Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  11. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  12. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  13. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  14. Wir machen da was mit Medien
  15. Eine katholische Fake-Priesterin möchte das Töten kleiner Kinder

Christus der Herr umfängt vom Kreuz aus alle Menschen

20. August 2017 in Spirituelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Von Seiten Gottes ist jeder Mensch in unaussprechlicher Liebe zum Heil berufen. Ausschließen kann man sich nur selber." Sonntagspredigt von Josef Spindelböck


St. Pölten (kath.net/Sankt Josef) 20. Sonntag im Jahreskreis A (20.08.2017)
L1: Jes 56,1.6-7; L2: Röm 11,13-15.29-32; Ev: Mt 15,21-28

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Hier in der Pfarre Mühldorf (Wachau) befindet sich die imposante Anlage eines Kalvarienbergs. Dieser wurde ursprünglich von 1675–1680 in Unterranna angelegt, und zwar in Verbindung mit dem damals dort bestehenden Kloster der Pauliner. 1783 wurde durch Kaiser Joseph II. das Kloster aufgelöst; in der Folge verfiel auch der Kalvarienberg. Von 1985–1993 restaurierten Mitglieder und Freunde des Verkehrsvereins Mühldorf unter Anleitung von Fachleuten die gesamte Anlage. So dürfen wir an diesem Sonntag wieder hier vor der Kreuzigungskapelle die heilige Messe feiern!

Die Schriftlesungen dieses 20. Sonntags im Jahreskreis A zeigen uns, dass Gott sein Heil unter allen Völkern wirkt. Zwar sind und bleiben die Juden das von Gott zuerst erwählte Volk, doch sollen gerade auch die Nichtjuden, also die Heiden, einbezogen werden in das Geheimnis der Erwählung durch Gott. Der Apostel Paulus formuliert dies im Brief an die Römer mit dem Bild eines Ölbaumes, dessen Wurzel von Gott begründet wurde. Dieser Baum stellt das jüdische Volk dar, das zuerst erwählt wurde. Wegen ihres Unglaubens wurden aus diesem Ölbaum einige Zweige herausgebrochen und an ihrer Stelle wurden aus einem anderen, noch wilden Baum einige Zweige in diesen edlen Ölbaum eingepflanzt, sodass auch sie veredelt würden. Unter diesem Bild wird die Aufnahme der Heiden, also der Nicht-Juden, in das von Gott erwählte Volk dargestellt. Es handelt sich um das durch Jesus Christus erneuerte Israel, also die Kirche.


Der Kalvarienberg erinnert uns daran, dass wir durch das Leiden, den Tod und die Auferstehung Christi erlöst sind. Diese Erlösung gilt allen Menschen, die je gelebt haben und noch leben werden. Von Seiten Gottes ist jeder Mensch in unaussprechlicher Liebe zum Heil berufen. Ausschließen kann man sich nur selber, wenn ein Mensch sich definitiv weigert, die Erlösungsgnade im Glauben anzunehmen und daraufhin das Leben auszurichten.

Danken wir also Gott dem Herrn dafür, dass er uns als seine Kinder erwählt hat! Der renovierte und mit Fleiß und Liebe instand gehaltene Kreuzweg erinnert uns an den Glauben unserer Vorfahren. Diese haben auf ihre Weise in Verbundenheit mit Christus und der Kirche gelebt. Aus der Betrachtung der Kreuzwegstationen haben sie Kraft geschöpft für ihr Leben. Denn im Leiden und Sterben Christi strahlt uns die verborgene Herrlichkeit der Auferstehung auf.

Es ist auch für uns wichtig, dass wir den Glauben, den wir im Herzen tragen, durch äußere Zeichen zum Ausdruck bringen. Würden nur mehr die äußeren Bauwerke bestehen bleiben, dann hätten wir ein Kulturchristentum. Das aber wäre innerlich tot; es wäre wie ein Museum, wenn man die christlichen Kirchen nur mehr als Zeugen einer Vergangenheit ehren würde, zu der man heute keinen Zugang mehr hat.

Der Glaube an Jesus Christus aber ist etwas Lebendiges, denn Christus der Herr lebt als Auferstandener in der Herrlichkeit des himmlischen Vaters. Zugleich ist er auf verborgene, aber wirkliche Weise unter uns. Er ist uns nahe, wenn wir in seinem Namen versammelt sind und miteinander beten. Er ist uns nahe in seinem Wort, das uns in der Heiligen Schrift verkündet und von der Kirche ausgelegt und erklärt wird. Christus begegnet uns in seinen Sakramenten. In der heiligen Taufe wurden wir als wilde Schösslinge eingepflanzt in den guten Ölbaum des Volkes Gottes; in der heiligen Eucharistie vergegenwärtigt Gott selbst das Opfer der Hingabe seines Sohnes Jesus Christus am Kreuz. Kraft seiner Auferstehung erhalten wir im Mahl der heiligen Kommunion Anteil an seinem göttlichen Leben.

Empfehlen wir Gott dem Herrn unser Land, ja die ganze Welt! Empfehlen wir ihm in besonderer Weise die heilige Kirche und unsere Diözese St. Pölten, speziell auch die Pfarre Mühldorf-Niederranna. Gott wird alle Wege mit uns gehen. Wenn wir dieses Vertrauen haben, dann wir unsere Zukunft gesegnet sein und wir werden einst einziehen dürfen ins himmlische Jerusalem! Amen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kreuz

  1. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  2. Das Kreuz im Wappen des brasilianischen Fußballverbandes
  3. „Karfreitag. Das Kreuz steht da“
  4. Papst wird das Kreuz am Kolosseum selbst tragen
  5. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden
  6. „Der Kampf um das Kreuz geht weiter und berührt jede Generation“
  7. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  8. „Bekreuzigen Sie sich, wenn Sie an einer Kirche vorbeigehen?“
  9. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale
  10. Erstmals live übertragenes Gebet vor Turiner Grabtuch







Top-15

meist-gelesen

  1. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  2. Papst Leo lädt zum Weltjugendtag ein: „Ich freue mich darauf, euch in Seoul zu sehen!“
  3. USA: Kontenschließungen von Banken bei Lebensschutz- und konservativen Gruppen
  4. Krakauer Regens: Johannes Paul II. war Hotspot für Verbindung mit Gott
  5. US-Erzbischof Cordileone: „Die Familie: Das Abbild Gottes“
  6. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. MISSIO Österreich - Nationaldirektor Johannes Laichner legt Amt aus gesundheitlichen Gründen zurück
  9. „Neun interessante Fakten über den heiligen Johannes Paul II., die Sie wohl noch nicht kannten“
  10. Wallner: „Richten sich kirchliche Stellen bei uns nicht klammheimlich als Palliativstationen ein?“
  11. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  12. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  13. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  14. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  15. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz