Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  2. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  3. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  4. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  5. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  6. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  7. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  8. Dümmer geht nimmer!
  9. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  10. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  11. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  12. R.I.P. Ennio Morricone
  13. Der synodale Weg funktioniert nicht
  14. Eine wahre Pandemie der Pseudomoral
  15. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!

IGFM: Saudi-Arabien ist mit dem ‚Islamischen Staat‘ vergleichbar

27. September 2015 in Chronik, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Land ist in die Beratergruppe des UN-Menschenrechtsrates gewählt worden.


Frankfurt am Main/Riad (kath.net/ idea)
Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/Franfurt am Main) hat die Wahl Saudi-Arabiens in die Beratergruppe des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen scharf kritisiert. Dies sei „grotesk, aber gleichzeitig bezeichnend für die strukturellen Unzulänglichkeiten der Vereinten Nationen“, sagte der IGFM-Nahostexperte Max Klingberg auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Dass Saudi-Arabien überhaupt einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat erhalten konnte, nannte er „eine Farce“. „Die Ernennung ist den Regierungen geschuldet, die eine effektive Menschenrechtsarbeit der Vereinten Nationen verhindern wollen“, so Klingberg. Er fragt: „Wen werden sie als nächstes benennen? Die Islamische Republik Iran? Oder Nordkorea?“


Werden in Saudi-Arabien mehr Menschen enthauptet als beim IS?

Klingberg verweist auf die geplante Enthauptung und anschließende Kreuzigung des 21-jährigen Oppositionellen Ali al-Nimr, der zum Zeitpunkt seiner Verhaftung erst 17 war. Die Behörden haben al-Nimr vorgeworfen, bei einer Demonstration eine Schusswaffe und einen Molotow-Cocktail bei sich gehabt haben. Der junge Mann beteuerte, dass sein Geständnis durch Folter erpresst wurde. Er gehört zur schiitischen Minderheit des Landes, die vom islamisch-sunnitischen Königshaus systematisch diskriminiert werde. Klingberg zufolge ähnelt die Brutalität des Regimes dem Vorgehen der Terrororganisation „Islamischer Staat“.

Nach allem, was bekannt geworden sei, habe Saudi-Arabien in den vergangenen zwölf Monaten möglicherweise mehr Menschen enthauptet als der IS. Auspeitschungen, Amputationen, Steinigungen und Kreuzigungen seien fester Bestandteil des saudischen Rechtssystems. Frauen und Christen würden rigoros unterdrückt. Klingberg warnt: „Bei allem berechtigten Entsetzen über den IS darf nicht vergessen werden, dass andere Islamische Staaten – wie Saudi-Arabien, der Iran oder Pakistan – seiner Ideologie und seinem Rechtssystem viel näher stehen, als den meisten Menschen klar ist.“

Christliche Symbole und Kirchen sind verboten

In Saudi-Arabien ist der Islam Staatsreligion. Ihm gehören 99 Prozent der rund 29 Millionen Einwohner an. Christliche Symbole, der Kirchenbau und die Ausübung des christlichen Glaubenssind verboten. Die Christen finden sich meist unter den mehr als acht Millionen Gastarbeitern, vor allem aus Asien.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Stiller 5. Oktober 2015 
 

Zum Thema selbst: Saudi Arabien

Ich schrieb es hier schon mehrfach, konnte es auch lesen ähnlich z.B. in 'Cicero', in 'Die Zeit', in der 'Frankfurter Allgemeine', in 'Die Welt', dass eben der Staat Saudi Arabien Terror ausübt - gegenüber seinen eigenen Bürgern, gegenüber Andersgläubigen als sunnitischen Wahabiten, gegenüber anderen Gesellschaften wie z.B. Irak und Syrien, dem Jemen.

Was nun legitim ist oder sein soll, mit welchem Selbstverständnis hier eine Herrscherclique Herrschaft ausübt - ich urteile, wie hier sicher viele urteilen.

Dass aber gleichzeitig die sog. demokratischen Staaten (des sog. Westens) beste Beziehungen mit dieser Herrscherclique pflegt um des Öls und damit des westlichen Wohlstands willen, das können wir beschreiben, uns erregen, nichts aber ändern.

Das Perfide ist: Dieses System ist stabilisierende Grundlage einer Weltordnung, die so gewollt zu sein scheint.

Fragen Sie Obama, fragen Sie Hollande, Fragen Sie Merkel! Und viele andere...


0

0
 
 Stiller 5. Oktober 2015 
 

@hortensius

Ich weiß ja nicht, über welche Medien Sie sich informieren.
'Lügenpresse' ist jedenfalls nicht die rechte Bewertung dessen, was die Presselandschaft in Deutschland bietet.

Mir ist diese Bewertung zu pegidäisch.

Ich lebe bewusst in einem Land, in dem jede und jeder sagen und denken kann, was sie oder er will - nicht unwidersprochen. Aber gerade das zeichnet aus, was Freiheit ist!

Sich Informieren ist aber immer auch ein sich Anstrengen, ein Abwägen, ein Urteilen und ein sich immer wieder auch selbst infrage Stellen.


0

0
 
 H.v.KK 30. September 2015 
 

H.v.KK

Den wahabitischen Gewaltherrschern ein derartiges Forum zu bieten ist geradezu obszön!


0

0
 
 Kleine Blume 28. September 2015 
 

Barmherzigkeit Christi contra Steinigung/Kreuzigung etc.

"Auspeitschungen, Amputationen, Steinigungen und Kreuzigungen seien fester Bestandteil des saudischen Rechtssystems." (Zitat siehe oben.)

Denken wir an den barmhherzigen Umgang Jesu mit der Ehebrecherin (ohne die Sünde zu verharmlosen)!

Und sehen wir im Kontrast dazu ein "Rechts"system, das auf Gerechtigkeit OHNE Jesus Christus setzt!

Und werden wir uns bewusst, was wir im (ehemals) christlichen Abendland zu verlieren haben!


2

0
 
 hortensius 28. September 2015 
 

Lügenpresse

Der Zusammenhang zwischen der Abschottung Saudi-Arabiens vor moslemischen Flüchtlingen und der angebotenen Finanzierung von 300 Moscheen hier sowie der Wahl Saudi-Arabiens in die Menschenrechtsgruppe der UN ist zwar offensichtlich, er ist aber bei unseren Medien kein Thema. Der Ausdruck "Lügenpresse" ist schon allein durch Auslassungen gerechtfertigt, nicht nur durch unzutreffende mMldungen.


4

0
 
 Egon47 28. September 2015 
 

Invasion statt Flucht

"christliche Symbole, der Kirchenbau etc... sind in Saudi-Arabien verboten" - und in Deutschland wollen sie 200 Moscheen bauen, selbst aber keine Glaubensbrüder aufnehmen! Und wer das in Europa beim Namen nennt, wird in die rechte Ecke gestellt.

Ohnmächtig sehen wir zu und hoffen, das beten hilft - trotzdem sollten wir in (öffentlichen) Diskussionen auf den Zusammenhang hinweisen. Vielleicht werden dadurch doch einige zum Nachdenken angeregt.


7

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Saudi-Arabien

  1. Kardinal: Westen muss Saudis zu Menschenrechte-Einhaltung zwingen
  2. Wien: Umstrittenes König-Abdullah-Zentrum soll geschlossen werden
  3. Wirtschaftskrise am Golf drückt Zahl der Christen
  4. Vatikan: Abkommen mit Saudi Arabien ermöglicht Errichtung von Kirchen
  5. Saudi-Kronprinz rüttelt an Verhüllungspflicht für Frauen
  6. Saudischer Kronprinz empfängt libanesischen Patriarchen Rai
  7. Besuch Kardinal Rais in Saudi-Arabien wird mit Spannung erwartet
  8. König-Fahd-Akademie in Bonn wird schließen
  9. Grüne und Linke verurteilen Hinrichtungen in Saudi-Arabien
  10. Saudi-Arabien verbietet Zeitschrift wegen Papstfoto








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. Dümmer geht nimmer!
  3. Rundumschlag statt geistige Auseinandersetzung
  4. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  5. Benedikt XVI. wird nicht am Begräbnis von Georg Ratzinger teilnehmen!
  6. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  7. Der synodale Weg funktioniert nicht
  8. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  9. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  10. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  11. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  12. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  13. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  14. #alllivesmatter - Unser kath.net-Sommer-T-Shirt 2020
  15. „Das Bekenntnis zur Wahrheit betrachtete Kardinal Meisner als heilige Pflicht“

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz