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Gottesdienste zentral oder vor Ort?

31. Mai 2018 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
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Nicht bei jeder Argumentation geht es wirklich um das, was vordergründig thematisiert wird. Gastbeitrag von Pfr. Robin Baier


Berlin (kath.net) In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Priester stark zurückgegangen. Als Folge davon kann mittlerweile in den meisten Pfarreien nicht mehr in jeder Kirche sonntags die Heilige Messe gefeiert werden. Eine Möglichkeit, dem zu begegnen, wäre, dass die Gläubigen die Kirchorte aufsuchen, an denen die Heilige Messe stattfindet. Diese Option lehnen aber mache Priester und Pastoralreferenten ab und wollen stattdessen lieber lokal einen von Laien geleiteten Wortgottesdienst anbieten. Das dafür vorgebrachte Argument lautet: Man möchte das „Leben vor Ort“ erhalten.


Kurioserweise kommt es immer wieder vor, dass die selben Leute ihre Argumentation vollständig herumdrehen, sobald es um die Gestaltung von Fronleichnam geht: In vielen Pfarreien bemisst sich die Zahl der Fronleichnamsprozessionen nicht nach der Zahl der Priester, sondern es wird lieber eine Zentralveranstaltung angeboten. Das Argument, das dafür ins Feld geführt wird, lautet: Man möchte diesen Tag in Gemeinschaft feiern.

Der Umstand, dass einmal für und einmal gegen zentrale Messfeiern argumentiert wird, deutet darauf hin, dass dahinter etwas ganz anderes steckt. Tatsache ist: Im ersten Fall nehmen weniger Gläubige an der Heiligen Messe teil und im zweiten Fall wird das Allerheiligste durch weniger Straßen getragen.

Der rote Faden, der sich hier wie dort durch die Argumentation zieht, ist also, dass die Bedeutung der Eucharistie nicht mehr ganz verstanden wird.


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Lesermeinungen

 Diasporakatholik 4. Juni 2018 
 

Sorry, Schreibfehler

Im ersten Satz sollte es richtig "zwischen 10 und 26km" heißen.


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 Diasporakatholik 4. Juni 2018 
 

Seit Jahren fuhren wir zwischen 10 und 2 km weit mit dem Auto zu den hl. Messen.
Das sind gewisse Opfer an Zeit und Bequemlichkeit, die wir aber aus Liebe zum Herrn und als Zeugnis für unsere Nächststehenden gerne erbracht haben.
Mittlerweile ist meine Frau aus gesundheitlichen Gründen auf die übertragenen Fernsehgottesdienste angewisen, und ich darf ihr mit Zustimmung unserer Priester die hl. Kommunion mitbringen.
In der helleren Jahreszeit fahre ich samstags in die Vorabendmesse in der Kreisstadt und kann so am Sonntag mit ihr zusammen den Fernsehgottesdienst mitfeiern.


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 Einsiedlerin 2. Juni 2018 
 

Zumutbare Distanzen

Sehr geehrter Herr Msgr. Schlegl, wie oft dachte ich mir das auch schon: wegen jedem unnötigen Schmarren fahren die Leute extra kilometerweit, aber die hl. Messe besuchen, wenn sie 10 km entfernt ist, geht nicht. Und ja, Fahrgemeinschaften tragen auch zur Gemeinschaft der Gläubigen bei.
Wie @Ottokar ausgeführt hat, meine ich auch, dass dahinter ein System steht, wenn die Pastoralassistenten etc. liturgische Veranstaltungen vor Ort übernehmen wollen und so die Priester "austricksen". Hl. Messe bleibt hl. Messe, alles andere ist bestenfalls Andacht. Da fahre ich lieber 130km mit dem Zug nach Wien, wenn es sein muss. Aber noch haben wir GOTT SEI DANK ordentliche hl. Messen! Man muss jedoch tatsächlich schon suchen. In unserer Kirche kommen jetzt schon Menschen aus einem Umkreis von 35 km...


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 SCHLEGL 2. Juni 2018 
 

Verbandspfarren

So etwas habe ich viele Jahre in Urlaub erlebt. Der Pfarrer im Gebirge hat 4 Pfarren und 2 Filialkirchen.Bei manchen Sonntagsmessen (Vorabendmesse) waren höchstens 10-15 Leute da! In den Orten gibt es keine Schule, kein Geschäft, kein Gasthaus, keinen Bürgermeister und die Leute fahren wegen jeder Zigarette, Lebensmittel usw. 9-12 km in den Hauptort!Nur am Sonntag MUSS eine Messe im eigenen Ort sein, sonst geht man nicht in die Kirche! Dabei könnte jeder mit Leichtigkeit auch alte Nachbarn mitnehmen, die nicht mehr autofahren.
Daran sind auch wir Priester mit schuld, weil wir diese "Versorgungsmentalität" zu lange unterstützt haben.
Meine Ukrainer müssen jeden Sonntag lange Strecken nach Wien in der 1. Bezirk zurücklegen, um die Göttliche Liturgie mitzufeiern.
Bei Begräbnissen auf dem Land sind oft viel mehr Leute, als an Festtagen in der Kirche, weshalb viele Priester bei Begräbnissen KEINE Kommunion mehr spenden.Wortgottesdienste ohne Priester gibt es in diesen Gemeinden aber nicht!


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 ottokar 2. Juni 2018 
 

Ad Suebus:

In Anwesenheit eines Priesters hat dieser unbedingt Vorrang. Natürlich darf ein Diakon Predigt halten, aber es ist peinlich, wenn er als Pastoralraumverantwortlcher den Priester ausspielt, wie es inzwischen so oft der Fall ist.Und was "Sterbesakramente" sind unterstelle ich, dass Sie das wissen. Und dieses Sakrament darf nur ein Priester spenden.


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 freya 1. Juni 2018 
 

Der Wortgottesdienst erfüllt nicht die Sonntagspflicht!

Das Versäumnis der Hl. Messe am Sonntag fällt nach wie vor unter die Kategorie "schwere Sünde" - das wird immer und überall wohlweislich verschwiegen!

Ist man irgendwo im Ausland unterwegs, trifft man beim Besuch der Hl. Messe auch auf eine fremde Gemeinde und fühlt sich doch sofort daheim (für @kreuz dahoam)!
Man trifft auf Gleichgesinnte und im Handumdrehen entstehen gute Kontakte. (Man zeige mir das Ausland, wo man am Sonntag Wortgottesdienste abhält!)

Zuhause ist für mich deshalb dort, wo Hl. Messe gefeiert wird!


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 Suebus 1. Juni 2018 
 

@ottokar

Das mit dem predigenden Diakon sehe ich nicht so, denn er hat ja kraft seiner Weihe dieselbe Befugnis zu predigen wie ein Priester.

Was meinen Sie mit "Erteilung der Sterbesakramente"? Ein Diakon darf natürlich die Krankenkommunion bringen (das darf auch ein Laie), aber die Beichte abnehmen darf er natürlich nicht (und m.W. auch nicht die Krankensalbung spenden). Und wenn er es täte, wäre die Spendung nicht gültig, und der Diakon würde sich schwer schuldig machen.


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 lakota 1. Juni 2018 
 

Es ist natürlich schön,

wenn man in einer Gemeinde lebt, wo es noch einen Priester gibt und noch alle Gottesdienste und Hochfeste gefeiert werden können. Ich lebe in einer Seelsorgeeinheit wo es für 4 Gemeinden noch 3 Priester gibt, bald werden es noch 2 sein. Es wird wohl in einigen Jahren so sein, daß die Hl. Messe abwechselnd in den Gemeinden gehalten wird. Auch jetzt werden schon mal hier mal dort Maiandachten usw. gehalten und es entwickeln sich neue Verbindungen unter den Gläubigen. Priesterlose Gottesdienste sehe ich noch nicht, aber wir werden wohl mal in den nächsten Ort fahren müssen (kann man ja Fahrgemeinschaften gründen). Wenn es mit den Gottesdienstbesuchern weiterhin so abwärts geht, kann man ja auch nicht erwarten, daß jede Gemeinde, wo nur noch eine Handvoll Leute kommen, einen eigenen Priester hat. Es ist traurig, aber leider die Realität.


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 ottokar 31. Mai 2018 
 

Bin ganz anderer Meinung

Der Wunsch nach Dezentralisierung der Gottesdienste gestattet es nur einer begrenzten Anzahl von Gläubigen an einer wahren Eucharistiefeier teilzunehmen. Die hingegen viel zahlreicheren Gottesdienste von Diakonen oder Pastoralassistenten gehalten, mit Ansprache , mit Kommunionausteilung und Abschlusssegen lässt befürchten, dass diese zahlenmässig inzwischen grössere Gruppe zunehmend die Priester verdrängen möchte.Dahinter steckt bereits System. Wenn ein für den Pastoralraum verantwortlicher Diakon sonntags kraft seines Amtes trotz Anwesenheit eines mitfeiernden Priesters sich für die Predigt einteilt, ist das für mich beschämend, der in sich zusammengesunken dasitzende Priester tut mir leid.Ich kenne einen dem Patoralraum vorstehenden Diakon, der sich bereits Handlungen erlaubt, die alleine dem Priester vorbehalten sind, z.B. Erteilung der Sterbesakramente, und das, obwohl ein Priester rufbereit wäre.Sind das nicht auch Gründe,die den fehlenden Priesternachwuchs verständlich machen.


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 maxjosef 31. Mai 2018 
 

Ich habe heute natürlich auch an der Fronleichnamsprozession teilgenommen. Es war ein wunderschönes Fest des Glaubens für die ganze Gemeinde. Alle Vereine und Bruderschaften waren beteiligt. Aber auch meine Gedanken gingen dahin, ob wir dieses Fest, das soviel Verbindung und Freude bringt für die ganze Gemeinde, in 5 Jahren noch so werden feiern können. Wir sind längst Teil eines Pfarrverbandes, glücklicherweise hat unser Dorf noch einen Ruhestandspriester, der uns seelsorglich betreut. Aber dieser Geistliche wird heuer 80 Jahre alt und ist nicht mehr der Gesündeste. Dass wir, wenn wir diesen Pfarrer einmal nicht mehr haben, nochmal einen eigenen Pfarrer kriegen, das wäre wohl wie ein Sechser im Lotto.
Trotzdem hoffe ich, dass wir dieses Glaubensfest auch weiterhin begehen können in unserem Dorf, egal, wie es letztlich geregelt wird. Heute hat man wieder "Bavaria sacra" gespürt!


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 Suebus 31. Mai 2018 
 

Der Vorschlag, in den einzelnen Kirchen priesterlose Gottesdienste abzuhalten, zeugt vielleicht wirklich von einem mangelnden Verständnis der Eucharistie. Wobei es tatsächlich auch problematisch ist, wenn die einzelnen Gläubigen zwar „irgendwo“ zu den Sakramenten gehen, sich aber nicht mehr regelmäßig als Gemeinde treffen.

was daran schlecht sein soll, Fronleichnam gemeinsam zu feiern, erschließt sich mir aber nicht…


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