Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vertrauenskrise in der Kirche
  2. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  3. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  4. „Ut unum sint“ - Wahrheit, Tradition und sichtbare Communio
  5. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  6. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  7. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  8. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Vatikan veröffentlicht die Leitlinien für den Umsetzungsweg der Synode über die Synodalität
  11. Yoga-Kongress am Geburtsort des heiligen Franz Xaver
  12. Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 ‚beunruhigend‘ und ‚verblüffend‘
  13. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  14. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  15. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“

Sister auf der Suche nach wahrer Größe

18. Mai 2017 in Kommentar, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn etwas ein religiöses Symbol ist, muss es weg? Sogar der Fischanhänger der evangelischen Lehrerin in Berlin? Gastkommentar von Sr. Barbara Offermann OP


Bethanien (kath.net/Bethanien bloggt) Ehrlich gesagt: ich bin verwirrt.

In Berlin gibt es seit 2005 das sogenannte Neutralitätsgesetz, dass es Lehrern, Polizisten und Justizangestellten verbietet, im Dienst religiöse Symbole zu tragen. Find ich nicht gut, ist aber soweit noch klar.

Da das Ziel die Neutralität ist, gilt das Gesetz gleichermaßen für die jüdische Kippa, das muslimische Kopftuch und das christliche Kreuz. Alle drei verboten. Find ich – wie gesagt – ziemlich übel, ist aber immer noch klar.

Dementsprechend wurde eine muslimische Lehramtsbewerberin nicht zugelassen und jetzt ganz aktuell musste eine evangelische Lehrerin ihre Kreuzkette abnehmen. Find ich – vielleicht erwähnte ich es schon – völlig bescheuert, und jetzt ist es auch mit der Klarheit vorbei. Denn das Gesetz erlaubt ausdrücklich das Tragen von Schmuck. Das Kreuz der Lehrerin aber war – so berichtet die Berliner Zeitung – „auffällig groߓ. Für die Zeitung ergibt sich daraus die Frage: „Aber ab wie viel Zentimeter Länge ist ein Kruzifix noch ein Schmuckstück, ab wann ein vornehmlich religiöses Symbol?“


Ja, und diese Frage, die verwirrt mich.

Ich habe extra ein Selfie gemacht, damit ihr das Kreuz sehen könnt, dass ich trage, wenn ich in Zivil bin. Im Internet fand ich das Foto einer jungen Dame, die ein etwas größeres Kreuz zu tragen hat. Vielleicht sollte man beide Bilder mal der Berliner Zeitung einschicken. Dann dürfen sie dreimal raten, welches der beiden Kreuze ein religiöses Symbol ist und welches nur Schmuck.

Der besondere Clou an der Geschichte ist einerseits die aktuelle Fortsetzung: die Lehrerin hat dann einen Fischanhänger getragen, der sofort als „Ichthys“, das geheime Erkennungszeichen der antiken Christen, identifiziert wurde. Die Schulaufsicht (!) wurde eingeschaltet, zeigte sich „alarmiert“ und kam dann zu dem beeindruckenden Fazit: „Wenn es ein religiöses Symbol ist, muss es abgenommen werden“. Tja, wenn.

Wäre ich diese Lehrerin, würde ich den Ichthys zu einem Symbol für den BUND oder den WWF erklären. Ich bin halt tierlieb, wollte immer schon einen Fisch haben, hab aber ne Wasserallergie – oder so ähnlich.

Wenn es ein religiöses Symbol ist, muss es weg??? Und wenn die Bildungssenatorin hysterisch wird (Stichwort „auffallend großes Kreuz“)? Muss sie dann nicht vielleicht auch, bitte, gehen?

Die muslimische Lehramtsanwärterin hat übrigens eine Entschädigung zugesprochen bekommen. Das ganze Neutralitätsgesetz ist nämlich verfassungswidrig (katholisch.de; 17.5.2017). Aber das nur am Rande.

Schwester Barbara Offermann (Foto) gehört zu den Dominikanerinnen von Bethanien und ist dort für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich. Sie engagiert sich u.a. in den Bethanien Kinderdörfern und in der Pfarrgemeinde.

Foto: Modell einer Ordensfrau und ein umgehängtes Kreuz


Foto (c) Sr. Barbara Offermann OP


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kreuz

  1. „Karfreitag. Das Kreuz steht da“
  2. Papst wird das Kreuz am Kolosseum selbst tragen
  3. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden
  4. „Der Kampf um das Kreuz geht weiter und berührt jede Generation“
  5. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  6. „Bekreuzigen Sie sich, wenn Sie an einer Kirche vorbeigehen?“
  7. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale
  8. Erstmals live übertragenes Gebet vor Turiner Grabtuch
  9. Die Hand Jesu – Eine Betrachtung in einer außergewöhnlichen Fastenzeit
  10. „Ich war ein Baum. Ich wurde zum Kreuz“






Top-15

meist-gelesen

  1. „Leo macht Schluss mit ‚Doppelstandards‘: Warum der deutsche Synodale Weg ins Stocken gerät“
  2. „Puff für alle“: Entsetztes Kopfschütteln über Sexualkunde-Aufgabe an katholisch geprägtem Gymnasium
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  5. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  6. 'Gut' gebrüllt, Löwe?
  7. Komm, o Geist der Heiligkeit! Aus des Himmels Herrlichkeit!
  8. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  9. 'Ich denke, dass Gott der Größte ist! Er kann alle Türen für uns öffnen'
  10. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  11. Nach Gipfelkreuzschändung: 18-Jähriger stellt neues selbstgebautes Kreuz auf
  12. Trend unter jungen New Yorkern: Gemeinsam zur Sonntagsmesse gehen
  13. „Synodenbericht präsentiert einen toxischen ‚Paradigmenwechsel‘“
  14. Unternehmer Guido Quelle: „Ich bin aus der evangelischen Kirchengemeinschaft ausgetreten“
  15. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz