Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. Es gibt keine zweite Chance mehr
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  9. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  10. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  11. Technisch brillant, geistig obdachlos
  12. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  13. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  14. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  15. "Ich glaube, dass ich glaube"

'Wer Lutherrock/Bischofsgewand trägt, darf auf Kreuz nicht verzichten'

15. November 2016 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Evangelische Pfarrerin: Christen sterben hier eher, als dass sie ihr Kreuz verraten


Jerusalem (kath.net/idea) Bei Christen in Jerusalem stößt eine Entscheidung im Zusammenhang mit einer ökumenischen Pilgerreise im Oktober auf Kritik. Dort hatten der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (beide München), bei einem Besuch am muslimischen Felsendom und an der jüdischen Klagemauer ihr Kreuz abgelegt. Laut Bedford-Strohm entsprach er damit der Bitte von Mitarbeitern der zuständigen Verwaltung. In einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (14. November) wird die Generalsekretärin der in Jerusalem ansässigen christlichen Einrichtung „Ecumenical Fraternity“ (Ökumenische Gemeinschaft), die evangelische Pfarrerin Petra Heldt, mit den Worten zitiert, dass es zwar keine festen Regeln gebe, wie sich Christen an den heiligen Plätzen verhalten sollen, aber wenn man „mit Lutherrock und Bischofsgewand auf dem Berg ist, dann muss man das Kreuz anbehalten und gehen, wenn man Anstoß erregt“.


Heldt sagte weiter: „Hier im Osten der Religionskriege sterben Christen eher, als dass sie ihr Kreuz verraten.“ Wenn der Wakf – eine jordanische Stiftung, die den Tempelberg kontrolliert – von Frauen der Delegation verlangt habe, Kopftuch zu tragen, dann dürfte das beim nächsten Mal Regel werden. Bei dem Besuch am Felsendom hatte unter anderen die stellvertretende EKD-Ratsvorsitzende, Präses Annette Kurschus (Bielefeld), ihr Haar bedeckt.

Petra Bahr: „Mehr Mut zum Kreuz“

Die Hauptabteilungsleiterin für Politik und Beratung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung, Pfarrerin Petra Bahr (Berlin), schreibt in der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ unter der Überschrift „Mehr Mut zum Kreuz“, dass es verkürzt sei, die Abnahme des Kreuzes als „Unterwerfung“ unter den Islam zu sehen: „Diejenigen, die diese Bilder in Kauf nehmen, müssen sich aber solcher Verkürzungen bewusst sein.“ Es seien nicht nur „Rechte“, die es befremdlich fänden, „wenn hochrangige Geistliche zwar Soutane und Lutherrock anhaben, also sichtbar als Christen an den heiligen Stätten von Juden und Muslimen auftreten, das Kreuz aber ablegen“. Es wäre, so Bahr, eine gute Gelegenheit gewesen, deutlich zu machen, dass das Kreuz eben nicht das Siegeszeichen über Menschen, sondern der Triumph über den Tod sei. Wer nicht mit den gewalttätigen Kreuzzüglern in Verbindung gebracht werden wolle, sollte gerade nicht auf das Kreuz verzichten. Es sei als Zeichen des Leidens des Gottessohnes das Zentralsymbol der Christen.

Link zum Foto der Delegation im (muslimischen) Felsendom auf dem Tempelberg – Homepage der Deutschen Bischofskonferenz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kreuz

  1. „Karfreitag. Das Kreuz steht da“
  2. Papst wird das Kreuz am Kolosseum selbst tragen
  3. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden
  4. „Der Kampf um das Kreuz geht weiter und berührt jede Generation“
  5. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  6. „Bekreuzigen Sie sich, wenn Sie an einer Kirche vorbeigehen?“
  7. Nicaragua: „Kirche in Not“ verurteilt Brandanschlag auf Kathedrale
  8. Erstmals live übertragenes Gebet vor Turiner Grabtuch
  9. Die Hand Jesu – Eine Betrachtung in einer außergewöhnlichen Fastenzeit
  10. „Ich war ein Baum. Ich wurde zum Kreuz“






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  4. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  5. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  6. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  7. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  8. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  9. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  10. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  11. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  12. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  13. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  14. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  15. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz