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Bremer Polizei verhaftet syrische Christen wegen Islamismusverdachtes

11. März 2015 in Deutschland, 11 Lesermeinungen
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An den sechs unschuldigen aramäischen Christen ging dies nicht ohne Schaden vorbei: Vier von ihnen nehmen seither Medikamente wegen Angstzuständen, zwei mussten wegen gesundheitlicher Probleme sogar ins Krankenhaus eingeliefert werden.


Bremen (kath.net) „Mehr Christentum geht nicht“, versicherte Mario Hanna aus Bremen gegenüber dem NDR, über seine Familie. Die syrischen Christen betonen, dass sie sogar die Sprache Jesu sprechen. Trotzdem wurden der 29-Jährige, seine Frau, seine Eltern und seine Schwiegereltern Ende Februar nach einer Besichtigung des Bremer Doms wegen Islamismusverdachtes verhaftet. Als sie wieder in ihr Auto steigen wollten, waren plötzlich sechs Maschinengewehre auf sie gerichtet. Die Familie passte offenbar zufällig in ein Fahndungsraster der Polizei, die wegen islamistischer Terrordrohung in erhöhter Alarmbereitschaft gewesen war. Die Polizei suchte nach einem französischen Mercedes-Lieferwagen mit französischen Kennzeichen und genau mit so einem Gefährt war die Familie unterwegs gewesen. Der Wagen gehört dem in Frankreich lebenden Bruder von Hanna.


Hanna erläuterte gegenüber dem NDR: „Wir hatten alle Papiere dabei, sowohl am Spiegel als auch am Zündschlüssel hängen Kreuze. Wir sind Christen, haben mit dem Islamismus nichts zu tun“. Hanna wurde während des Polizeigewahrsams kein Kontakt mit seinem Anwalt erlaubt.

Noch schlimmer war, dass der Vater von Hanna, der mit einem Spenderherz lebt, regelmäßig Medikamente nehmen muss, was ihm im Polizeigewahrsam nicht möglich war. Nach mehreren Stunden musste der Vater mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht werden. Seine Ehefrau, die an einer Schilddrüsenkrankheit leidet, regte sich so auf, dass sie mit Atemnot und Schmerzen in Herz- und Brustgegend reagierte, auch sie wurde noch am selben Abend in das Krankenhaus gefahren, wie der NDR berichtete. Vier der sechs zu Unrecht Verhafteten müssen derzeit Medikamente gegen Angstzustände nehmen.

Hannas Anwalt Florian Burgsmüller spricht u.a. von einem schweren Rechtsverstoß: „Bei den Polizisten sehe ich in jedem Fall einen eklatanten Verstoß gegen das Rechtsstaatsprinzip. Meinem Mandanten ist fortwährend der Kontakt zu einem Anwalt verwehrt worden.“


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