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Sind Vulkanausbrüche ein Zeichen für die Endzeit?

22. April 2015 in Chronik, 10 Lesermeinungen
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Evangelische Theologen zur Prophezeiung eines wissenschaftlichen Gremiums


Gießen/London (kath.net/idea) Ein schwerer Vulkanausbruch könnte noch in diesem Jahrhundert weite Teile der Menschheit vernichten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gremium von Geologen, Klimaforschern und Wirtschaftswissenschaftlern der Europäischen Wissenschaftsstiftung laut einem Bericht der Londoner Zeitung „The Times“. Während ein Ausbruch dieser Größenordnung noch vor zwei Jahrhunderten nur einige zehntausend Menschen getötet hätte, seien aufgrund der dichten Besiedlung heute mehrere hundert Millionen in Gefahr. Eine solche Eruption würde zusammen mit den darauf folgenden Klimaveränderungen nach Meinung der Stiftung die Menschheit in einen „vorzivilisatorischen Zustand“ zurückwerfen. Aber inwieweit decken sich solche wissenschaftliche Voraussagen mit biblischen Endzeitprophetien, bei denen auch Vulkanausbrüche eine Rolle spielen?


Keine zeitlichen Endzeitprognosen möglich

Der evangelikale Theologe Cleon Rogers (Gießen), hält es für unangemessen, mit biblischen Texten vulkanische Aktivitäten erklären zu wollen. Rogers lehrt an der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH), dem Bibelseminar Bonn und dem Theologischen Seminar Rheinland (Altenkirchen/Westerwald). Wie er der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) sagte, haben zwar Vulkanausbrüche laut biblischen Endzeitberichten schwere Auswirkungen auf die ganze Welt. Allerdings komme dies nicht durch geologische Aktivitäten, sondern aufgrund von Gottes Eingreifen zustande. Dies zeige sich einmal in der Präsenz Gottes, wie in 2. Mose 19, als der Berg Sinai rauchte und bebte, oder wie in Hesekiel 32 als ein Zeichen von Gottes Gericht. Es ließen sich aber keine Endzeitvoraussagen auf Basis der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse treffen.

Vulkanische Aktivitäten sind Zeichen von Gottes Gericht

Gleichzeitig gibt Rogers zu bedenken: „Vulkanische Aktivitäten wurden in der damaligen Zeit oft als Bilder gebraucht, um ein Gericht Gottes zu symbolisieren, dem niemand entfliehen kann.“ Dieses Gericht müsse dann aber nicht notwendigerweise durch Vulkanausbrüche hereinbrechen. Für Rogers sind die biblischen Vorhersagen des Gerichts ein Zeichen von Gottes Gnade: „Das ist der Grund, warum wir alle heute Gott um Vergebung und seine Gnade bitten sollten, weil wir nicht wissen, was die Zukunft bereithält.“

Trost der Wiederkunft Jesu

Skeptisch äußerte sich auch der evangelikale Theologe Rolf Hille (Heilbronn) mit Bezug auf das Neue Testament: „In Matthäus 24,7 nennt Jesus ‚Hungersnöte und Erdbeben hier und dort’, aber keine Vulkanausbrüche. Insgesamt handelt es sich jedoch bei solchen apokalyptischen Ankündigungen um exemplarisch genannte Katastrophen, deren Aufzählung keine Vollständigkeit beansprucht. Diese Beschreibungen haben die Aufgabe, Menschen, die vom Unheil betroffen sind, durch den Hinweis auf die Wiederkunft von Jesus Christus zu trösten und zum Durchhalten zu ermutigen.“

Hille: Wachsam und nüchtern bleiben

Zwar sei es legitim und nötig, auf die „Zeichen der Zeit“ zu achten, so Hille gegenüber idea. Dies müsse aber mit Weisheit und Augenmaß geschehen: „Da Jesus das definitive Ende der Welt gerade nicht datiert, erinnern die Zeichen daran, dass wir wachsam bleiben und gleichzeitig zurückhaltend nüchtern sein sollen, wenn apokalyptische Spekulationen ausgestreut werden.“


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Lesermeinungen

  24. April 2015 
 

Maria Graf betete den Rosenkranz

Der Stall war im Winter immer feucht, die Tiere wurde krank und starben. Es war eine Wasserader unter dem Stall.

Nach einiger Zeit des Rosenkranzgebets wurde der Stall trocken und die Tiere blieben gesund.

Betet und vertraut auf den Herrn, er hat unser Leben in der Hand und kann alles verändern.

Wovor sollen wir uns fürchten?


0
 
 anjali 22. April 2015 
 

Vulkane

Ich fuerchte mich viel mehr fuer Atombomben.


0
 
 elmar69 22. April 2015 
 

@ASchell

Sicherlich ist es sinnvoll, dort zu warnen, wo vorbeugende Maßnahmen sinnvoll realistisch sind.

Wenn in den nächsten 1000 Jahren in der Eifel ein Vulkan ausbrechen wird, braucht man da heute allerdings nicht sonderlich viel in Schutzmaßnahmen investieren.

Bei den Groß-Katastrophen, die zu globaler Verwüstung führen, gibt es aber wohl ehr keine realistische Vorsorge.


1
 
  22. April 2015 
 

@elmar69

Vielleicht sollten Wissenschaftler den Menschen keine Angst machen, aber sehr wohl sollten sie davor warnen, was passieren könnte. Wenn sie das nämlich nicht täten, würden vermutlich kaum Anstrengungen unternommen, Menschen zu schützen. Wie auch - es würde ja niemand wissen, wovor man uns schützen sollte.

Daher finde ich es gerechtfertigt, wenn Wissenschaftler vor Vulkanausbrüchen warnen und auch darauf hinweisen, dass Vulkane nun mal mit einer gewissen Regelmäßigkeit ausbrechen. Klar, die Warnung ist nicht hinreichend für Schutz. Aber sie ist zumindest förderlich, denn es wäre doch ein ziemlicher Zufall, wenn ohne zweckgerichtete Planung plötzlich ein Schutz gegen den Ausbruch eines Vulkans da wäre.


3
 
 elmar69 22. April 2015 
 

Angst

Wissenschaftler sollten den Menschen nicht damit Angst machen, was alles passieren könnte.

Vor rund 200 Jahren hatte in Asien ein Vulkan den Europäern das "Jahr ohne Sommer" gebracht. War sicherlich schlimm, aber von einem "Weltuntergang" weit entfernt.

Wenn sich vulkanische Aktivitäten in längeren Zyklen wiederholen, ist das nicht immer der exakt gleiche Abstand.

Wenn z.B. die Eifel-Vulkane etwa alle 10000 Jahre ausbrechen und der letzte Ausbruch schon 10000 Jahre her ist bedeutet dies keinesfalls, dass der nächste Ausbruch unmittelbar bevorsteht, es gibt nur eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass dies in den nächsten 1000 oder 2000 Jahren passieren wird.


3
 
 Rolando 22. April 2015 
 

Endzeit

Jeder sollte seine EIGENE Endzeit im Blick haben, dann brauchts keine Spekulation.


10
 
 j@cobus 22. April 2015 
 

Wahscheinlichkeit

Es steht uns nicht zu, über die Endzeit zu spekulieren. Weder Jesus noch die Engel wissen, wann die Endzeit kommt.

Die Berechnung über Vulkanausbrüche beruhen auf geringe Wahrscheinlichkeiten. Heute kann man z.B. häufiger beobeachten, wie Astroiden of den Jupiter oder Saturn stürzen. Vorzeichen der Endzeit? Dort ist die Gravitationskraft höher als auf Erden, sonst wäre kein Menschenleben auf Erden durch eine höhere Gravitationskonstante möglich.


3
 
 Karlmaria 22. April 2015 

Die Endzeit beginnt ja mit den apokalyptischen Strafen

Zur Zeit ist es ja so dass sich kein vernünftiger Christ nach diesen apokalyptischen Strafen sehnt. Es wird einmal so schlimm zugehen dass die Christen Gott bitten werden, diese Strafen kommen zu lassen. Wie man leicht sieht sind wir davon noch weit entfernt!


1
 
 Karlmaria 22. April 2015 

Irgendwelche Voraussagen über die Endzeit sind nicht möglich

Weil der Zeitpunkt wo das kommt durch Gebet und Opfer hinausgezögert wird. Deshalb betet betet betet und bringt Opfer!


2
 
 Schimmelreiter 22. April 2015 

Menschliche Kleingeister

Solange es die Ankündigung der Wiederkunft gibt, versuchen Menschen sie zu berechnen und jeder entnimmt der Zeit, in der er lebt, die entsprechenden Anzeichen für die baldige Wiederkunft. Vermutlich, weil das alle Widrigkeiten des Lebens irgendwie erträglicher macht. Aber am Ende versuchen wir doch nur, das Unfaßbare in menschlichen Kategorien zu fassen. Ich persönlich wäre enttäuscht, wenn es so einfach und banal wäre. Wie heißt es doch im Elias - der Herr war nicht im Sturmwind, er war nicht im Feuer, aber im stillen, sanften Säuseln nahte sich der Herr.
Vulkane, besonders Supervulkane sind schon ausgebrochen, bevor es Menschen gab.


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