromeo 19. Jänner 2020 

Geheimhaltung

Ich hatte eine persönliche Einladung zu der Veranstaltung erhalten, konnte aber wegen eines vorher schon lange feststehenden Termins zu meinem großen Bedauern nicht nach München fahren.

Zum einen wurde um Verschwiegenheit gebeten, zum anderen sollte die Anzahl der Teilnehmer wohl von vornherein zwischen 100 und 200 liegen. Beides kann ich gut verstehen, da es sich um eine geordnete und gerade nicht laute Demonstration handeln und die vor allem Gebetscharakter haben sollte.

Es ist ein starkes Zeichen an die katholische Kirche in Deutschland, daß Acies Ordinata nach zwei Demonstrationen in Rom nunmehr in München Präsenz zeigte. Es zeigt, daß der sogenannte "Synodale Weg" von DBK und "ZdK" von einer nicht geringen Zahl deutscher und internationaler Katholiken mehr als kritisch gesehen wird und daß Katholiken deutlich, aber in verbindlicher Form dagegen aufstehen. Ein großes Zeichen der Weltkirche an die sogenannten "Kirchenerneuerer", die in Wirklichkeit jedoch die Abrißbirne schwingen!


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 Fatima 1713 19. Jänner 2020 
 

Bewusst (noch) exklusiv

Ich denke dass diese Bewegung bewusst (noch) klein und exklusiv gehalten wird. Die Teilnehmer haben sich weit hervor gewagt. Es gehört sehr viel Mut dazu, sich in dieser Anordnung (die ja bewusst gewählt wurde) relativ ungeschützt aufzustellen. Ebenso erfordert es eine große geistige Kraft und Disziplin in dieser Position eine Stunde lang schweigend und betend zu verharren. Das kann man nicht jedem zumuten, selbst wenn er ein noch so frommer und gläubiger Katholik ist. Die kurze Videosequenz dazu hat mich sehr beeindruckt. Sie strahlt fast noch mehr Kraft aus als eine Massendemonstration. In einer großen Menge könnte man diese Aufstellung nicht beibehalten und auch die Frage der Disziplin würde sich stellen. Für mich sind diese Leute eine Art Speerspitze. Vielleicht folgen noch größere Aktionen. Es ist ja niemandem verboten, der die Möglichkeit dazu hat, Ähnliches in größerem Umfang zu organisieren.


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 Dottrina 19. Jänner 2020 
 

Ich fand es ärgerlich,

erst nach der Veranstaltung darüber zu lesen. Hätte ich es gewußt, wäre ich gerne gekommen. Vor allem durch die räumliche Nähe wäre es für mich problemlos gewesen (gerade mal 3 U-Bahn-Stationen von zuhause). Schade. Gute Sache, aber das wird Kard. Marx nicht den Schlaf rauben. Zumindest treue Gläubige aus der näheren Umgebung von München hätten gut und gerne kommen können.


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 bernhard_k 19. Jänner 2020 
 

Ich find's super!

Einen ganz herzlichen Dank den mutig-katholischen Demonstranten! Vergelt's Gott!
Es muss nicht immer eine öffentliche, zuvor bekanntgemachte Demo sein.

Die geniale Pachamama-Versenkung war auch überraschend :-)


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 antonius25 19. Jänner 2020 
 

Wer wäre ohne die Geheimhaltung gekommen?

Wir wissen es nicht. Von der Zahl her vielleicht 500. Das hätte nicht mehr öffentliche Aufmerksamkeit gebracht. Die Gefahr wäre höchstens, dass irgendwelche problematische Einzelpersonen sich anschließend und diese dann in den Medien breitgetreten werden.

Die Veranstalter dürfen natürlich ihre Exklusivveranstaltung abhalten. Seltsam bleibt es aber trotzdem.


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 Wynfried 19. Jänner 2020 

Wir kennen nicht die Gründe ...

... für die "Geheimhaltung" dieser Veranstaltung. Möglicherweise sollte es einfach nur um die Sache gehen, und eine größere Aktion war gar nicht beabsichtigt. Warten wir doch einfach mal ab.


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 Hiskija 19. Jänner 2020 
 

Wenigstens mal eine Aktion

Ob so viele deutsche Katholiken mitgemacht hätten? Und eine weitere Aktion könnte doch jederzeit geplant werden, oder nicht? Es wurde aber doch bis jetzt nicht einmal gegen die Fragebögen zum Synodalen Abweg protestiert, wo es keine Zugangskontrolle gibt. Wo jeder Freimauer, Satanist oder Bordellbesitzer mitmachen kann... eine Farce. Wahrscheinlich füllt Hr. Marx jeden Tag mindestens 20 Fragebögen selber aus.


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 Gandalf 19. Jänner 2020 

Märchen

Sorry, Leute das sind Märchen, ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass irgendeiner von 10 Maria 2.0 Aktivisten ernsthaft so eine Veranstaltung gestört hätte... Es ging darum,d ass kein Mensch nur eine kleine Elite von der Veranstaltung erfahren hat.. Vigano war nicht das Thema.... Und Kardinal Marx hat vermutlich angesichts der übeschaubaren Anzahl, von denen viele gar nicht aus Deutschland waren, keine schlaflose Nacht bekommen... Sorry, wenn man so etwas macht, dann muss man die deutschen Katholiken miteinbeziehen, sonst wird das nix..


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 Herbstlicht 19. Jänner 2020 
 

Ermutigend, dass es dieses Treffen gab!

Von den vielen Anwesenden das gesungene Credo zu hören war sehr beeindruckend.
Sicher, es wäre gut gewesen, hätten noch mehr Gläubige davon gewusst, auch um das Treffen vor der Kirche zahlenmäßig noch zu erhöhen.

Vielleicht sah man aber auch eine Gefahr darin, dass es dann evtl. zu einem reinen Spektakel werden könnte.
Auch wurde dadurch verhindert, dass z.B. Maria 2.0-Damen aufgekreuzt wären und das Treffen mit ihren Forderungen hätten lauthals stören können.

Und den Verantwortlichen muss bestimmt der Schutz des persönlich anwesenden Erzbischofs Viganò von größter Dringlichkeit gewesen sein und das ist absolut nachvollziehbar.


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 agora 19. Jänner 2020 
 

Warum Geheimhaltung?

Diese Veranstaltung wäre wahrscheinlich bei Bekanntgabe (auch der Teilnahme von EB Viganò) massiv gestört worden. So aber ist ein deutliches öffentliches Zeugnis gelungen.


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 Hiskija 19. Jänner 2020 
 

Erzbischof Viganò

Möglicherweise wollte man v.a. Erzbischof Vigano schützen. Die Veröffentlichung erfolgte erst, als das Gebet vor der Theatinerkirche schon vorbei war.


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 Philipp Neri 19. Jänner 2020 

@Gandalf hat Recht

So macht man es natürlich leicht zu sagen, dass nur wenige dahinter stehen.

Wahrscheinlich wollte man aber dadurch verhindern, dass es zu Gegenaktionen kommt und man dann sagen kann, dass nur wenige sich gegen den Synodalen Weg stellen.


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 Gandalf 19. Jänner 2020 

Warum wurde im Vorfeld davon fast Niemand informiert?

Sorry, aber diese Veranstaltung war zwar gut gemeint, wenn aber nur wenige ausgewählte Deutsche dazu eingeladen werden, dann müssen sich die Veranstalter die Frage gestatten lassen: Was soll das?


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 girsberg74 19. Jänner 2020 
 

Vorsicht - Sprache insinuiert Fakten!

Die Tatsache und die Art der Gebetskundgebung gibt Hoffnung, die nach einem ersten Erwachen, - meint „Mut fassen“ -, wachsen könnte.

Doch @Alexander Tschugguel: „Die Aufweichung des Zölibats und die Frauenpriesterweihe werden in Deutschland seit vielen Jahrzehnten gefordert, ...“

An dieser Stelle sehe ich hohe Vorsicht bei der Wortwahl geboten: Es sollte nicht aus Bequemlichkeit und/oder mangelnder Überlegung von einem „Frauenpriestertum“ gesprochen werden, allenfalls von einer Zulassung von Frauen zu Priesterweihe und -amt.

Es ist nicht so, dass man gleich an altorientalische Kulte denken müsste, es genügte der Gedanke, – ganz abgesehen von der durch Jesus begründeten Tradition -, dass man sich in der Folge noch allerlei „logisch“ begründete Wortschöpfungen aufhalste.


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 Philipp Neri 19. Jänner 2020 

Warum fehlt das Thema Evangelisierung und Umkehr beim Synodalen Weg?

Im Vorfeld wurde das wichtigste Thema der Evangelisierung bewusst für den Synodalen Weg ausgespart und abgelehnt!
Warum eigentlich? Warum haben die deutschen Bischöfe das zugelassen?
Weil es von Anfang an um die alt bekannten Themen gehen sollte, die sich das ZdK auf die Fahnen geschrieben hatte?
Das zeigt mir doch klar auf, dass man den ganzen Missbrauchsskandal f⁰r diese Zwecke nutzen will.
Dabei müsste es in dieser Situation eigentlich um Umkehr, Buße, Evangelisierung, Gebet, Persönliche Beziehung zu Jesus, Eucharistische Anbetung, Mission, Katechese, religiöse Erziehung und all diese Themen gehen, die den Glauben wieder in den Vordergrund stellen!
Deswegen herzlichen Dank, dass heute in München ein deutliches Zeichen gesetzt wurde!


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