Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  11. Was eine Messe wiegt
  12. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  13. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  14. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  15. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus

Renommierter Kirchenrestaurator tritt aus der Kirche aus

10. Dezember 2016 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wulf Bennert stört der linkslastige und islamfreundliche Kurs der EKD - Vorgehen der EKD erinnert an „Gesinnungsschnüffelei des DDR-Regimes“


Hopfgarten (kath.net/idea) Einer der renommiertesten Restauratoren von Kirchen und Baudenkmalen in Deutschland, Prof. Wulf Bennert (Hopfgarten bei Weimar), ist aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Der 74-Jährige begründete seinen Schritt mit dem linkslastigen und islamfreundlichen Kurs der Kirche. Seiner Entscheidung sei ein „schmerzhaftes“ Ringen vorausgegangen, schreibt er in einem Brief an die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann (Erfurt). Schließlich sei die evangelische Kirche ein wesentlicher Inhalt seines Lebens gewesen. So habe er sich bereits zu DDR-Zeiten als Synodaler in der thüringischen Landeskirche engagiert und sei Vorsitzender eines Gemeindekirchrates gewesen. Zudem habe er in den vergangenen drei Jahrzehnten mehrere Hundert Kirchengebäude in ganz Deutschland restauriert. Außerdem setzte Bennerts 1990 gegründete Firma weltberühmte Gebäude wie das Brandenburger Tor in Berlin, die Wartburg in Eisenach und Schloss Neuschwanstein instand.


Vorgehen der EKD erinnert an „Gesinnungsschnüffelei des DDR-Regimes“

Anlass für den Kirchenaustritt seien Beschlüsse der jüngsten EKD-Synode in Magdeburg gewesen. So habe die Synode den Rat der EKD unter anderem darum gebeten, die politischen Ansichten in Kirchengemeinden überprüfen zu lassen, um so Antisemitismus, Homophobie und Islamfeindlichkeit auf die Spur zu kommen. Bennert: „Es ist für mich nicht hinnehmbar, dass Kirchensteuern dazu verwendet wurden – und in Zukunft noch umfangreicher verwendet werden sollen –, um die politischen Einstellungen der Gemeindeglieder systematisch zu untersuchen.“ Das erinnere ihn „in fataler Weise an die Gesinnungsschnüffelei des DDR-Regimes“. Mit ihrem Motto „Klare Kante gegen rechts“ und ihrer einseitigen Verurteilung der AfD verbreitere die EKD zudem den tiefen Graben, der sich inzwischen durch Deutschland ziehe.

Kirche soll sich nicht wie eine Partei gebärden

Ein weiterer Grund für seinen Kirchenaustritt sei die Entscheidung des EKD-Ratsvorsitzenden, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), während seiner Israel-Reise im Oktober gewesen, das Kreuz beim Besuch des Tempelbergs und der Klagemauer abzulegen, so Bennert. Er wolle kein Mitglied einer Kirche sein, „deren höchster Repräsentant ohne Not das zweitausendjährige, die gesamte Christenheit einigende Symbol des Kreuzes verleugnet“. Er gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass sich die evangelische Kirche irgendwann nicht mehr wie eine politische Partei gebärde, sondern sich wieder auf die Verkündigung des Evangeliums konzentriere. Dann wolle er gern wieder eintreten, so Bennert.

Lieberknecht: Dieser Austritt trifft die Kirche ins Mark

Verständnis für Bennerts Entscheidung äußerte die frühere Ministerpräsidentin von Thüringen, Christine Lieberknecht (CDU), gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die Pastorin kennt ihn seit über 30 Jahren. Die Politikerin mahnte die Kirche, sich ernsthaft mit den von Bennert vorgebrachten Beschwernissen auseinanderzusetzen: „Wenn sich ein so engagierter und zu allen Zeiten kritisch fragender Christ an Praktiken der DDR-Führung erinnert fühlt, dann muss das für die Kirche Anlass zu kritischer Selbstreflexion sein. Denn solche Austritte treffen sie ins Mark.“ Derartige Entscheidungen seien Ergebnis eines aufseiten der EKD fragwürdigen theologischen Verständnisses davon, was Aufgabe von Kirche sei, sowie ihres „traurigen seelsorgerlichen Versagens“.

Symbolbild: Fragezeichen und Kreuz



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  3. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  4. Was auch immer Synodalität sein soll
  5. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  6. Europa „entseuchen“?
  7. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  8. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  9. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  10. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  11. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  12. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  13. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  14. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  15. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz