Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Pazifist Bretschneider hat Verständnis für bewaffneten Kampf gegen IS

15. März 2015 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Initiator von „Schwerter zu Pflugscharen“ sprach auf der Leipziger Buchmesse.


Leipzig (kath.net/ idea)
Einer der bekanntesten Pazifisten Deutschlands, der Initiator der Friedensbewegung „Schwerter zu Pflugscharen“, Oberkirchenrat i.R. Harald Bretschneider (Dresden), hat Verständnis dafür geäußert, dass die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) mit Waffengewalt bekämpft wird. „Ja, ich sehe ein, dass in bestimmten Situationen Unrecht, das zum Heulen ist, mit Waffen bezwungen werden muss“, sagte er am 14. März bei einer Veranstaltung der Evangelischen Nachrichtenagentur idea auf der Leipziger Buchmesse.

Das menschenverachtende Vorgehen des IS gehöre dazu. Er könne auch nichts gegen den bewaffneten Kampf von rund 2.000 syrischen Christen gegen den IS sagen. Allerdings rät er Bischöfen in der Region davon ab, gezielt zu einem Waffengang aufzurufen: „Ich würde das nicht tun.“ Bretschneider gab auch zu bedenken, dass viele Waffen, die in der Vergangenheit vom Westen in den vorderen Orient geliefert wurden, in die Hände der Terroristen gefallen seien und dass damit nun auch Christen getötet würden.


Mehr „Gott sei Dank“, weniger „Um Himmels willen“

Mit Blick auf die deutsche Wiedervereinigung vor 25 Jahren mahnte der Theologe zu mehr Dankbarkeit: „Wir in unserem Volk sollten mehr ‚Gott sei Dank’ sagen als ‚Um Himmels willen’.“ Die Deutschen sollten sich vergegenwärtigen, was ihnen damals geschenkt und was ihnen erspart wurde. Aber bereits ein Blick in die Bibel zeige, dass es nach großen Befreiungen immer auch „wüste Zeiten gab, in denen gemeckert und geklagt wurde, wenn nicht alles sofort da war“.

Heute werde mitunter auf sehr hohem Niveau gejammert. Zum Zeitfenster zwischen der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 und der deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 sagte er, dieser schnelle Weg sei der einzig mögliche gewesen: Hätte man dieses Fenster nicht genutzt, wäre die Entwicklung nicht besser, sondern zerstrittener geworden.

Ein Bibelwort brachte die DDR ins Wanken

Bretschneider hatte während des Kalten Krieges als sächsischer Landesjugendpfarrer in der DDR die weltweit bekannt gewordene Friedenskampagne „Schwerter zu Pflugscharen“ initiiert. Anfang der achtziger Jahre begann er, Aufnäher und Lesezeichen mit dem Bibelwort zu drucken und unter jungen, friedensbewegten Christen in der DDR zu verteilen. Er wählte den Druck auf Textil, weil – anders als bei Papier – dafür keine Druckgenehmigung durch die Behörden notwendig war. Insgesamt seien rund 300.000 Exemplare produziert worden. Mit der Aktion wurde er zum Aushängeschild der Friedensbewegung in der DDR – und zum Feind der Staatsführung. Die Staatssicherheit hatte mehr als 60 Inoffizielle Mitarbeiter (IM) auf den Theologen angesetzt. Ihm wurde unter anderem Wehrkraftzersetzung vorgeworfen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islamismus

  1. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  2. Warnung vor Unterwanderung des Westens: ‚Hört auf, Feigheit mit Toleranz zu verwechseln‘
  3. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  4. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  5. Vereinigte Arabische Emirate schränken staatliche Förderung für Studieren in Großbritannien ein
  6. Mansour: Terrorschlag in Australien ist „logische Konsequenz einer global entfesselten Hassdynamik“
  7. Manuel Ostermann, Vize-Vorsitzender der Polizeigewerkschaft: „Die Kriminalität explodiert“
  8. Integrationsbeauftragte warnt: Politik, Verwaltung in Neukölln teilweise von Islamisten unterwandert
  9. Skandal: ZDF bestätigt, dass langjähriger palästinischer Mitarbeiter der Hamas angehörte
  10. Ahmad Mansour: ‚Islamismus ist eine ernstzunehmende Bedrohung, die Menschenleben kostet‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  3. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  4. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  5. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  6. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  7. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  8. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  9. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  10. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  11. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  12. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  13. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  14. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz