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Bischof Fürst: Durch Leid und Tod hindurch Leben in Fülle

2. April 2015 in Deutschland, keine Lesermeinung
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„Das Bekenntnis, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, ist die höchst aktuelle Zeitansage an uns Menschen heute“. In der Sterbebegleitung könne dies „vor einer Haltung der Machbarkeit bewahren, die den Menschen zum verfügbaren Objekt degradiert.


Rottenburg (kath.net/drs) Mit der christlichen Osterbotschaft hat der Mensch nach Überzeugung des Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst (Foto), alle Chancen auf ein Leben in Fülle durch Leid und Tod hindurch. „Das Bekenntnis, dass der Tod nicht das letzte Wort hat, ist die höchst aktuelle Zeitansage an uns Menschen heute“, betonte Bischof Fürst vor dem Osterfest. Wer in dieser Glaubensgewissheit Menschen bis zum Ende begleite, der vermittle den Sterbenden Vertrauen in Gottes Lebenszusage über den irdischen Tod hinaus. „Dies kann vor einer Haltung der Machbarkeit bewahren, die den Menschen zum verfügbaren Objekt degradiert.“


Die christliche Botschaft schreibe jedem einzelnen Menschen eine unverlierbare und in gottgeschenkter Unsterblichkeit gründende Würde zu, sagte der Bischof. Darauf werde die Diözese Rottenburg-Stuttgart bis zum Herbst mit einer Kampagne besonders hinweisen. Den Auftakt dazu macht die ökumenische „Woche für das Leben“, die in diesem Jahr unter dem Leitwort steht „ Sterben in Würde - Herr, dir in die Hände“. Bis Oktober, wenn der Bundestag über Fragen der Sterbehilfe entscheidet, wird die Diözese das Thema auf verschiedene Weisen in den Blick nehmen.

Bischof Fürst lud vor dem Osterfest dazu ein, sich für das Leben mit all seinen Höhen und auch Tiefen zu öffnen. „Der christliche Auferstehungsglaube kann Kraft verleihen, immer wieder neu und ohne selbst gesetzte Bedingungen Ja zum Leben zu sagen“, so Bischof Fürst. Wer christlich glaube, bemesse Lebenswert nicht nach Kriterien des Arbeitserfolgs, der Leistungsfähigkeit, der Gesundheit oder des persönlichen Glücksempfindens. „Als Menschen sind wir auf Erlösung verwiesen, und die kann kein noch so dickes Arbeits- und Leistungspensum geben, sondern nur Gott.“ Die Erlösungszusage an die Welt habe Gott in Tod und Auferstehung Jesu Christi eingelöst.

PRO LIFE: EWTN-Gespräch mit Bischof Dr. Gebhard Fürst über Lebensschutz u.a.


Foto Bischof Fürst (c) Diözese Rottenburg-Stuttgart


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