Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  5. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  6. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  7. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  8. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  9. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  10. Jeder zweite Deutsche wünscht sich ein Leben nach dem Tod
  11. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  12. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  13. Vatikan stoppt Seligsprechungsverfahren für argentinischen Bischof Jorge Novak
  14. Glaubensbekenntnis vor Millionenpublikum: Spanische Fashion-Influencerin Susana Arcocha getauft
  15. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“

Auch Atheisten zweifeln

19. Oktober 2017 in Spirituelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wo kommt der menschliche Geist her? Das fragen sich viele Atheisten insgeheim. Denkanstöße von C. S. Lewis und anderen.


New York (kath.net/pk) Auch Atheisten zweifeln. Das stellt der amerikanische Autor Eric Metaxas in einem Beitrag für die „Christian Post“ klar. Der Zweifel sei keine Sache jener, die an Gott glauben, betont er mit Verweis auf eine neue Umfrage der Newman University.

Sie ergab, dass einer von fünf britischen Atheisten und über ein Drittel der kanadischen Atheisten folgende These bejahen: „Evolutionäre Prozesse können nicht die Existenz des menschlichen Bewusstseins erklären.“

Ein ähnliches Ergebnis ergab die Befragung von Menschen, die sich zwar nicht als Atheisten bezeichnen, jedoch auch mit keiner Glaubensgruppe identifizieren: Rund ein Drittel der Befragten in Großbritannien und in Kanada stimmte der Aussage zu, dass die Evolution nicht die Existenz des menschlichen Geistes erklären könne.

Nahezu unglaublich erscheint auch folgendes Umfrageergebnis: 31 Prozent der kanadischen Atheisten stimmten mit der Aussage überein, dass zwar Tiere einen evolutionären Prozess durchliefen, die Evolutionstheorie jedoch nicht den Ursprung menschlichen Lebens erklären könne.


Atheisten hätten grundsätzlich eine naturalistische Weltsicht, erläutert Metaxas das Außergewöhnliche dieser Umfrageergebnisse. Sie meinen, dass es außerhalb des Kosmos nichts gäbe. „Der Kosmos ist alles, was ist, was war und was je sein wird“, formulierte Carl Sagan einen atheistischen Glaubenssatz.

Metaxas zitiert in seinem Beitrag den amerikanischen Pastor Tim Keller, der in seinem Buch „The Reason for God“ alle Skeptiker und Zweifler einlädt, „ihre eigenen Zweifel anzuzweifeln“ und ihre Widerstände gegen den Glauben zu überprüfen und sie zu untersuchen auf dahinter verborgene Glaubenssätze.

Wenn der menschliche Geist nur ein Nebenprodukt von chemischen Reaktionen in unserem Schädel sei, wie könne man ihm dann zutrauen, dass er die Welt tatsächlich voll und ganz begreife? Diese Art von Zweifel könne den Zweifel selber unterminieren, argumentiert Keller, und er könne Skeptiker zu einer neuen Offenheit für Gott führen.

Schon C. S. Lewis meinte, Atheisten könnten nicht vorsichtig genug sein. Jeder Christ kenne schwankende Gefühle, die ihm den Glauben manchmal als sehr unwahrscheinlich vorspiegelten. Aber solche Gefühlszustände hätten auch Atheisten. „Als ich noch Atheist war, konnte es geschehen, dass mir das Christentum erschreckend wahrscheinlich vorkam“, bekannte Lewis in seinem Buch „Pardon, ich bin Christ“.

Darum bestehe der Glaube darin, an dem festzuhalten, was sich unserer Vernunft erschlossen hat, auch wenn unsere Gefühlslage sich ändere. „Angenommen, es gäbe keine Intelligenz hinter dem Universum, keinen schöpferischen Plan. In dem Fall hätte niemand mein Gehirn zum schöpferischen Denken geschaffen. Die Atome in meinem Gehirn würden sich – aus physikalischen oder chemischen Gründen – einfach so bewegen und arrangieren, dass es mir als Nebenprodukt das Gefühl gibt, das ich Gedanken nenne“, schreibt Lewis.

„Aber warum kann ich dann meinem eigenen Denken vertrauen, dass es wahr ist? Das ist so, als wenn man einen Kessel Milch ausschüttet und hofft, dass sie einem eine Karte von London gibt. Aber wenn ich meinem eigenen Denken nicht trauen kann, kann ich natürlich auch den Argumenten nicht trauen, die zum Atheismus führen. Darum habe ich keinen Grund, Atheist oder sonstwas zu sein. Wenn ich nicht an Gott glaube, kann ich meinem Denken nicht trauen. Darum kann ich nie das Denken benutzen, um Unglauben zu beweisen.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Atheisten

  1. Nach Atheistenprotest entfernt US-Schule eine Zehn-Gebote-Tafel
  2. „Es ist wieder soweit“
  3. Innsbrucker Theologe: Atheisten argumentieren häufig unter Niveau
  4. Ungläubige gelten als moralisch verkommen und gefährlich
  5. Nichtchristliche Kapelle als Hochzeits-Location für Atheisten
  6. US-Atheisten: Auf den Weihnachtsgottesdienst verzichten
  7. Atheisten kopieren kirchliche Bierdeckelaktion
  8. USA: Atheisten wollen Gideon-Bibeln aus Hotelzimmern verbannen
  9. 'Spaghettimonster-Kirche' verklagt das Land Brandenburg
  10. Niederlande: Erstmals mehr Atheisten als Gläubige







Top-15

meist-gelesen

  1. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  2. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  5. So nicht, Mr. Präsident!
  6. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  7. Wissenschaftler zum Grabtuch von Turin: ‚Diese Energie haben wir auf der Erde nicht‘
  8. "Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"
  9. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  10. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  11. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  12. Visitation im Stift Heiligenkreuz abgeschlossen
  13. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  14. Gleichgültigkeit und Dekadenz – Die größte Hoffnung für iranische und russische Diktatoren
  15. Kardinal Arborelius: In Schweden „weiß jeder, dass die katholische Kirche Abtreibung ablehnt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz