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Die Gemeinschaft '12 Stämme' zeigt den Enthüllungs-Reporter an4. August 2014 in Deutschland, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Vorwurf: Manipulierte Filmaufnahmen über körperliches Züchtigen
Klosterzimmern (kath.net/idea) Die christliche Gemeinschaft Zwölf Stämme hat den Enthüllungs-Reporter angezeigt, dessen heimliche Filmaufnahmen das körperliche Züchtigen von Kindern dokumentierten. Sie waren der Anlass dafür, dass im September mehr als 100 Polizisten und Sozialarbeiter 41 Jungen und Mädchen zwischen 18 Monaten und 17 Jahren aus den Anwesen der Gemeinschaft in Klosterzimmern (Deiningen bei Nördlingen) und Wörnitz (bei Ansbach) holten und in Heime und zu Pflegeeltern brachten. Die Behörden sahen eine Gefahr für das Wohl der Kinder. Bei einer Pressekonferenz am 1. August in Klosterzimmern erläuterten Mitglieder der Gemeinschaft die Anzeige gegen den RTL-Reporter Wolfram Kuhnigk. Die mit versteckter Kamera gemachten Aufnahmen seien manipuliert worden, bevor sie den Behörden vorgelegt wurden. Das ergebe sich aus den Zeitstempeln im Rohmaterial, die nicht mit dem Aufenthalt des Journalisten bei den Zwölf Stämmen übereinstimmten. Dem Internetportal spiegel-online zufolge führt Kuhnigk die unterschiedlichen Zeiten auf sein Unvermögen zurück, die chinesische Bedienungsanleitung zu verstehen. Bei der Pressekonferenz wurde außerdem die Glaubwürdigkeit einiger Zeugen bezweifelt, weil sie nicht öffentlich in Erscheinung treten wollten. 
Der Anwalt der Gemeinschaft, Michael Langhans, bezeichnete die körperliche Züchtigung einiger Kinder als Teil eines pädagogischen Gesamtkonzepts. Es habe sich nicht um Misshandlungen gehandelt, die ein staatliches Eingreifen erforderlich gemacht hätten. Die verabreichten Schläge mit der Rute seien mit einer Beschneidung vergleichbar, die ebenfalls eine Körperverletzung aus religiösen Gründen sei. Die Zwölf Stämme begründen ihre Erziehungsmethode mit der Bibel. Nach Angaben der Gemeinschaft befinden sich noch 22 Kinder in staatlicher Obhut. Sieben der übrigen waren Kinder von Gästen und wurden ihren Eltern sofort zurückgegeben; die anderen durften unter Auflagen wieder zu ihren Familien. Einige waren zuvor mehrmals aus den Heimen oder aus den Pflegefamilien weggelaufen.
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Lesermeinungen| | 6. August 2014 | | | | Christliche Gemeinschaft So ohne Weiteres weiß ich nicht, ob die Bezeichnung "christlich" wirklich angebracht ist. Die Berufung auf die Bibel ist nicht mehr als ein Indiz, dass es so sein könnte. Dessen ungeachtet sind die Methoden völlig außerhalb des Vermittelbaren. |  0
| | | | | Der Nürnberger 4. August 2014 | |  | Liebe Faustyna-Maria da haben Sie vollkommen recht. Selbst zu Zeiten, als die Züchtigung von Schülern noch erlaubt war, waren Schläge kein Erziehungskonzept. Es ist sehr, sehr schlimm, was diese Eltern mit den Kindern machen. Allerdings die Staatsanwaltschaft in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt verschlimmert die Situation der "zurückgegebenen" Kinder auch noch dazu. Es sollten alle Kinder raus aus diesen Familien. Gott, unser Herr, stehe diesen armen Seelen bei, die sich nicht wehren können. Sie werden in dem Glauben erzogen, es müsse so sein. Was kann der Mensch noch Grausames vollbringen?
Die "Rechtfertigung" des Reporters ist aber auch etwas schwach: er konnte die chinesische Bedienungsanleitung nicht lesen. Das kaufe ich dem Mann nicht ab. Kann schon sein, daß er kein chinesisch kann, aber dann läßt man sich es übersetzen. Was sehen wir daran? Der Teufel wütet, er weiß was ihm blüht. |  3
| | | | | Faustyna-Maria 4. August 2014 | | | |
Ich hoffe, die Staatsanwaltschaft kann Licht ins Dunkel bringen.
Was ich aber so gar nicht verstehe:
"bezeichnete die körperliche Züchtigung einiger Kinder „als Teil eines pädagogischen Gesamtkonzepts“"
Ich kann noch verstehen, dass total genervte Eltern einem Kind einen Klaps geben, weil es sich sehr ungezogen benimmt. Ich kann mir dennoch einfach nicht vorstellen, meine Hand gegen ein Kind zu erheben.
Aber wer in Gottes Namen sieht regelmäßige Schläge mit einer Rute als Erziehungskonzept und vergleicht das dann noch mit einer !einmaligen Beschneidung eines Kindes.
Eine Beschneidung ist doch keine Strafe, die Schmerzen sind dabei leider unvermeidlich. Die bei Impfungen auch.
Aber körperlicher Schmerz und seelische Erniedrigung als Erziehungsmittel, das ist Konditionierung mit Schmerz, und keine Erziehung.
Egal, was Zeitstempel einer Kamera zeigen. Ein Kind planmäßig und vorsätzlich zu schlagen, da sträubt sich alles in mir. |  3
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