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Erzbischof ruft Venezolaner zu innerer Rebellion gegen Elend auf

10. Jänner 2018 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Bischofskonferenz-Vorsitzender Padron übt scharfe Kritik an sozialistischer Maduro-Regierung


Caracas-Rom (kath.net/KAP) Der Vorsitzende der venezolanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Diego Padron Sanchez, hat die Gläubigen seines krisengeplagten Heimatlandes aufgerufen, nicht aufzugeben und sich auch nicht an das "Böse, das durch falsche Beschlüssen hervorgerufen wird" zu gewöhnen. Zur Eröffnung der jüngsten Bischofskonferenz-Vollversammlung sagte der Erzbischof von Cumana nach Angaben des Nachrichtenportals "Vatican News", dass die Venezolaner mit "einer inneren Rebellion" auf das Elend in ihrem Land reagieren sollten. Es sei falsch, sich dem Bösen zu unterwerfen oder auf gerechtes Leben zu verzichten.

Das derzeitige Elend in dem Land beträfe den ideologischen, den ethisch-politischen und den wirtschaftlichen Bereich, sagte Padron demnach in seiner Eröffnungsrede. Es sei ein Paradox, dass ein Regime, welches 1992 als Bekämpfer der Korruption an die Macht ging, heute selbst antidemokratisch und illegal wirke, so der Bischofskonferenz-Vorsitzende mit Blick auf die Regierung von Staatspräsident Nicolas Maduro. Es sei richtig, dass sich die Kirche dagegen ausspreche, weil auch sie "Teil der Nation" sei und sich als "Verteidiger des Lebens und der Rechte der Bevölkerung" verstehe.


Die Wirtschaftskrise im sozialistisch regierten Venezuela samt grassierender Inflation - die höchste der Welt - führte in den vergangenen Tagen zu einer Plünderungswelle. Das Militär begann daraufhin in mehreren Städten mit der Kontrolle der Zugänge zu Supermärkten und überwachte eine von den Behörden angeordnete Preissenkung für bestimmte Produkte des täglichen Bedarfs.

Das vom linken Staatschef Maduro mit harter Hand regierte Land ist trotz der größten Ölreserven der Welt zum Armenhaus Südamerikas geworden. Im Vorjahr ließ Maduro unter bürgerkriegsähnlichen Umständen mit etlichen Toten eine verfassungsgebende Versammlung wählen, die danach das von der Opposition dominierte Parlament entmachtete und seinen autoritären Kurs unterstützt.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Federico R. 11. Jänner 2018 
 

@Fink - Der Kern des Problems ...

Der Kern des Problems liegt sowohl im theoretischen als auch im real praktizierten Marxismus/Sozialismus/Kommunismus einerseits und in der Ideologisierung des Evangeliums durch die sogenannten Befreiungstheologen und ihren geistlichen wie politisierten Apologeten andererseits.


1
 
 Fink 10. Jänner 2018 
 

Lateinamerika: Der Sozialismus funktioniert nicht, der Kapitalismus funktioniert nicht...

Die armen Venezulaner! Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht! So oder so! Was tun ? Wo liegt der Kern des Problems?


0
 
 Federico R. 10. Jänner 2018 
 

Bewundernswert

... ist der Mut des venezolanischen Episkopats, insbesondere des Erzbischofs Diego Padron Sanchez, für diesen Aufruf. Haben die – offensichtlich noch mitfühlenden – Hirten doch mehrmals schon gegen den sozialistischen Pseudorevolutionär Maduro, den selbsterklärten Freund von Papst Franziskus, Stellung bezogen. Ob der Erzbischof sich damit nun endgültig um die Kardinalswürde gebracht hat? Vermutlich ja.


3
 
 Kostadinov 10. Jänner 2018 

Dumm nur...

...dass der Pontifex Maximus eher geneigt ist, sein Ohr Maduro zu leihen...


3
 
 PBaldauf 10. Jänner 2018 
 

Santa Virgen de Coromoto, Patronin Venezuelas, bitte für dein Volk.


4
 

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