Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  9. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  10. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  11. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“
  12. Wir machen da was mit Medien
  13. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  14. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

Haseloff: Deutschland braucht mehr Kinder!

21. April 2015 in Familie, 27 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt verlangt Kurswechsel in Familienpolitik: „Die Politik muss endlich anerkennen, dass das Thema Familie das existenzielle Problem unserer Nation ist.“


Magdeburg (kath.net/idea) Stärkere Anreize der Politik, damit in Deutschland mehr Kinder geboren werden, fordert der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU). Man brauche eine Geburtenquote pro Frau von 2,1 oder 2,2 Kindern anstelle der bisherigen 1,4. „Es geht um das Überleben unserer Gesellschaft“, sagte der Katholik der Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin). Haseloff: „Die Politik muss endlich anerkennen, dass das Thema Familie das existenzielle Problem unserer Nation ist.“ Deutschland sei der am höchsten entwickelte Sozialstaat der Welt: „ Aber das nützt uns nichts, wenn die Demografie am Ende langfristig alle Errungenschaften zunichtemacht.“ Die bisherigen familienpolitischen Leistungen in Höhe von über 200 Milliarden Euro jährlich entfalteten „keine klare Wirkung pro Kind“. Sie seien lediglich ein Nachteilsausgleich. Der CDU-Politiker: „Unter rein ökonomischen Gesichtspunkten ist die Gründung einer Familie nicht attraktiv. Jeder Lebensentwurf ohne Kinder ermöglicht einen höheren Lebensstandard, eine höhere Rente und mehr Freiheit.“ Andererseits dürften nicht nur finanzielle Aspekte eine Rolle spielen: „Das Glück, Kinder zu haben, ist sowieso unbezahlbar.“ Der 61-Jährige sagte, er erlebe seine eigene Familie – er hat zwei Kinder und vier Enkelkinder – „als einen wunderbaren stabilen Schutz- und Lebensraum“.


Sechs Euro mehr sind zu wenig: Das Kindergeld stärker erhöhen

Die von der Bundesregierung im März beschlossene Anhebung des Kindergelds von vier Euro in diesem Jahr und um weitere zwei Euro im nächsten Jahr hält Haseloff für nicht ausreichend. Er schlägt stattdessen ein zweistelliges Plus vor: „Das wäre ein Signal für die Eltern.“ Ferner plädiert Haseloff für einen Kurswechsel. Die Familienpolitik müsse „vom Kind her gedacht“ werden. Die Wirtschaft müsse Arbeitnehmer mit Kindern stärker bei den Arbeitszeiten entlasten. Der Markt allein schaffe nicht automatisch familienfreundliche Rahmenbedingungen. Die Wirtschaft setze allein auf Zuwanderung, doch dadurch gefährde sie die wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern. Handlungsbedarf sieht Haseloff auch bei den Steuern: „Unser Steuersystem erkennt nicht ausreichend an, welche Kosten die Familien zu tragen haben.“

25.000 Euro als „Familiendarlehen“ in Sachsen-Anhalt

Der CDU-Politiker würdigte – mit Einschränkungen – die Familienpolitik der DDR. Die Lebensverhältnisse seien zu seiner Heirat 1976 sehr dürftig gewesen. Doch der Staat habe jungen Familien einen guten Start ermöglicht. Zur Hochzeit hätten Ehepaare einen Kredit über 5.000 Mark gehalten. Für das erste Kind seien 1.000 Ostmark erlassen worden, für das zweite weitere 1.500. Habe ein Ehepaar drei Kinder bekommen, sei der gesamte Kredit gutgeschrieben worden. Diese Politik sei ein klares Signal gewesen: „Bekommt Kinder. Es lohnt sich!“

Unterdessen hat Haseloff in Sachsen-Anhalt ein Programm zur Stärkung der Familien aufgelegt. Ehepaare und Alleinerziehende mit Kindern, die nach Sachsen-Anhalt umziehen, können ein zinsloses „Familiendarlehen“ über 25.000 Euro erhalten. Das Geld kann für die Umzugskosten, die Wohnungseinrichtung oder die Kinderbetreuung verwendet werden.

Link zum Interview in voller Länge: Reiner Haseloff: „Familie ist das existenzielle Problem unserer Nation“.

Foto Ministerpräsident Haseloff © Land Sachsen-Anhalt


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns
  4. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  5. Zwischen Wölfen und Brüdern
  6. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  7. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  8. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  9. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  10. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  3. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  4. Wir machen da was mit Medien
  5. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  6. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  7. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  8. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  9. Fatima-Tag in Berlin
  10. Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen
  11. Die Liebe als Mitte des Glaubens: Das Gebot, das den ganzen Menschen umfasst
  12. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  13. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  14. Impuls für Körper und Geist: Kirchensportler empfehlen das Jesus-Gebet
  15. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz