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Wiener Theologische Fakultät: Kein Kreuz mehr im Hörsaal

8. Februar 2018 in Österreich, 17 Lesermeinungen
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Universitätsleitung untersagt nach räumlichen Änderungenan der Katholisch-Theologischen Fakultät die Anbringung von Kreuzen in neuen Hörsälen - Wiener Dogmatiker Tück übt Kritik: "Ein symbolpolitischer Einschnitt von historischer Tragweite"


Wien (kath.net/KAP) Welchen Ort hat das Kreuz in der Öffentlichkeit? Eine Entscheidung der Universität Wien dürfte dieser immer wieder scharf geführten Diskussion neuen Zündstoff bieten: So wird es künftig keine Hörsäle mehr mit einem Kreuz an der Wand in der Universität geben, wie der "Kurier" (Mittwoch) berichtet. Hintergrund ist die Schließung der bisher von der Katholisch-Theologischen Fakultät im Hauptgebäude der Universität genutzten Hörsäle 46, 47 und 48. Diese Räume, die seit 1884 von der Katholisch-Theologischen Fakultät genutzt wurden und allesamt ein Kreuz an der Wand hatten, wurden im Wintersemester aus Brandschutzgründen umgewidmet. Künftig werden theologische Lehrveranstaltungen in anderen Hörsälen im Tiefparterre stattfinden - und zwar ohne Kreuz.

Eine Sprecherin der Universität Wien verweist im "Kurier" darauf, dass diese Räume nicht mehr einer einzigen Fakultät zugewiesen sind bzw. auch von anderen Fakultäten genutzt werden und daher eine religiöse Konnotation in Form eines Kreuzes problematisch sei. Erlaubt sei das Anbringen von Kreuzen weiterhin in Büros oder in den Räumen der Katholisch-Theologischen Fakultät in der Schenkenstraße. Tatsächlich würden die drei Kruzifixe derzeit im Dekanat der Fakultät verwahrt, schreibt die Katholisch-Theologische Fakultät auf ihrer Facebook-Seite. "Zwei werden vermutlich in der Schenkenstraße ein neues Zuhause finden, eines soll in ein Kunstprojekt eingebunden werden".

Kritik an der Vorgehensweise äußerte der Vizedekan der Fakultät, Dogmatik-Professor Jan-Heiner Tück. Die Entfernung der Kreuze sei "ein symbolpolitischer Einschnitt von historischer Tragweite", hingen doch seit Gründung der Wiener Katholisch-Theologischen Fakultät im Jahr 1384 Kreuze in deren Hörsälen, so Tück in einer Stellungnahme gegenüber "Kathpress". Zwar könne er die Position der Universitätsleitung nachvollziehen, die im Verhältnis zu den Religionen und Weltanschauungen auf eine Haltung der "Äquidistanz" poche - zugleich aber orte er ein in der Entscheidung ein bedenkliches "laizistisches Gefälle", denn wenn man gewollt hätte, so hätte es auch Alternativen oder eine Kompromisslösung gegeben, erinnerte Tück etwa an eine ähnliche Debatte an der Universität Innsbruck, wo man der Fakultät zugebilligt hat, zumindest noch in einem der Räume ein Kreuz zu belassen. Auch habe es keinerlei Konsultations- oder Meinungsbildungsprozess zu dieser Frage an der Universität gegeben, kritisierte Tück.

Darüber hinaus bleibe ein prinzipielles "Unbehagen", da mit dem Kreuz ein zentrales Symbol nicht nur des Christentums aus der Universität verschwinde, sondern ein Symbol, das "die Kultur und Geschichte Österreichs" und im Speziellen auch die Geschichte der Universität Wien geprägt habe. Insofern spreche ein gewisses Maß an "Geschichtsvergessenheit" aus der aktuellen Entscheidung, so Tück. Außerdem sei das Kreuz auch ein säkular verstehbares "Mahnzeichen", insofern es den Menschen "an die Verwundbarkeit und Fehlbarkeit, aber auch Sterblichkeit" erinnere: "In einer auf Perfektion und Leistung getrimmten Wissenschaftskultur ist das kein unwichtiges Gegenzeichnen."

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten



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Lesermeinungen

 Einsiedlerin 12. Februar 2018 
 

die religiöse Konnotation

Wenn ich z.B. in einer Bank bin oder anderen Geschäften, wo ein Kreuz hängt, freue ich mich! OK, das ist eher Angelegenheit der Bank oder des Geschäfts. Trotzdem finde ich es richtig und wichtig und für Christen unabdingbar, das Kreuz nicht zu verleugnen, sonst könnte es später erst recht "problematisch" werden.


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 Ehrmann 9. Februar 2018 

"Auch andere Fakultäten nutzen die Räume"- und die bestehen alle aus Nichtchristen??

Wie in der Theoliogischen Fakultät auc Nichtchristen sitzen können, so ist wohl anzunehmen, daß in einem (noch immer ) mehrheitlich christlichen (katholischen!!) Land wie Österreich in seiner historischen Universitätwohl auch (mehrheitlich) christliche Hörer sitzen - auch in Veranastaltungen anderer Fakultäten. Daß die Hochschülerschaft nicht gerade religiös geprägt ist, kann man wöhl darauf zurückführen, daß das Betreiben von Politik nicht gerade studienförderlich ist - das war auch früher schon so - und damit eine einseitige Akzentuierung bestehen dürfte.Quo vadis, Austria? Uns bleibt immer noch das Gebet - und das ist nicht wenig.


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 Federico R. 9. Februar 2018 
 

Auf zwei Stellungnahmen ...

... bin ich besonders gespannt – so sie denn erfolgen sollten: auf die vom Wiener Pastoraltheologen und Werteforscher Prof. Paul Zulehner und vor allem auf jene vom Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn.


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 Fischlein 9. Februar 2018 
 

Ganz aufgeben kann man nicht.

Nun müsste jeder Dozent dafür sorgen,dass ein tragbares Kreuz mitgenommen werden.


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 H.v.KK 8. Februar 2018 
 

H.v.KK

Mein Gott!Bin ich froh,daß ich in Heilgenkreuz studieren darf!


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 garmiscj 8. Februar 2018 

Gut, dass die Kreuze hier weg sind

Natürlich ist es ein Wahnsinn, wenn an Universitäten kein Kreuz aufgehängt wird. Bin gespannt, ob die Regierung Kurz etwas dagegen unternimmt. Er hat ja zumindest vor der Wahl gesagt, dass er gläubig ist und in die Kirche geht.
Es gibt allerdings Orte, wo ich die Kreuzabnahme wirklich begrüße - nämlich genau die theologischen Fakultäten (und das ist mein voller Ernst). Ich habe zum Teil selber mitbekommen, wie der Herr dort von den Theolügnern tagtäglich verhöhnt und verspottet wird. Grauenhaft.


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 MariaBethania 8. Februar 2018 
 

Wie katholisch ist diese Fakultät?

Was erwartet man von dieser Fakultät in Wien? Erst im vergangenen Jahr hat das Institut für theologische Ethik daselbst einen Leitfaden zur Entscheidungsfindung bei Schwangerschaft mit einem vermutlich behinderten Kind herausgebracht. Darin stand die Möglichkeit einer Abtreibung gleichwertig gegenüber gestellt der Geburt und Annahme des erwarteten Kindes. Kann jedermann/frau im Internet nachlesen. Vor über 30 Jahren wurde mir im Religionsunterricht noch der Grundsatz eingeprägt: „Es gibt keinen wie immer gearteten Grund, der die Tötung unschuldigen menschlichen Lebens rechtfertigen würde.“ Gilt heute offensichtlich nicht mal mehr an einer katholischen Fakultät.


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 Cosinus 8. Februar 2018 
 

Intolerante Spießbürger

Interessant ist, wie es intolerante Spießbürger in die Universitätsleitung schaffen. Oder ist Horizontlosigkeit bereits Standard?


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 christine.klara.mm 8. Februar 2018 
 

Das Kreuz Jesu Christi

Zu aller erst muß in unserem Herzen das Kreuz fühlbar eingepflanzt sein. Dann:
Findet sich bei mir ein Kreuz z.B. bei meinem Bett? Liegt die Heilige Schrift in einer würdigen Ausgabe sichtbar in meinem Zu Hause? Versuche ich täglich ein Kapitel darin zu lesen? Danke ich Gott mit einem Kreuzzeichen für das täglich Brot? Habe ich jedesmal wenn ich in der Öffentlichkeit an einer Kirche vorbei kam mit einem Kreuzzeichen den HERRN im Tabernakel gegrüßt? Habe ich immer das Kreuz, wenn es öffentlich (noch) da hing beachtet und im Herzen gegrüßt? Trage ich ein geweihtes Kreuz mit Christus auf meiner Brust?
Viele Fragen zum so genannten e i g e n e n Alltagsleben......


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 Nadal 8. Februar 2018 

@ Dottrina

Das Problem ist eben, dass es sich nicht um Räume der theologischen Fakultät handelt, sondern der Universität; Räume, die von allen Fakultäten genützt werden. In Fakultätsräumen kann selbstverständlich ein Kreuz hängen.


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 Nadal 8. Februar 2018 

@ Herbstlicht

Genau den Worten des Vizedekans, der für die Fakultät spricht, ist zu entnehmen, dass die Fakultät unglücklich darüber ist, dass das Kreuz nicht mehr hängt - und zwar in den Hörsälen, die im Hauptgebäude der Universität gelegen sind und von allen Fakultäten genützt werden.
Aufgrund der Bestimmung der Universität - die eben nicht mit der Katholisch-Theologischen Fakultät identisch ist - werden die Kreuze in Räumen der Fakultät angebracht.
Die Fakultät hat hier das Kreuz nicht "aufgegeben", wie der Stellungnahme eindeutig zu entnehmen ist, sondern sie musste die Entscheidung zur Kenntnis nehmen.
Ich bitte darauf zu achten, nicht den Falschen zu beschuldigen oder an einem unwürdigen Fakultätsbashing teilzunehmen nach dem Motto: Sie können zwar nichts dafür, aber wir geben ihnen schon einmal die Schuld.


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 Dottrina 8. Februar 2018 
 

Einknicken vor dem immer übler daherkommenden

Zeitgeist! Wie ich oben gelesen habe, handelt es sich doch um eine KATHOLISCH-Theologische Fakultät. Betonung liegt auf Katholisch! Ergo: Müsste das Kreuz doch erst recht hängen bleiben. Ob jetzt die Räume Parterre oder von mir aus im Keller sind: Wo ist das Problem, ein Kreuz aufzuhängen. Soll da wieder mal vor dem omnipräsenten Islam eingeknickt werden?


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 Herbstlicht 8. Februar 2018 
 

@Nadal

Achten Sie einmal bitte auf den letzten Satz im ersten Absatz:

"Künftig werden theologische Lehrveranstaltungen in anderen Hörsälen im Tiefparterre stattfinden - und zwar ohne Kreuz."

- Und zwar ohne Kreuz -

Die Richtung, wohin das ganze führen soll, ist ziemlich offensichtlich.

Und bedenken Sie auch bitte die Worte des Vizedekan der Fakultät, Dogmatik-Professor Jan-Heiner Tück.


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 Aristoteles 8. Februar 2018 
 

An die Front!

Die linksliberalen ÖH-Verbände sollen einmal etwas Vernünftiges tun und dagegen Fall Sturm laufen!


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 anjali 8. Februar 2018 
 

Theologie

Ich finde das laecherlich. Wie kann man Katholische Theologie lehren wenn man die Kreuze abhaengt.


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 Herbstlicht 8. Februar 2018 
 

Kreuzabnahme auf zweierlei Art

Ein bekannter Kardinal legt sein Brustkreuz ab.
Eine theologische Fakultät hängt das Wandkreuz ab.

Beides sind unübersehbare Zeichen für jene, die genauer hinschauen.
Es sind Zeichen für jene, die sich darüber freuen und die Änderungen begrüßen.
Und es sind Zeichen für jene, denen diese Vorkommnisse einen großen Schmerz bereiten.
Wohin geht die Reise der Kirche, falls nicht dagegegesteuert wird?
Will man überhaupt gegensteuern?


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 nemrod 8. Februar 2018 
 

Das ist nur ein weiteres Steinchen auf dem Weg, wie das "Christliche Abendland
" sich abschafft....und die Masse interessiert es gar nicht mehr. So man nicht Kinder und Enkel hätte, könnte man fast die fatalistische Einstellung bekommen:...nach mir die Sintflut...aber ist einfach nur noch traurig, wie unser Erbe und unsere "Kultur" in den Dreck getreten wird- und das Alles im Namen einer, wie auch immer gearteten "gesellschaftlichen Offenheit und Toleranz"....


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