Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  2. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  3. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  4. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  5. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  6. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  7. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  8. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  9. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  10. "Hassprediger und Hofnarr"
  11. R.I.P. Martin Lohmann
  12. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  15. Drei Brücken zum Licht. Vom Zion zum Bosporus: Erneuerung der Einheit

Kritik an Bedford-Strohms Selbstkritik

15. November 2017 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Welt“-Redakteur Kamann: EKD-Chef folgert nach Selbstkritik nicht, dass er die inhaltlichen Positionen der EKD in der Flüchtlingspolitik infrage stellen könnte.


Bonn (kath.net) Die protestantischen „Hinweise und Anregungen zu einer offenen Flüchtlingspolitik und zur tatkräftigen Nächstenliebe“ sind „von nicht wenigen Menschen in Deutschland als unter Druck setzende Durchhalteparolen empfunden worden“. Dies sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, vor wenigen Tagen zu Beginn der EKD-Synode in Bonn. Das berichtete die „Welt“. Doch würden „moralische Durchhalteparolen“ nicht weiterhelfen, vielmehr sei zu fragen, wie die Kirche ihre Position zur Flüchtlingshilfe besser kommunizieren könne. Man müsse, so die „Welt“ weiter, mit den Kritikern der kirchlichen Flüchtlingspolitik auf eine Weise sprechen, dass sie „angesichts unserer Stellungnahmen nicht mit dem Gefühl zurückbleiben, ein schlechterer Mensch oder ein unzugänglicher Christ zu sein“ und danach womöglich „zum aggressiven Gegenangriff auf diejenigen übergehen, die sie als ‚Gutmenschen‘ empfinden“.


Der Autor des Artikels, „Welt“-Politikredakteur Matthias Kamann, kommentierte die Ausführungen Bedford-Strohms dann allerdings folgendermaßen: „Bemerkenswert aber war nicht nur, welch ‚gehöriges Stück Selbstkritik‘ (Bedford-Strohm) der 57-Jährige damit in seiner Rede vor dem Kirchenparlament leistete. Bemerkenswert war auch, welche Schlussfolgerung er daraus zog. Nämlich nicht die Konsequenz, dass er die inhaltlichen Positionen der EKD in der Flüchtlingspolitik infrage stellte.“

Kamann erinnerte weiter daran, dass die derzeitige Flüchtlingspolitik der EKD „keineswegs“ dem entspräche, „was die EKD in den Jahren zuvor in der Flüchtlingspolitik vorgetragen“ habe. Denn als „sich die Flüchtlingskrise in und um Syrien“ in den Jahren 2013 und 2014 „bereits dramatisch zugespitzt hatte, war von der Kirche mitnichten eine Politik der offenen Grenzen gefordert worden“. Vielmehr habe die EKD seinerzeit verlangt, „dass Deutschland und die anderen EU-Staaten große Flüchtlingskontingente konzipieren sollten, um aus den Lagern im Nahen Osten oder direkt aus Syrien heraus Hunderttausende von tatsächlich Schutzbedürftigen – vorrangig Christen, Jesiden und muslimische Familien mit Kindern und Kranken – in Sicherheit zu bringen“. Allerdings sei dies aber „von der deutschen Politik nur widerstrebend und in sehr geringem Ausmaß praktiziert“ worden, obwohl es mit Schengen vereinbar gewesen wäre.

Bedford-Strohm könnte deshalb „das Ja der EKD zur Flüchtlingspolitik von 2015 jetzt durchaus infrage stellen, ohne in Widerspruch zu kirchlichen Positionen zu geraten“. Eventuell „könnte er damit sogar Kritikern“ der Flüchtlingspolitik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel „signalisieren, dass die EKD sachliche und humanitäre Einwände gegen die Praxis der Bundesregierung ernst nehme“.

Archivfoto: EKD-Ratsvorsitzender Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  2. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  3. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  4. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  5. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  6. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  7. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  8. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  9. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“
  10. Ehe für alle – „Hier bietet man für Ungleiches die gleiche Lösung an“






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  7. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  10. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  11. "Hassprediger und Hofnarr"
  12. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  13. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  14. Papst will für 2033 Treffen aller Kirchen in Jerusalem
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz