Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  5. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  6. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  7. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  11. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?

Familienverband skeptisch über 'Aufklärung im Kindergarten'

10. November 2014 in Familie, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Von Bildungsministerin Heinisch-Hosek angestoßene Debatte "entbehrlich", da bereits jetzt vorgesehen sei, auf Kinderfragen einzugehen


Wien (kath.net/KAP) Skepsis hinsichtlich einer "Aufklärung im Kindergarten" hat der Katholische Familienverband der Erzdiözese Wien (KFVW) geäußert. Sexualaufklärung benötige ein hohes Maß an Vertrauen, damit Kinder mit ihren Fragen "herausrücken", heißt es in einer Aussendung der Verbands-Vorsitzenden Mechtild Lang am Donnerstag. Aufklärung finde daher "am besten in der Familie" statt. Kindergartenpädagoginnen könnten dabei "im besten Fall nur eine unterstützende Rolle einnehmen", meinte Lang.

Sie hält es für wichtig, die Fragen der Kinder altersadäquat zu beantworten. Alles andere habe im Kindergarten noch keinen Platz. Lang wies darauf hin, dass dies bereits jetzt geschehe. Im aktuellen Bildungsrahmenplan für Kindergärten wird die "Entwicklung eines positiven, unbefangenen Verhältnisses zur Sexualität und zur eigenen Geschlechtsidentität" als Ziel definiert, "sachrichtige Antworten auf kindliche Fragen" seien dafür erforderlich.


Angesichts dessen zeigt man sich beim KFVW über die derzeitige, von Bildungsministerin Heinisch-Hosek angestoßene Diskussion "verwundert" und hält sie für "entbehrlich". "Kinder entscheiden mittels ihrer Fragen selbst, wann sie für dieses Thema bereit sind." Somit erledige sich jede weitere Diskussion über weiterführende Aufklärungsarbeit im Kindergarten von selbst, erklärte Lang. Wichtiger sei eine Sensibilisierung der Kinder im Blick auf möglichen Missbrauch. Kindern solle Selbstvertrauen vermittelt werden, "damit sie ihre Grenzen aufzeigen und keine Scheu haben, sich Eltern oder Pädagoginnen anzuvertrauen".

Österreicher eher für späte Aufklärung

Nur knapp die Hälfte der Österreicher sehen Aufklärung laut einer aktuellen Studie als Aufgabe für Bildungseinrichtungen, berichtete die Tageszeitung "Die Presse" am Mittwoch. Ganze zwölf Prozent der Befragten wollten Sexualerziehung bereits ab dem Kindergarten, 36 Prozent ab der Volksschule, 41 Prozent mit spätestens zehn Jahren und elf Prozent erst ab 14.

Olaf Kapella vom Institut für Familienforschung der Uni Wien und Mitglied eines WHO-Gremiums, das Sexualerziehung ab der Geburt empfiehlt, hält stetes Begleiten für wichtig. Sexualität umfassend zu erklären sei nicht nötig, sagte er in der "Presse". Von sich aus an Kinder herantragen sollten Eltern und Pädagogen aber Themen wie Körperteile, Gefühle und Wahrnehmung. "Kinder brauchen eine Sprache für Sexualität, keine Details über Geschlechtsverkehr." Besorgte Eltern, die fürchten, ihre Kinder würden im Kindergarten "sexualisiert", sollten einbezogen werden. "Es geht darum, bei Themen, die ohnehin da sind und von den Kindern kommen, Fragen zu beantworten und Orientierung zu geben", so Kapella.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erziehung

  1. Deutschland verdummt
  2. Was tun, wenn Kinder streiten?
  3. Wahlfreiheit für junge Eltern – der Pakt für junge Familien
  4. Die AfD will Kinder vor Frühsexualisierung schützen
  5. Hessen: Kritik am Sexualkundelehrplan nimmt zu
  6. Die Kritik am neuen Lehrplan zur Sexualerziehung hält an
  7. Kanadischer Psychologe: In der Erziehung (liebevoll) autoritär sein
  8. Sachsen-Anhalt: DEMO FÜR ALLE verurteilt Werbung für sexuelle Vielfalt
  9. Demo für Alle ruft zur 'Weckruf-Demo' nach München
  10. Erzieht Kinder! Setzt Grenzen!






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  7. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  8. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  9. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  10. Die große Täuschung
  11. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  12. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  15. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz