Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  3. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  4. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  5. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Realitätsverlust im Bistum Chur
  11. Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
  12. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  13. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  14. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

Chile: Papst war Kontroverse um Bischof Barros bekannt

16. Jänner 2018 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus hat Barros 2014 zum Bischof von Orsono ernannt. Die Vorwürfe, der Bischof habe Fälle sexuellen Missbrauchs gedeckt, waren dem Papst bekannt, er hielt sie aber für falsch. Das zeigt ein Brief, den die AP veröffentlicht hat.


Vatikan/Santiago de Chile (kath.net/CWN/jg)
Papst Franziskus war die Verbindung von Bischof Juan de la Cruz Barro Madrid zu Fernando Karadima bekannt, als er ihn 2014 zum Bischof der chilenischen Diözese Osorno ernannte. Karadima war 2011 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger und Erwachsener vom Vatikan in ein Kloster geschickt worden.

Ein weltliches Gericht in Chile befand die Anschuldigungen gegen den Priester für glaubwürdig, stellte aber den Prozess gegen ihn allerdings wegen Verjährung ein. Viele in Chile waren der Ansicht, Barros habe von den Machenschaften Karadimas gewusst und diese gedeckt. Die Ernennung Barros’ zum Bischof von Osorno war daher in Chile umstritten.


Als die öffentlichen Proteste gegen die Berufung Barros’ stärker wurden, wandte sich eine Gruppe chilenischer Bischöfe an Papst Franziskus und bat ihn, seine Entscheidung zu überdenken. In einem Antwortbrief vom 31. Januar 2015 bestätigte Papst Franziskus, von der Kontroverse um Bischof Barros zu wissen. Die Nachrichtenagentur Associated Press hat jetzt Zugang zu diesem Brief erhalten und ihn veröffentlicht. Um die Kontroverse um seine Person zu entschärfen, habe der apostolische Nuntius Barros 2014 empfohlen, seine Position als Militärbischof zurück zu legen und sich beurlauben zu lassen, schrieb der Papst.

Barros hat stets bestritten, von den Verfehlungen Karadimas Kenntnis zu haben. Er folgte dem Rat des Nuntius nicht, sondern blieb Militärbischof, bis er die Diözese Orsono übernahm.

Der Vatikan hat die Berufung Barros’ einige Wochen später ausdrücklich bestätigt. kath.net hat hier berichtet: Vatikan stellt sich hinter umstrittenen chilenischen Bischof.

Bereits zuvor hatte Papst Franziskus die Anschuldigungen als „unbegründete Vorwürfe der Linken“ zurückgewiesen. Er bedauerte, dass die öffentliche Meinung dem „Mist, den jeder sagt“ folge.

Gläubige der Diözese Osorno haben Proteste gegen die Berufung von Bischof Barros während des Besuches von Papst Franziskus in Chile angekündigt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 wedlerg 16. Jänner 2018 
 

Typische Taktik von Franziskus

Franziskus hat in vielen Fällen von Missbrauchsvorwürfen oder Vertuschungen gegen Regeln gehandelt und auch gegen die Empfehlungen der Glaubenskongregation, v.a. wenn eigene Gefolgsleute zu schützen waren, so auch in Chile.

Bekanntester Fall ist Don "Mercedes", ein Straftäter, der trotz Behinderung der Ermittlungen durch den Papst selbst zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Die eigentlich zuständige und mit der Staatsanwaltschaft kooperierende Glaubenskongregation wurde kaltgestellt.

Der Rauswurf einiger Mitarbeiter soll auch mit deren Befassungen von Missbrauchsfällen zu tun haben, die der Papst nicht verfolgen wollte.

Bei Don Mercedes stand im übrigen das Motiv der Armenfürsorge im Mittelpunkt. Diese hatte der Cabrio-Fahrer Don auf seiner Fahne, wenn auch nicht unbedingt im Herzen. Kleine Jungen schon...

Für Franziskus sind solche Fälle nicht untypisch: Durch Verfehlungen angreifbare Mitstreiter sind willige Streiter für die pol. Ziele des Papstes.


13
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Chile

  1. Chiles neuer Präsident vertraut seine Amtszeit Christus an
  2. Chile: Marienheiligtum erwartet am 8. Dezember eine Million Pilger
  3. Chile: „Nichts rechtfertigt die Gewalt gegen Kirchen und Glauben“
  4. Chile: Vermummte Demonstranten wüten in katholischer Kirche
  5. Weihbischof in Chile zieht vor Amtsantritt zurück
  6. Chile: Gesetz bedroht Beichtgeheimnis bei Missbrauch
  7. Missbrauchskrise: Papst nimmt Rücktritt von Bischöfen in Chile an
  8. Chile: Staatsanwaltschaft lädt Kardinal vor
  9. Chilenischer Priester Muñoz wegen Missbrauchsverdachts in U-Haft
  10. Germàn Arana: Papstberater im Zwielicht






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Vom Elend der Fürbitten
  6. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  7. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  8. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  9. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  10. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  11. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  12. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  13. Der entschärfte Gott
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz