04 Dezember 2016, 07:55
Exorzisten haben mehr zu tun
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Exorzismus'
Pressedienst der Italienischen Bischofskonferenz: Von den 404 Priestern des Exorzisten-Verbands und 124 Hilfskräften arbeiteten allein 240 Priester und 62 Helfer in Italien.

Rom (kath.net/ KAP)
Mangelberuf Teufelsaustreiber: Den weltweit rund 400 speziell ausgebildeten katholischen Priestern im Internationalen Exorzisten-Verband AIE steht eine wachsende Zahl von Klienten gegenüber, wie der Pressedienst der Italienischen Bischofskonferenz (Samstag) meldete. Die steigende Nachfrage hänge mit immer verbreiteteren okkulten und satanistischen Praktiken zusammen.

Werbung
christenverfolgung


Erschwerend kommt dem Bericht zufolge hinzu, dass die Kämpfer gegen das Böse auf dem Globus ungleich verteilt sind: Von den 404 Priestern des Exorzisten-Verbands und 124 Hilfskräften - geschulten Laien - arbeiteten allein 240 Priester und 62 Helfer in Italien. Das europaweit zweithöchste Aufgebot hat demnach Polen mit 120 Teufelsaustreibern, die allerdings nicht dem Verband angehören, sondern der nationalen Bischofskonferenz zugeordnet sind.

In Deutschland und Österreich sind laut den Angaben jeweils drei Exorzisten der internationalen Vereinigung tätig, in der Schweiz zwei. In ganz Afrika zählt der Verband gerade einmal sechs Mitglieder, zwei davon in Simbabwe.

Hinsichtlich der Berufsstandards sei "eine ernsthafte und ständige Bildung" nötig, sagte Verbandspräsident Francesco Bamonte dem Pressedienst. Um die kirchlichen Regeln - etwa auch zur Zusammenarbeit mit Medizinern und Psychologen - in der Praxis zu vertiefen, erarbeitet die 2014 vom Vatikan anerkannte Vereinigung mit Sitz in Rom dem Bericht zufolge eigene Leitlinien.

Über die Zahl der Personen, die sich wegen mutmaßlicher Besessenheit an einen Exorzisten wenden, gebe es keine verlässlichen Angaben, hieß es weiter. Zeichen für dämonisches Wirken seien eine spontane Kenntnis fremder Sprachen, das Wissen um verborgene Dinge, unerklärliche Körperkräfte und Abscheu gegenüber allem Heiligen.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!










Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben


 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

Einen andern Grund kann niemand legen, als den, der gelegt ist: Jesus (74)

Deutschland: Zahl der Kirchenaustritte steigt um 29 Prozent (51)

Möchte Bischof Kräutler eine "amazonisch-katholische" Sekte? (44)

„Seenotrettung im Mittelmeer: nicht Seenotrettung, sondern Migration“ (44)

Ex-Chefredakteur des ‚Catholic Herald’: Amazonien-Synode absagen (39)

Rackete: "Asyl kennt keine Grenze!" (35)

P. Martin SJ: Papst hat viele ‚pro-LGBT’ Kardinäle, Bischöfe ernannt (35)

„Wer meint, dass die DBK einen Sonderweg gehen müsse, der irrt“ (33)

Wahrheitssuche in der Kirchenkrise (32)

Thema "Messstipendien" im Pfarrblatt (27)

Klimahysterie pur - Keine Kinder mehr! (24)

„Wie sagt man nochmal ‚römische Zentralisierung‘ auf theologisch?“ (19)

„Warum man den Islam nicht kritisieren darf, es aber durchaus sollte…“ (18)

Ökumenische Eucharistiefeier – ein Gedanke von epochaler Dummheit (17)

"Wir wollen unschuldig sein" (17)