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Muslime sind für Christen keine 'Geschwister'

31. Juli 2014 in Deutschland, 29 Lesermeinungen
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Kritik an Äußerungen des Landesbischofs der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan - Kirche verhält sich gegenüber messianischen Juden „ungeschwisterlich“


Hannover (kath.net/idea)
Auf Widerspruch sind Äußerungen des Landesbischofs der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gestoßen. Der Kirchenleiter sagte in einem Interview mit dem Hörfunkprogramm NDR Info, die Bevölkerung in Deutschland nehme viel deutlicher als in den vergangenen Jahrzehnten „den Festkalender der muslimischen Geschwister“ wahr. Angesichts einer teilweise vorhandenen Islamophobie – Angst vor dem Islam – müsse man „die Partnerschaft, die Geschwisterlichkeit der großen Religionen benennen, pflegen und weiterentwickeln“.

Kritik an diesen Aussagen übte der Vorsitzende der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche, Pastor Henning Dobers (Hannoversch Münden). Zwar sei es zu begrüßen, dass Christen und Muslime im Gespräch seien, man könne aber keinesfalls von „muslimischen Geschwistern“ sprechen: „Als Christen dienen wir dem dreieinigen Gott. Wir bekennen Jesus nicht nur als einen Propheten neben vielen anderen, sondern als wahren Gott und Menschen in einer Person. Als allein seligmachenden Erlöser für alle Menschen aller Zeiten aller Orte. Aus Gnade allein, aus Glauben allein. Kein Muslim kann diese Aussagen teilen.“ Wenn Muslime „Geschwister“ der Christen wären, dann brauchten sie weder die christliche Botschaft, noch Umkehr zu Jesus Christus noch Taufe. Dobers: „Biblisch gesehen ist das theologischer Unfug.“


Kirche verhält sich gegenüber messianischen Juden „ungeschwisterlich“

Zugleich sei es unverständlich, dass zwar das Gespräch mit Muslimen gesucht werde, „gleichzeitig aber Juden, die an Jesus Christus als den Messias glauben, gemieden und praktisch ignoriert werden“. Das sei „wahrhaft ungeschwisterliches und höchst betrübliches Verhalten“. Bis heute ziere sich der Deutsche Evangelische Kirchentag „mit geradezu ideologischer Festlegung in dieser Frage“. Messianische Juden sind nicht zum „Markt der Möglichkeiten“ auf dem nächsten Protestantentreffen vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart zugelassen. Auch bei früheren Kirchentagen wurde eine Mitwirkung abgelehnt. Das Kirchentagspräsidium wirft ihnen vor, Juden missionieren zu wollen. Damit gefährdeten sie den jüdisch-christlichen Dialog. In Deutschland gibt es etwa 40 messianische Gemeinden mit rund 1.000 Mitgliedern. Dobers weiter: „Wenn jemand zu unseren Geschwistern gehört, dann jene, die Nachfahren Isaaks sind, also Israel. Im engeren Sinne zudem jene, die durch Taufe und Glaube zu Jesus Christus gehören.“


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Lesermeinungen

 Suarez 5. August 2014 

Man muss zwischen dem Menschen und dem Glaube unterscheiden

Der Islam umfasst nicht die tiefere göttliche Wahrheit, insofern kann er einem Christen auch kein Licht sein, sondern stellt eine Verdunkelung der Wahrheit dar. Dies darf man nicht aus dem Blick verlieren. Eine Fraternisierung mit der Unwahrheit führt nie zur Wahrheit, sondern geradewegs von ihr weg. Der Mensch, der z.B. auf Grund seiner Herkunft dem Islam anhängt, kann durchaus eine innere Distanz zum Islam haben, ohne sich dessen bewusst zu sein. Darum ist Mission immer wichtig und fruchtbar. Nur wenn wir zwischen dem Menschen und dem Glauben unterscheiden, kommen wir dem, was Nächstenliebe meint, näher. Selbst wenn der Islam in sich klar abzulehnende Positionen kennt, so muss, ja darf man den je einzelnen Muslim nicht ablehnen, da in ihm ja auch von Gott angelegt ist, die Wahrheit der Worte Jesu Christi zu erkennen. Man kann nicht missionieren, wenn man den Menschen endgültig in der Unwahrheit verschließt, das wäre zutiefst unchristlich.


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 leibniz 2. August 2014 
 

Lieber Quintus, bitte zuerst informieren: im Netz: Christlicher Zionismus, Akademie Bad Boll.


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 QuintusNSachs 1. August 2014 
 

Gefährliche Theologie von den messianistischen Juden? Schau doch mal nach Syrien/Irak. Dàs ist gefährliche Theologie! Der Autor hat völlig Recht; wir haben NICHTS mit den Muslims, auch wenn Vat II etwas anderes behauptet. Da waren die Väter leider fehlgeleitet. Hier gilt das ur-katholische "und-und" nicht mehr, wir müssen uns entscheiden; Ismael oder Israel!


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 leibniz 1. August 2014 
 

problematische Theologie

Vorsicht Leute!
Ein Teil der messianischen Juden vertritt eine äußerst problematische Theologie und eine entsprechende Missionsstrategie. Es handelt sich eine Art Chiliasmus (Lehre vom 1000-jährigen Reich). Diese Leute missbrauchen die Apokalypse des Johannes, d. h., sie arbeiten mit der Angst vor einer apokalyptischen Schreckenszeit, um Juden zu "bekehren".
Nach Fruchtenbaum (Handbuch der Prophetie)sind wir Katholiken Götzenanbeter und werden allesamt in dieser apokalyptischen Schreckenszeit untergehen.


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 Martyria 1. August 2014 

@Gipsy Teil 2

... Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen."

Nun, mit dem GEGENseitigen Verstehen ist es nicht so her auf der Gegenseite.

Und ich tendiere auch dazu, die Betonung beim Lesen des ersten Satzes zu verschärfen, nämlich:
"Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch DIE Muslim, die den alleinigen Gott anbeten ..." - also nicht alle, sondern nur die paar, die mehr kapiert haben als das, was im Q'ran steht.


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 Diasporakatholik 1. August 2014 
 

Wo der Islam herrscht, lässt er keine Religionsfreiheit zu

DAS ist eines der Hauptprobleme!

Ich respektiere einen in den Islam geborenen Muslim durchaus und würde mich hüten, ihn für seinen Glauben, in den er hineingeboren wurde und in dem er aufwuchs, als Mensch geringzuschätzen.

Immerhin glauben sie an einen Gott, den sie Allah nennen.

Allerdings erwarte und fordere ich den gleichen Respekt und Toleranz von JEDEM Muslim - wie in Wirklichkeit von jedem Menschen egal welcher Weltanschauung - auch für meinen christlichen Glauben.

Das jedoch ist ganz oft nicht gegeben - eben leider auch nicht beim Islam, der sogar die Täuschung Anders- oder Ungläubiger durch Muslime zulässt und sogar ausdrücklich gutheißt!

Wie soll ich zu so einer Religion und deren Angehörigen wirklich vertrauen haben können?

Ich bin überzeugt, wenn im Islam Religionsfreiheit gegeben wäre statt eines Zwangs zum Verbleib mit massivsten Bedrohungen für das Leben und die Gesundheit, würden viele Muslime die Religion wechseln.


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 Gipsy 1. August 2014 

@ Thomas59

Jahwe und Allah
"Wenn man sich auch nur etwas mit dem Islam beschäftigt, stellt man schnell fest, dass Allah und Jahwe aber auch nix gemeinsam haben."

Das sehe ich auch so.
Allah ist nicht der Schöpfergott, also der Vater aller Menschen. Allah hat sich lediglich zu einer günstigen Zeiteingeklingt, um seine Herrschaft zu festigen.
Die Menschen haben alle Einen Ursprung und sind daher alle untereinander Geschwister. Sie glauben aber nicht an den selben Gott, obwohl viele glauben an denselben Gott zu glauben.

Allah ist der Gegenspieler von Jahweh und kopiert wo es nur geht, jedoch seine ,
durch seine Anhänger verwirklichte Boshaftigkeit ist entlarfend.


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 Thomas59 1. August 2014 
 

Jahwe und Allah

Wenn man sich auch nur etwas mit dem Islam beschäftigt, stellt man schnell fest, dass Allah und Jahwe aber auch nix gemeinsam haben.


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 Antigone 1. August 2014 
 

Nun, dann wollen wir doch mal betrachten,

wie wir Christen untereinander verfeindet sind, wie wir allesamt Sünder sind. Und doch sind wir Geschwister? Geschwister in einem bestimmten Punkt, oder was? Das ist doch Unsinn, da differenzieren zu wollen! In einer Familie sind Geschwister auch nicht in allem einig, Geschwister sind sie aber trotzdem. Und so sind nun einmal auch alle Menschen als Geschöpfe Gottes Geschwister, und lobenswert wäre, daraus trotz aller Differenzen gegenseitige Achtung und Liebe ableiten zu wollen.


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 placeat tibi 31. Juli 2014 
 

Man könnte noch ergänzen: der Islam verneint Christus als zweite Person des dreifaltigen einen Gottes, er verneint ebenso den Heiligen Geist. Er verneint Kreuztod und Auferstehung Christi. Also alles, auf was sich Seine Kirche gründet.

Man braucht also erst gar nicht in Details der Lehren gehen: wie könnten sie also bitte -im Glauben!-verschwistert sein?

Wer das bißchen elementare Logik als Lieblosigkeit gegen Muslime auslegt, möge es von mir aus tun, nicht mein Problem.

Und @Inigo: selbst das arg blumig formulierte N.A. widerspricht dem nicht. (fragwürdig ist natürlich, zu unterschlagen, daß Gott in der Rede zu Mose neben Abraham eben auch Isaak und Jakob erwähnte;). Und was den Appell des N.A. betrifft: wir haben es gerade nicht mit der Vergangenheit vor 1963 zu tun, sondern mit der Gegenwart von 2014. Gefühlsduseliges Wegtauchen ist geradezu zynisch.
@Alexius - Sie wollen doch nicht ernsthaft dem Papst unterstellen, daß er Muslime als Geschwister im Glauben (!) ansieht?


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 Stiller 31. Juli 2014 
 

"Cari fratelli e sorelle musulmani"

Ja, manchmal kombiniert sich Menschlichkeit und religiöses Denken mit Liebe.
Ich bin diesem Papst sehr dankbar.
Auch für diese Anrede.


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 ulmi 31. Juli 2014 
 

Inigo und Alexius

Man kann mit „Totschlagargumenten“ so fast jede Diskussion unterbinden.
Ist das Ihrerseits gewollt?
Und wenn ja, warum?


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 Regensburger Kindl 31. Juli 2014 

NIE SCHWESTERN UND BRÜDER

Ich kann dem Bericht nur zustimmen!! Für mich werden Muslime NIE Schwestern und Brüder sein! Was nutzt es, wenn wir auf Muslime mit Nächstenliebe zugehen, umgekehrt aber nur Gewalt und Terror empfangen oder, Hohn und Spott?? Nichts nutzt es! Nochmal, Juden sind für mich eher Geschwister, Muslime NIE!!! Punkt!!!!


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 Veritatis Splendor 31. Juli 2014 

Distinktion von Person und Glaube

Das Problem aller (auch höchstlehramtlicher) verwaschenen Verbrüderungs-Aussagen liegt v.a. in der fehlenden Differenzierung:

1. Jeder Mensch als Geschöpf Gottes ist ohne Ausnahme unser Bruder/Schwester

2. Wenn sich jedoch der Mensch über den Glauben identifiziert, ist er eben mehr oder minder Glaubensbruder.

Gewiss ist ein radikalislamischer Gottes- bzw. Teufelskrieger nicht mehr unser Glaubensbruder, sondern sollte zur Raison gerufen werden.

Wenn der Ramadan nur als ideologischer Überbau zur Anstachelung und Dschihad führt, ist er eben kein lobenswerter Gottesdienst mehr. Das Fasten sollte rein aus Liebe zu Gott geschehen, sonst ist es wertlos. Wenn der Muslim in reiner Absicht Gott dienen will, ist das natürlich lobenswert. Nur gibt es eben keine Instanz, die diese inneren Absichten offenbaren kann (außer Gott). Daher müssen wir die islamische (Irr-)Lehre als solche objektiv beurteilen.


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 alexius 31. Juli 2014 

Papst Franziskus / Vatikan: "Cari fratelli e sorelle musulmani"

Die nächste ziemlich unnötige Diskussion, die für den Papst keine ist. Er läßt die Muslime ohne jedes Problem auch bei der letzten Gratulation zum Ende des Ramadan als "liebe muslimische Brüder und Schwestern" anreden, und damit fertig:

www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/interelg/documents/rc_pc_interelg_doc_20140624_ramadan-2014_it.html


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 Iñigo 31. Juli 2014 

Zweites Vatikanum, Nostra Aetate Nr.3 (2)

Da es jedoch im Lauf der Jahrhunderte zu manchen Zwistigkeiten und Feindschaften zwischen Christen und Muslim kam, ermahnt die Heilige Synode alle, das Vergangene beiseite zu lassen, sich aufrichtig um gegenseitiges Verstehen zu bemühen und gemeinsam einzutreten für Schutz und Förderung der sozialen Gerechtigkeit, der sittlichen Güter und nicht zuletzt des Friedens und der Freiheit für alle Menschen.


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 Iñigo 31. Juli 2014 

Zweites Vatikanum, Nostra Aetate Nr.3 (1)

Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie
Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen. Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen
auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und
Fasten.


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 Der Nürnberger 31. Juli 2014 

Liebe/r placeat tibi

Mich hat der letzte Satz gestört, daß uns der Islam aus der Glaubensperspektive nichts angehe. Wir sollten schon wissen, über was der andere spricht. Daß wir unsere katholischen Glaubensgrundlagen kennen, sollte in einem solchen Gespräch vorausgesetzt werden können.
Betrachten wir doch mal den Moslem als "verirrten" Bruder im Glauben. Mal aus diesem Blickwinkel betrachtet?
Ich bin es langsam leid, hier nur zu lesen, wie ausschließlich über den Islam hergezogen wird, als sei er DIE Bedrohung schlechthin. Wäre unser christlicher Glaube stärker in unserer Gesellschaft verankert, würden wir den Islam nicht als Bedrohung wahrnehmen.(müssen, wollen?). Es gibt im Islam auch gemäßigte Strömungen, er besteht nicht nur aus IS, Hamas und Boko-Haram etc.

Das Wort "Priester" aus Lk 10,30-37 kann nicht mit dem Priester der heutigen RKK gleichgesetzt werden. Insofern teile ich Ihre Ansicht bezüglich der antiklerikalen Probaganda.


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 placeat tibi 31. Juli 2014 
 

[email protected]ürnberger- wo ist denn das Problem?

Ich hab's doch extra a) noch dazugeschrieben, die christliche Nächstenliebe bezieht sich auf alle. (wurscht, ob die überhaupt einen Glauben haben oder welchen)
b) daß uns als Christen die jüdische Religion schon durch das AT selbstverständlich im Glauben nahe steht. Das gilt aber eben nur für diese und für keine andere.

PS: Diese Exegese lehnt sich den Hl. Augustinus u.a. Kirchenväter an; die heute gängige Message "man soll einen Hilfsbedürftigen nicht liegen lassen,aber genau das tun Priester" ist m.E. Humbug bis antiklerikale Propaganda.


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 ulmi 31. Juli 2014 
 

Geschwisterliebe

Man muss bei obigem Text beachten von wem oder was die Rede ist.
Der Landesbischof spricht hier eben nicht von dem MENSCHEN als Nachbar, Arbeitskollege, Freund oder Fremden, dem wir mit geschwisterlicher Liebe zu begegnen haben. Täte er dies, wäre ihm zuzustimmen, dann würde auch die Geschichte vom barmherzigen Samariter greifen.
Tut sie aber nicht, da der Kommentar des Landesbischofs vordergründig nicht auf den Menschen als Gottesgeschöpf abzielt sondern auf dessen Religion, derer wir uns geschwisterlich verbunden fühlen müssten: „der muslimischen Geschwister“, „die Partnerschaft, die Geschwisterlichkeit der großen Religionen“

In Anbetracht der gegenwärtigen Situation für die Christen der Welt, insbesondere derer in muslimischen Ländern … was für ein Hohn!


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 placeat tibi 31. Juli 2014 
 

@einige

Ja natürlich, im Sinne der Gottgeschöpflichkeit sind alle Menschen verschwistert.
Deswegen sind wir aber noch lange keine Brüder und Schwestern im Glauben, auch wenn für uns das Gebot der Nächstenliebe und auch der Feindesliebe verpflichtend ist.

PS: ich kann auch nur den Kopf schütteln, wenn ein Christ fordert, man solle islamische Feste besser studieren, wo hierzulande kaum einer noch weiß, was an Pfingsten gefeiert wird.
Nochmal: das AT ist Bestandteil unseres Glaubens, der Islam geht uns aus Glaubensperspektive dagegen rein gar nichts an.


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 Der Nürnberger 31. Juli 2014 

Geschwister oder Nächste

Wenn wir Adam und Eva als erste Menschen bejahen, und wir uns als ihre Nachkommen bezeichnen, sind wir Menschen heute, alle ca. 8 Mrd., erstmal Geschwister im Herrn, sprich verwandt miteinander, wir alle haben dieselben Ur-Eltern. Daher gebührt jedem dieser Menschen unsere Hilfe, wie in dem Gleichnis des barmherzigen Samariters geschrieben.
Aus dieser Sichtweise heraus ist die Unterscheidung des Herrn Meister in obigem Artikel nicht nur irreführend, sondern falsch.
Daß einige der "Familienmitglieder der Menschheit" falsch glauben, einem Irrglauben anhängen etc. ist etwas ganz anderes. Das könnte man durchaus als Sünde bezeichnen.


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 jadwiga 31. Juli 2014 

Adams Geschlecht.

Wenn wir nicht Brüder in Jesus Christus sind, dann sind wir doch Brüder in Gott dem Vater, der Quelle alles Lebens ist.

Dass die Geschwister nicht immer lieb miteinander umgehen, zeigten uns schon Kain und Abel.

Mann kann auch einen Bruder haben, der vom Teufel besessen ist. Er ist ein "böser" Bruder, aber dennoch ist und bleibt er unser Bruder!


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 Dismas 31. Juli 2014 

@placeat tibi

Ja, da haben Sie recht... Mit dem Islam haben wir -im Gegensatz zu "unseren älteren Brüdern", den Juden nichts zu tun. Und "Geschwister" schon gar nicht, beim Gleichnis mit dem Samariter geht es um den "Nächsten" das muss uns jeder Mensch sein, ob Atheist oder anderer. Nur wird uns ein gläubiger Moslem, der seinem Propheten folgt, nicht mal als "Nächsten" verstehen können. Es gibst absolut keinen Grund, mit dem Islam zu fraternisieren!!


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 Uwe Lay 31. Juli 2014 
 

Die Kunst des Unterscheidens

Geschwister und Nächste sind nicht das selbe. Nächter bedeutet in dieser Jesus-Erzählung, der, der meiner Hilfe bedarf. Geschwister meint im religiösen Kontext: im Glauben verwandt, nahe stehend. Und hier gilt: wo der Islam mächtig ist, da unterdrückt er den christlichen Glauben, wo er stark ist, verlangt er die "Gleichberechtigung" und nur wo er schwach ist, redet er von Tolerierung und Respekt vor Minderheitsmeinungen.
Wir Christen können nur, wenn uns Christus nicht wichtig ist, andere Religionen als "geschwisterlich" aufwerten! Aber was sind das für Christen!
Zu befürchten ist aber, daß hier ein evangelischer Kirchenmann angesichts der zunehmenden Macht des Islam sich schon mal in Appeasement versucht.
Uwe C. Lay


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 Stiller 31. Juli 2014 
 

@ Adson_von_Melk

:-)


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 Aegidius 31. Juli 2014 
 

AvM,
1. Der Kern der Meldung ist, daß uns als Geschwister näher als die Moslems die messianischen Juden sind, die von den angeblich so dialogoffenen Islamverstehern nicht nur ignoriert, sondern mit aktiver Dialogverweigerung belegt werden.
2. Die Samaritaner sahen sich ebenso als Israeliten und unterschieden sich von den Juden im wesentlichen darin, daß sie Gott nicht (nur) im Tempel von Jerusalem opferten. Sahen die Juden sie als Häretiker an, gab es ähnlich abfällige Ansichten der Samaritaner den Juden gegenüber mE nicht (siehe Frau am Jakobsbrunnen).

Messianische Juden und Protestanten sind uns Katholiken daher "Geschwister" wie die Samaritaner den Juden.

Durch gezieltes Weglassen zweier wesentlicher Infos werden so tolerantes Gut- und borniertes Schlechtmenschentum ganz neu verteilt, nicht war?


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 Adson_von_Melk 31. Juli 2014 

Und wer ist mein "Geschwister"?

Ein Mann ging von Jerusalem nach Jericho hinab und wurde von Räubern überfallen. Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder; dann gingen sie weg und ließen ihn halb tot liegen.
Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab; er sah ihn und ging weiter. Auch ein Levit kam zu der Stelle; er sah ihn und ging weiter. Dann kam ein Mann aus Samarien, der auf der Reise war. Als er ihn sah, hatte er Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie. Dann hob er ihn auf sein Reittier, brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn. [...]

Was meinst du: Wer von diesen dreien hat sich als der Nächste dessen erwiesen, der von den Räubern überfallen wurde? Der Gesetzeslehrer antwortete: Der, der barmherzig an ihm gehandelt hat.

(aus Lk 10,30-37)

PS.
Die Samariter galten den Juden als irrgläubige Ausländer.

Schönen Tag noch.


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 NON POSSUMUS 31. Juli 2014 
 

Wie recht er hat!


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