Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  2. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  3. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  4. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  5. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  6. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch
  7. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  8. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Besorgniserregende antidemokratische und gewaltaffine Haltungen bei jungen Muslimen
  11. Die Menschenwürde hat keinen Reisepass
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  14. ‚Jedes Knie soll sich beugen‘: Erzbischof Fisher ruft zum Knien vor der Eucharistie auf
  15. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“

Pazifist Bretschneider hat Verständnis für bewaffneten Kampf gegen IS

15. März 2015 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Initiator von „Schwerter zu Pflugscharen“ sprach auf der Leipziger Buchmesse.


Leipzig (kath.net/ idea)
Einer der bekanntesten Pazifisten Deutschlands, der Initiator der Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“, Oberkirchenrat i.R. Harald Bretschneider (Dresden), hat Verständnis dafür geäußert, dass die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) mit Waffengewalt bekämpft wird. „Ja, ich sehe ein, dass in bestimmten Situationen Unrecht, das zum Heulen ist, mit Waffen bezwungen werden muss“, sagte er am 14. März bei einer Veranstaltung der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf der Leipziger Buchmesse.

Das menschenverachtende Vorgehen des IS gehöre dazu. Er könne auch nichts gegen den bewaffneten Kampf von rund 2.000 syrischen Christen gegen den IS sagen. Allerdings rät er Bischöfen in der Region davon ab, gezielt zu einem Waffengang aufzurufen: „Ich würde das nicht tun.“ Bretschneider gab auch zu bedenken, dass viele Waffen, die in der Vergangenheit vom Westen in den vorderen Orient geliefert wurden, in die Hände der Terroristen gefallen seien und dass damit nun auch Christen getötet würden.


Mehr „Gott sei Dank“, weniger „Um Himmels willen“

Mit Blick auf die deutsche Wiedervereinigung vor 25 Jahren mahnte der Theologe zu mehr Dankbarkeit: „Wir in unserem Volk sollten mehr ‚Gott sei Dank’ sagen als ‚Um Himmels willen’.“ Die Deutschen sollten sich vergegenwärtigen, was ihnen damals geschenkt und was ihnen erspart wurde. Aber bereits ein Blick in die Bibel zeige, dass es nach großen Befreiungen immer auch „wüste Zeiten gab, in denen gemeckert und geklagt wurde, wenn nicht alles sofort da war“.

Heute werde mitunter auf sehr hohem Niveau gejammert. Zum Zeitfenster zwischen der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 sagte er, dieser schnelle Weg sei der einzig mögliche gewesen: Hätte man dieses Fenster nicht genutzt, wäre die Entwicklung nicht besser, sondern zerstrittener geworden.

Ein Bibelwort brachte die DDR ins Wanken

Bretschneider hatte während des Kalten Krieges als sächsischer Landesjugendpfarrer in der DDR die weltweit bekannt gewordene Friedenskampagne „Schwerter zu Pflugscharen“ initiiert. Anfang der achtziger Jahre begann er, Aufnäher und Lesezeichen mit dem Bibelwort zu drucken und unter jungen, friedensbewegten Christen in der DDR zu verteilen. Er wählte den Druck auf Textil, weil – anders als bei Papier – dafür keine Druckgenehmigung durch die Behörden notwendig war. Insgesamt seien rund 300.000 Exemplare produziert worden. Mit der Aktion wurde er zum Aushängeschild der Friedensbewegung in der DDR – und zum Feind der Staatsführung. Die Staatssicherheit hatte mehr als 60 Inoffizielle Mitarbeiter (IM) auf den Theologen angesetzt. Ihm wurde unter anderem Wehrkraftzersetzung vorgeworfen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  2. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  3. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  4. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  5. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  6. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  7. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  8. Ahmad Mansour: ‚Islamismus ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die Menschenleben kostet‘
  9. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  10. BILD: ‚Die Islamisten werden immer mehr – und die Regierung tut NICHTS dagegen’






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG nur noch bis 22. JUNI!!!
  2. Das Beichtgeheimnis: Festgeschrieben für die Ewigkeit?
  3. Die Alte Messe braucht die Piusbruderschaft nicht
  4. Erzbistum Washington entlässt Exorzisten wegen Äußerungen zu UFOs und Dämonen
  5. Östereichische Bischofskonferenz: Lackner bleibt Vorsitzender, Scheuer wieder Vize
  6. Kardinal Woelki: In der Eucharistie schenkt sich Christus selbst
  7. Polen: Fußballer Bartosz Sobczyk gab seine Karriere auf, um Priester zu werden
  8. Aus der Liebe geboren, zur Einheit berufen - Ein Leib, ein Geist, eine Sendung
  9. Papst: „Ich bin zutiefst berührt, dass Sie darüber sprechen können“
  10. Eduard Habsburg: Alte Messe ist ‚absolute Antithese zur heutigen Welt‘
  11. Kurienerzbischof Pozzo: „Die beiden Formen des Römischen Ritus nicht gegeneinander ausspielen“
  12. Neuer Trend in den USA: Abkehr von nüchternen Kircheninnenräumen
  13. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Bischof Algermissen: kfd-Positionspapier zu § 218 StGB ist nicht katholisch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz