Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  11. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  12. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert

Politik und Kirchen fassungslos über Tat des Germanwings-Piloten

26. März 2015 in Aktuelles, 144 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Copilot des am Dienstag in Frankreich abgestürzten Germanwings-Flugzeugs hat den Absturz der Maschine offenbar absichtlich herbeigeführt. Regierungsspitzen, Kirchenvertreter und Trauer-Experten reagieren entsetzt.


Berlin (kath.net/KNA) Zwei Tage nach dem Absturz der Germanwings-Maschine über den französischen Alpen ist Deutschland weiterhin zutiefst betroffen. Die Nachricht, dass der Copilot die Maschine offenbar absichtlich hat abstürzen lassen, führte am Donnerstag zu Fassungslosigkeit. «So etwas geht über jedes Vorstellungsvermögen hinaus», sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

Mit «jähem Entsetzen und tiefer Trauer» blickte der Deutsche Bundestag auf die Katastrophe, wie Bundestagspräsident Norbert Lammert in Berlin sagte. Er erinnerte besonders an die «vielen jungen, sehr jungen Menschen», die bei dem Unglück ums Leben gekommen seien. In diesen unbeschreiblich schweren Tagen wünsche er den Angehörigen Kraft und auch Zuversicht, diese Herausforderung zu bewältigen. Deutschlandweit fand eine Schweigeminute statt.

Das Bundeskabinett hatte bereits am Mittwoch seine Sitzung mit einer Schweigeminute im Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich begonnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) war im Anschluss mit der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) an den Absturzort nahe Barcelonnette in Alpes-de-Haute-Provence gereist.


Kraft beklagte am Donnerstag eine in Teilen der Medien rücksichtslose Berichterstattung. Hinterbliebene der Absturzopfer hätten sich bei ihr über das aufdringliche und gefühllose Verhalten von Journalisten beschwert. «Über dieses Verhalten der Medien werden wir noch reden müssen», sagte Kraft. Sie sprach am Düsseldorfer Flughafen mit Angehörigen der Opfer, die zum Unglücksort fliegen wollten. Dabei habe sie versucht zu trösten und darauf vorzubereiten, was die Angehörigen am Unglücksort erwarte.

Auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick zeigte sich fassungslos über die jüngsten Erkenntnisse zum Flugzeugabsturz. «Als wäre alles nicht schon schlimm genug!», schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter. «Was müssen die Angehörigen leiden?»

Nach Einschätzung der Trauerbegleiterin Mechthild Schroeter-Rupieper werden die neuesten Erkenntnisse auch bei den Hinterbliebenen der Opfer zu weiterer Fassungslosigkeit führen. «Die Frage nach dem Warum wird noch größer», sagte die Trauer-Expertin der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Gelsenkirchen. Die Trauer mancher Angehöriger könne in Wut und Hass umschlagen und den tiefen Trauergefühlen den Raum nehmen.

Die Profil-Seite des Copiloten im Sozialen Netzwerk Facebook ist mittlerweile deaktiviert, nachdem Nutzer «Hass-Nachrichten» darauf veröffentlicht hatten. «Der Co Pilot der German Wings hat 150 Menschen kaltblütig in den Tod gerissen», ist darauf noch immer zu lesen. Auch riefen Nutzer eigens mehrere «Hass-Seiten» ins Leben.

Die Linienmaschine der Lufthansa-Tochter war am Dienstagvormittag auf ihrem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in Südfrankreich abgestürzt. Dabei kamen alle 144 Passagiere sowie die sechs Besatzungsmitglieder ums Leben.



Foto: (c) Germanwings

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Unglück

  1. Bischof von Córdoba: Nach dem Zugunglück wurden Priester nicht zu Schwerverletzten durchgelassen
  2. Papst trauert um Opfer der Brandkatastrophe in der Schweiz
  3. Schweiz: Bischöfe beten für Opfer der Brandkatastrophe in Skiort
  4. Unwetter in Tschechien: Bischof von Brünn besuchte Katastrophenregion
  5. Salzburg: Auto rast in Kirchgänger, Kind tot
  6. Steiermark: Trauer um tödlich verunglückten Pfarrer
  7. Flugzeugabsturz: Unter den Opfern auch kirchliche Mitarbeiter
  8. Kirche lädt zum Gebet für Opfer des Brückeneinsturzes in Genua
  9. Orkan „Friederike“ beschädigt Kirchtürme und Dächer
  10. Mann in Kirche von Stein erschlagen: Ermittlung in Florenz läuft







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  3. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  4. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  5. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  6. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  7. Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
  8. Der Heilige und das Tier
  9. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  10. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  11. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  12. Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
  13. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  14. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  15. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz