Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  2. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  3. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  4. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  5. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  6. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  7. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  10. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  11. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  12. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  13. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  14. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  15. Deutschland: Katholische Kirche verzeichnet mehr Erwachsenentaufen trotz Mitgliederrückgang

Steeb: „Kirche kann nicht segnen, was Gott nicht segnet“

5. Dezember 2017 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelische Allianz nach Entscheidung der Württembergischen Landeskirche gegen Homosegnung: Eine Unterscheidung zwischen Segnung und Trauung hätte sich sowieso nicht vermitteln lassen - Badischer Bekenntniskreis kritisiert politisierenden Druck


Stuttgart (kath.net) Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, begrüßt die Entscheidung der Synode der Evangelischen Landeskirche in Württemberg, weder eine Trauung noch eine Segnung für homosexuelle Paare anzubieten. Steeb erläuterte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“, dass sich eine solche Unterscheidung zwischen Segnung und Trauung ohnehin nicht in der Öffentlichkeit vermitteln lasse. Außerdem wies er darauf hin, „dass wir nicht nach unserem Gutdünken entscheiden können und dürfen, was wir gerne segnen wollen“.

Steeb zitierte den früheren württembergischen Landesbischof Theo Sorg (+2017): „Kirche kann nicht segnen, was Gott nicht segnet.“ Dies gelte auch dann, wenn man „damit gegen die öffentliche und vor allem veröffentlichte Meinung“ stehe.


In der Württembergischen Landeskirche ist die Segnung eines homosexuellen Paares in einem nichtöffentlichen, seelsorglichen Rahmen bereits seit längerem möglich.

Der evangelische Landesbischof Frank Ofried July, der sich bereits vor der Synodenentscheidung für die Segnung von Homopaaren als Kompromissvorschlag eingesetzt hatte, sagte nach der knappen Ablehnung des Vorschlags, dass ihm die „Einheit“ der Landeskirche ein Herzensanliegen sei, er sehe sein „Einigungswerk jedenfalls im Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren noch längst nicht getan“. Auf der Homepage der Württembergischen Landeskirche kündigte er ausdrücklich an, dass er sich weiter für dieses Thema einsetzen werde.

Der Bekenntniskreis Baden – der sich innerhalb der benachbarten Landeskirche Baden gebildet hat – drückte nach Angaben von „idea“ seine „Hochachtung“ für jene Synodalen aus, die sich dem Kompromissvorschlag verweigerten. Diese hätten durch ihr Nein „theologisch wie kirchlich unbestechlich gehandelt und sich weder von politisierendem Druck noch von ganz gehässigen Kommentaren bestimmen lassen“, erklärte Pfarrer i. R. Rolf-Alexander Thieke für den Bekenntniskreis.

Eine Entscheidung für oder gegen Homosegnungen/-trauungen hat immer auch eine ökumenische Dimension, da die katholische Kirche und die orthodoxen Kirchen keine Zulassung von Homopaaren in ihrer Eigenschaft als Paar zu Segnungen oder Trauungen zulassen.

Für die katholische Seite hatte der vatikanische „Ökumeneminister“ Kurt Kardinal Koch bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass heute Differenzen im ökumenischen Dialog mit evangelischen Christen weniger im theologischen Bereich, sondern im moralischen Bereich aufträten. Beispielsweise sagte der Kurienkardinal in einem Interview mit der Kooperationsredaktion der österreichischen Kirchenzeitungen im Sommer 2016, ökumenisch schwierige Themenbereiche seien der Schutz des Lebens an seinem Anfang und an seinem Ende, außerdem Familie, Ehe und Sexualität vor allem im Zusammenhang mit der Gender-Debatte. Der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen erläuterte wörtlich: „Wenn die christlichen Kirchen in Europa zu den zentralen Fragen des Lebens nicht mit einer Stimme sprechen können, wird die christliche Stimme immer schwächer.“ kath.net hat berichtet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  6. Dezember 2017 
 

Laienkram

Auch wenn das Ergebnis der Württembergischen Landeskirche eine positive Wende zur Bibel darstellt, so zeigt die Reaktion des Landesbischofs - trotz allen Lobes für die Synodalen - wie ernst synodale Gremien und Prozesse zu nehmen sind. Der LB macht weiter mit seiner Homoloberei, und wartet ab bis sich die synodalen Bähungen verschieben. Vom Geit Gottes ist bei derartigen Versammlungen nichts zu spüren, sondern nur vom Zeitgeist. Den Laien Entscheidungsrechte theologischer Natur - die auch immer Rechtsnormen hervorbringen - hat Papst Gregor der VII im Investiturstreit entgegengewirkt. Op Kaiser oder Kassiererin beim Discounter: Laie bleibt Laie. Auch in der kath. Kirche gibt es mittlerweile diesen merkwürdigen Heiligen: der "heiligen Synod" mit einer eigenen Ordnung, die wichtiger wie das Evangelium erscheint. Im wie vielen Pfarreien, Dekanaten und Bistümern hat dieser Irrsinn schon vieles an Glaubensgut zerstört, per Abstimmung. Der heilige Synod und der Glaubensschwund sind zeitgleich


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Edith Stein – Ave, Crux, spes unica
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. „Sehr geehrter Herr Erzbischof Koch, mit großer Verwunderung haben wir Ihr Statement zum CSD…“
  5. Emeritierter Kurienkardinal Sarah: „Riten können nicht willkürlich abgeschafft werden“
  6. Erschütterndes Beispiel für die Kultur des Todes: Seniorin wurde gegen ihren Willen euthanasiert
  7. "Die meisten kommen wegen der Sozialleistungen"
  8. Frust beim Klima-Kleber-Jesuiten
  9. Grösse
  10. Angeklagt, weil er einen schismatischen Bischof nicht rehabilitierte: Armeniens Patriarch Karekin II
  11. Scharfe innerorthodoxe Kritik an Kyrills Atomwaffen-Predigt
  12. „Ich spüre die Berufung zu pilgern“ – Andrzej Kurek pilgert seit 65 Jahren nach Tschenstochau
  13. Salzburg: Opernstar bereitete Franziskus-Rolle im Kapuzinerkloster vor
  14. Ceuta: Integrationsministerin Bauer fordert mehr Außengrenzschutz und effektive Rückführungen
  15. ALfA startet „von-Galen-Projekt“ zum 85. Jahrestag der Predigt von St. Lamberti

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz