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Germàn Arana: Papstberater im Zwielicht

20. Juni 2018 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Der spanische Jesuit ist nach Berichten des Vatikankenners Sandro Magister wesentlich für die Berufung von Juan Barros zum Bischof von Osorno verantwortlich.


Rom (kath.net/jg)
Was geschieht mit Germàn Arana, fragt der italienische Vatikanexperte Sandro Magister. Der spanische Jesuit zählt zu den engsten Vertrauten und Beratern von Papst Franziskus und war offenbar wesentlich für die Ernennung des mittlerweile zurückgetretenen Juan Barros zum Bischof von Osorno (Chile) verantwortlich. Auch das merkwürdige Festhalten des Papstes an der Person Barros’ als die Kritik an ihm immer lauter wurde, dürfte auf den Einfluss Aranas zurückzuführen sein, schreibt Magister in seinem Blog auf der Internetseite von L’Espresso.

Arana war, schreibt Magister unter Berufung auf den chilenischen Vatikanexperten Luis Badilla, mit der vorbereitenden Untersuchung der Kandidaten für das Bistum Osorno betraut. Badilla, der früher für Radio Vatikan gearbeitet hat, konnte entsprechende Gerüchte, die zuerst auf dem spanischen Blog Infovaticana erschienen waren, bestätigen.

Bis jetzt hätten Kardinal Francisco Javier Errazuriz Ossa und Kardinal Ricardo Ezzati Andrello, der frühere und der gegenwärtige Erzbischof von Santiago de Chile und Ivo Scapolo, der Nuntius in Chile, als Verantwortliche für die Berufung Barros’ gegolten, schreibt Magister.

Mittlerweile seien aber Briefe veröffentlicht worden, die zeigen, dass weder die Bischöfe Chiles noch der Nuntius die Berufung Barros’ unterstützt hätten. Im Gegenteil, der ständige Rat der chilenischen Bischofskonferenz habe im Januar 2015, also nach Bekanntgabe der Ernennung, Papst Franziskus gebeten, diese zu widerrufen. Der Papst hat diese Bitte in einem mittlerweile ebenfalls veröffentlichten Brief abgelehnt.

Im selben Schreiben erwähnte Franziskus, dass der Nuntius Barros dazu aufgefordert habe, die Berufung zum Bischof von Osorno abzulehnen und stattdessen eine längere Auszeit zu nehmen, berichtet Magister. Barros habe sogar schriftlich seinen Rücktritt bei Papst Franziskus eingereicht, dieser habe ihn aber aus formalen Gründen abgelehnt – eine Begründung, die Magister als fadenscheinig bezeichnet.

In dem Antwortbrief an die chilenischen Bischöfe erwähnte Papst Franziskus auch, dass sich Barros zur Zeit, also im Januar 2015, auf Exerzitien in Madrid befinde. Diese wiederum seien von Germàn Arana geleitet worden. Auch in den letzten Monaten des Jahres 2014 habe sich Barros zeitweise in Madrid aufgehalten, stets in der Nähe von Arana.

Der spanische Jesuit war dann auch bei der Messe am 21. März 2015, mit der Barros seine Diözese übernahm, in unmittelbarer Nähe des neuen Bischofs zu sehen. Die Amtseinführung war von Protesten überschattet, welche die unrühmliche Rolle Barros’ bei der Vertuschung der Verbrechen Fernando Karadimas anprangerten.

Nach dem nun erfolgten und von Franziskus angenommenen Rücktritt Barros’ bleibe die Frage, wie der Papst mit Arana verfahre, der ihn so unbedacht beraten habe. Erst vor kurzem habe er einen zehnseitigen Leitfaden für die Unterscheidung der Geister an die Bischöfe Chiles gesandt, in dem er ihnen Vorwürfe mache, weil sie Seminare und Noviziate Priestern anvertraut hätten, die im Verdacht stünden, aktive Homosexuelle zu sein. Wie steht es mit der Unterscheidung im Kreis seiner engsten Berater, fragt Magister.


Link zum Artikel von Sandro Magister (englisch):

Germán Arana, the Jesuit Who Advised Francis Badly


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Lesermeinungen

 Hadrianus Antonius 21. Juni 2018 
 

@Rosenzweig Unsinn

@Rosenzweig,
In schwierigsten Umständen und bei von aussen auferlegter Zeitbedrängnis sind die Gebete sehr kurz- heißt im Flämischen (sehr bekannt vom 1. WK) "Schietgebet" (Schießgebet, schnell wie ein Schuß).
Der Hl. Benediktus v. Nursia hat das Gebet auf die erste Stelle gesetzt;
auf der zweiten Stelle dann die Arbeit, wobei die Opfer und das Fasten erst später kommen und sekundär sind (so auch bei der Hl. Teresa v. Avila).
Dieser Blickwinkel findet sich schon in Ps.51 (v.18), dem Miserere, wo von Brandopfer zuerst abgeraten wird;
so auch bei der Gottesmutter Maria bei der Hochzeit von Kana, wo sie nichts von Opfer und Fasten sagt, sondern im Gegenteil aufmerksam und auf Gottes Hilfe vertrauend die Problemlage zur Kenntnis nimmt und vertrauensvoll beim Herrn ausspricht.
Insoweit möge die Madonna von Covadonga und Lepanto uns beistehen in der Bekämpfung des Bösen.


1

0
 
 Rosenzweig 21. Juni 2018 

"Was gibt es noch...

-
außer Schlüsse zu ziehen..?"
-
Die Macht des Gebetes- auch Opfer und Fasten, wie vielerorts die Gottesmutter Uns dringlichst bittet und mahnt..!
-
In diesem Bemühen u.Vertrauen verbunden..


1

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 girsberg74 20. Juni 2018 
 

Was gibt es noch, außer Schlüsse zu ziehen?

@Kostadinov " ... kann jeder für sich seine Schlüsse ziehen..."


3

0
 
 Kostadinov 20. Juni 2018 

In diesem Pontifikat gibt es...

...solche Berater (Arana, James Martin, Tucho Fernandez etc.) und solche (Müller, Burke etc.) - kann jeder für sich seine Schlüsse ziehen...


18

0
 

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