Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  4. Katholische Kirche in Island hilft Menschen mit homosexuellen Neigungen enthaltsam zu leben
  5. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  6. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  7. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  8. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  9. Beschließen ohne zu entscheiden?
  10. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  11. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  12. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  13. Die Nazi-Projektion
  14. Frankreich: Neues Gesetz bestraft Versuch, von Suizidhilfe abzuhalten
  15. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an

IGFM: Saudi-Arabien ist mit dem ‚Islamischen Staat‘ vergleichbar

27. September 2015 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Land ist in die Beratergruppe des UN-Menschenrechtsrates gewählt worden.


Frankfurt am Main/Riad (kath.net/ idea)
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/Franfurt am Main) hat die Wahl Saudi-Arabiens in die Beratergruppe des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen scharf kritisiert. Dies sei „grotesk, aber gleichzeitig bezeichnend für die strukturellen Unzulänglichkeiten der Vereinten Nationen“, sagte der IGFM-Nahostexperte Max Klingberg auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Dass Saudi-Arabien überhaupt einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat erhalten konnte, nannte er „eine Farce“. „Die Ernennung ist den Regierungen geschuldet, die eine effektive Menschenrechtsarbeit der Vereinten Nationen verhindern wollen“, so Klingberg. Er fragt: „Wen werden sie als nächstes benennen? Die Islamische Republik Iran? Oder Nordkorea?“


Werden in Saudi-Arabien mehr Menschen enthauptet als beim IS?

Klingberg verweist auf die geplante Enthauptung und anschließende Kreuzigung des 21-jährigen Oppositionellen Ali al-Nimr, der zum Zeitpunkt seiner Verhaftung erst 17 war. Die Behörden haben al-Nimr vorgeworfen, bei einer Demonstration eine Schusswaffe und einen Molotow-Cocktail bei sich gehabt haben. Der junge Mann beteuerte, dass sein Geständnis durch Folter erpresst wurde. Er gehört zur schiitischen Minderheit des Landes, die vom islamisch-sunnitischen Königshaus systematisch diskriminiert werde. Klingberg zufolge ähnelt die Brutalität des Regimes dem Vorgehen der Terrororganisation „Islamischer Staat“.

Nach allem, was bekannt geworden sei, habe Saudi-Arabien in den vergangenen zwölf Monaten möglicherweise mehr Menschen enthauptet als der IS. Auspeitschungen, Amputationen, Steinigungen und Kreuzigungen seien fester Bestandteil des saudischen Rechtssystems. Frauen und Christen würden rigoros unterdrückt. Klingberg warnt: „Bei allem berechtigten Entsetzen über den IS darf nicht vergessen werden, dass andere Islamische Staaten – wie Saudi-Arabien, der Iran oder Pakistan – seiner Ideologie und seinem Rechtssystem viel näher stehen, als den meisten Menschen klar ist.“

Christliche Symbole und Kirchen sind verboten

In Saudi-Arabien ist der Islam Staatsreligion. Ihm gehören 99 Prozent der rund 29 Millionen Einwohner an. Christliche Symbole, der Kirchenbau und die Ausübung des christlichen Glaubenssind verboten. Die Christen finden sich meist unter den mehr als acht Millionen Gastarbeitern, vor allem aus Asien.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Saudi-Arabien

  1. Saudi-Arabien: 15 Jahre Haft für Verbreitung von ‚Apostasie, Unglauben und Atheismus’
  2. Vatikan-Diplomat mahnt in Saudi-Arabien zu Menschenrechte-Schutz
  3. Kardinal: Westen muss Saudis zu Menschenrechte-Einhaltung zwingen
  4. Wien: Umstrittenes König-Abdullah-Zentrum soll geschlossen werden
  5. Wirtschaftskrise am Golf drückt Zahl der Christen
  6. Vatikan: Abkommen mit Saudi Arabien ermöglicht Errichtung von Kirchen
  7. Saudi-Kronprinz rüttelt an Verhüllungspflicht für Frauen
  8. Saudischer Kronprinz empfängt libanesischen Patriarchen Rai
  9. Besuch Kardinal Rais in Saudi-Arabien wird mit Spannung erwartet
  10. König-Fahd-Akademie in Bonn wird schließen







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Vier von sieben: Die unglaubliche Berufungs-Geschichte der Familie Morrison
  4. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  5. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  6. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  7. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  8. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"
  9. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  10. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  11. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  12. Die Nazi-Projektion
  13. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  14. Abtreibungs-Aktivisten greifen Profemina-Beratungszentrum an
  15. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz