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‚Atheismus war ein Fehler’

16. Februar 2017 in Chronik, 7 Lesermeinungen
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Wer Religion ablehnte, galt in akademischen Kreisen als gebildet und hellsichtig. Der Atheismus habe ihm in seinen besten Jahren aber nur Leere und Sinnlosigkeit gebracht, sagt Mark Bauerlein.


Atlanta (kath.net/jg)
Rückblickend betrachtet seien die drei Jahrzehnte, die er als Atheist gelebt habe, ein Fehler gewesen, der ihm in seinen besten Jahren nur Leere eingebracht habe, sagt der Literaturprofessor Mark Bauerlein.

Im Alter von 17 Jahren hatte Bauerlein den Glauben verloren. In der akademischen Welt, in welcher er Karriere machte, war sein Atheismus nie fehl am Platz, erinnert er sich. Atheist zu sein, sei in seinen Kreisen selbstverständlich gewesen und habe als Zeichen von Bildung und tieferer Einsicht gegolten.

Der Verlust des Glaubens sei für ihn keine befreiende Erfahrung gewesen, sondern das Gegenteil. Was immer er unternehmen würde, welchen Erfolg er auch würde – angesichts des grenzenlosen Nichts einer Welt ohne Gott sei letztlich alles sinnlos. Atheismus war für ihn eine intellektuelle Errungenschaft, die gleichzeitig alle weiteren Ziele wertlos machte.

Als er später drei Jahre in Washington D.C. arbeitete, war sein Vorgesetzter eine starke Persönlichkeit und lehrte ihn viel über Menschenführung. Dieser Mann bewegte sich souverän in der Welt der Kunst, Literatur und Politik und war scheinbar nicht auf Gott angewiesen. Als Bauerlein ihn besser kennenlernte, erfuhr er, dass sein Vorgesetzter ein praktizierender Katholik war. Im Laufe der Zeit lernte er weitere Intellektuelle kennen, die fest im Glauben verwurzelt waren.

Dabei stellte er Fehler und Unzulänglichkeiten in der Argumentation atheistischer Autoren fest. Insbesondere störte ihn die Verachtung, mit der Autoren wie Bertrand Russel und Richard Dawkins über Religionen und gläubige Menschen urteilten. Die überhebliche Gewissheit, mit der sie ihre Position vertraten, schien ihm zunehmend ein Ausdruck des Bemühens zu sein, von ihrem mangelnden Verständnis für religiöse Themen abzulenken.

Bauerlein kam schließlich zu der Einsicht, dass der Atheismus intellektuelle Schwachstellen habe. Ein Freund brachte ihm die katholische Kirche nahe, in die er 2012 aufgenommen wurde. Er ist Professor für Englisch an der Emory University in Atlanta und leitender Redakteur des Magazins First Things.


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Lesermeinungen

 chiarajohanna 16. Februar 2017 
 

@Ehrmann - Danke ein guter Beitrag !!!

Sie haben vollkommen recht:
Es sind ja gar keine Argumente!!!
Es ist ja nur (leerer) Spott,
eine Pfeilspitze, die verletzen will.
Ein Lachen, das den Anderen
ins Lächerliche ziehen will:
Alles Dinge, die örtlich
von der Oberfläche aus agieren
und in sich keine Substanz haben.

Und nirgendwo tiefe "Argumente",
oder ein ernsthaftes Ansinnen,
sich mit dem Glauben des Anderen
respektvoll auseinander zu setzen!

So habe ich das noch gar nicht gesehen: "Es sind ja keine Argumente"
Vielen Dank !


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 Henry_Cavendish 16. Februar 2017 
 

In Teilen verstehe ich das nicht #2/2

... [Fortsetzung] wenn man über den Hebel "Politik und Gesetze" mir Teile eines Glaubens, die sich nicht ohne Gottesbezug vernünftig erklären lassen, überstülpen will. Dies, muss ich sagen, empfinde ich, wie oben geschildert, als würde man mich (wieder) wie ein Kind/ Jugendlicher behandeln. Und dann gehe ich auf die Barrikaden bzw. unterstütze eine möglichst starke politische Gegenbewegung. Denn auch wenn ich ansonsten wenig mit Preußen und Friedrich d.G. anfangen kann, aber den Satz: "Möge jeder nach seiner Facon selig werden" halte ich für fundamental richtig.
Zumal, das mag ich nicht verhehlen, ich gerade das Dreieck Evangelikale - Politik - "Geist des Kapitalismus" kritisch sehe - gerade mit Blick auf die USA.
Ebenso sehe viele Forderungen/ Ideen/ Meinung zum Thema Muslime. Zuviel davon scheint mir ein Vehikel, mit dem morgen die Rechte der Muslime und übermorgen die von Agnostikern/ Atheisten aber auch Katholiken oder Hindus oder ... eingeschränkt werden.


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 chiarajohanna 16. Februar 2017 
 

@Hortensie - Alles hat seine Ursache

Descartes sagt:Ich denke, also bin ich
Freud sagt: Religion ist Opium!

Bei solchen Vor-Denkern
darf man sich nicht wundern,
wenn (in ihnen selbst) kein Platz
mehr für den persönlichen Glauben
bleibt! Das wäre soweit in Ordnung,
nur dürfen sie andere Menschen nicht angreifen oder gar lächerlich machen,
nur, weil sie selber nix haben,
während der Gläubige alles hat.

Vielleicht gibt es im Unbewussten
eine hilflose Verzweifelung darüber selbst nicht so glauben zu können?
Und vielleicht wird man deswegen
so angegriffen?

Nur dann, käme der NEID ins Spiel!
Und dieser Neid wäre dann Triebkraft
und Pfeilspitze zu sagen:

"Hirnverbrannte Vollidioten"
oder den Anderen auszulachen

nachdem er sich "eigens BEMÜHT" hat,
Glaubenssache zu erklären!

Normal ist es doch so, das man den Mitmenschen achtet + respektiert,
auch in persönlichen Glaubensdingen.

Solche Grenzübergriffe kenne ich auch,
von atheistisch (buddh)Therapeuten,
während einer stationären Therapie!
Folge>Trauma


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 Henry_Cavendish 16. Februar 2017 
 

In Teilen verstehe ich das nicht #1/2

Ich bin Agnostiker. Aber ich habe das nie als "intellektuelle Errungenschaft" betrachtet. Ebensowenig kann ich sagen, ich hätte irgendwann "den Glauben verloren", denn auch wenn man micht getauft, etc. hat so war das ein soziales Ritual für mich - wie auch der Zwang, sonntags/ am Wochenende oder zu Feiertagen eine Messe zu besuchen. So, wie man zu (langweiligen) Geburtstagen von älteren Verwandten reist oder ein-, zweimal im Jahr irgendwelche Tanten und Onkel besucht.
Will sagen: Für mich ist Agnostiker sein nichts erlerntes, keine Willensentscheidung. Es ist eine Tatsache wie meine Augenfarbe oder Körpergröße - ich bin offensichtlich so veranlagt. Ich glaube schlicht nicht.
Daher käme mir auch nicht in den Sinn, Gläubigen Menschen eine intellektuelle Minderleistung zu attestieren.
Wohl aber - und das erzeugt bei mir Reibung! - wehre ich mich, wenn man mich missionieren will oder ... [Teil 2]


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 Ehrmann 16. Februar 2017 

Wenn Argumente nur aus Spott und Verlachen bestehen, sind es doch keine

und oft verbirgt sich im Spott eine innere Sehhnsucht, aber auch die Angst, von anderen verspottet zu werden. Allerdings zeigt die Rasanz, mit der sich der de-facto-Atheismus in unserer Kirche ausbreitet bei so manchen bereits eindeutige Entzugssymptome, sodaß sie sich nicht mehr scheuen, sich ihre Sehnsucht nach Gott einzugestehen - nur finden sich zu wenige Arbeiter im Weinberg des Herrn, die ihnen Antwort geben wollen.


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 Hortensie 16. Februar 2017 

Sie haben keine Ahnung..

Wie sehr warte ich darauf, dass unsere Intellektuellen in der Schweiz auch zum Glauben finden würden. Der Atheismus ist so sehr verbreitet.
Mein Nachbar ein Lehrer, lacht mich regelmässig aus, wenn ich ihm ein kirchliches Fest erklären möchte.
Meine Nachbarn die vorher dort wohnten nannten Gläubige: Hirnverbrannte Vollidioten.
Sie haben keine Ahnung was ihnen entgeht.
Aber solche Leute unterrichten unsere Kinder.
Man kann nur beten, dass ihnen die Augen und das Herz noch geöffnet werden.


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 Quirinusdecem 16. Februar 2017 
 

Was bleibt...

Leider sind unsere Konfessionen (katholisch, evangelisch) dabei, atheistisch zu werden. Die Sinnlosigkeit und Beliebigkeit werden immer mehr zum Erscheinungsbild und der Gottesbezug wird barmherzig wegrationalisiert...


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