Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

Muslime sind für Christen keine 'Geschwister'

31. Juli 2014 in Deutschland, 29 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kritik an Äußerungen des Landesbischofs der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan - Kirche verhält sich gegenüber messianischen Juden „ungeschwisterlich“


Hannover (kath.net/idea)
Auf Widerspruch sind Äußerungen des Landesbischofs der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers, Ralf Meister, zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan gestoßen. Der Kirchenleiter sagte in einem Interview mit dem Hörfunkprogramm NDR Info, die Bevölkerung in Deutschland nehme viel deutlicher als in den vergangenen Jahrzehnten „den Festkalender der muslimischen Geschwister“ wahr. Angesichts einer teilweise vorhandenen Islamophobie – Angst vor dem Islam – müsse man „die Partnerschaft, die Geschwisterlichkeit der großen Religionen benennen, pflegen und weiterentwickeln“.

Kritik an diesen Aussagen übte der Vorsitzende der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der evangelischen Kirche, Pastor Henning Dobers (Hannoversch Münden). Zwar sei es zu begrüßen, dass Christen und Muslime im Gespräch seien, man könne aber keinesfalls von „muslimischen Geschwistern“ sprechen: „Als Christen dienen wir dem dreieinigen Gott. Wir bekennen Jesus nicht nur als einen Propheten neben vielen anderen, sondern als wahren Gott und Menschen in einer Person. Als allein seligmachenden Erlöser für alle Menschen aller Zeiten aller Orte. Aus Gnade allein, aus Glauben allein. Kein Muslim kann diese Aussagen teilen.“ Wenn Muslime „Geschwister“ der Christen wären, dann brauchten sie weder die christliche Botschaft, noch Umkehr zu Jesus Christus noch Taufe. Dobers: „Biblisch gesehen ist das theologischer Unfug.“


Kirche verhält sich gegenüber messianischen Juden „ungeschwisterlich“

Zugleich sei es unverständlich, dass zwar das Gespräch mit Muslimen gesucht werde, „gleichzeitig aber Juden, die an Jesus Christus als den Messias glauben, gemieden und praktisch ignoriert werden“. Das sei „wahrhaft ungeschwisterliches und höchst betrübliches Verhalten“. Bis heute ziere sich der Deutsche Evangelische Kirchentag „mit geradezu ideologischer Festlegung in dieser Frage“. Messianische Juden sind nicht zum „Markt der Möglichkeiten“ auf dem nächsten Protestantentreffen vom 3. bis 7. Juni in Stuttgart zugelassen. Auch bei früheren Kirchentagen wurde eine Mitwirkung abgelehnt. Das Kirchentagspräsidium wirft ihnen vor, Juden missionieren zu wollen. Damit gefährdeten sie den jüdisch-christlichen Dialog. In Deutschland gibt es etwa 40 messianische Gemeinden mit rund 1.000 Mitgliedern. Dobers weiter: „Wenn jemand zu unseren Geschwistern gehört, dann jene, die Nachfahren Isaaks sind, also Israel. Im engeren Sinne zudem jene, die durch Taufe und Glaube zu Jesus Christus gehören.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“







Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  3. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  4. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  5. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  8. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  9. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  10. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  11. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  12. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  13. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  14. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  15. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz