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Papst Franziskus ermutigt deutsche Katholiken zum Gebet

28. Mai 2014 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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„Wichtig ist es, wachsam zu sein und oft im Evangelium zu lesen. Vertraut Euch dem Herrn und seiner gütigen Leitung an!“ Nuntius Nikola Eterovic las bei Eröffnungsveranstaltung des Regensburger Katholikentages die Grußbotschaft des Papstes vor.


Regensburg (kath.net/dbk) „Mit Christus Brücken bauen heißt vor allem zu beten.“ Daran erinnert Papst Franziskus in seiner Grußbotschaft an die Teilnehmer 99. Deutschen Katholikentages in Regensburg. Die Grußbotschaft wurde vom Apostolischen Nuntius Erzbischof Nikola Eterovic am Mittwochabend bei der Eröffnungsveranstaltung des Katholikentages vorgelesen. Das diesjährige Katholikentreffen steht unter dem Leitwort „Mit Christus Brücken bauen“. Mehr als 30.000 Dauerteilnehmer werden bis Sonntag in Regensburg erwartet.

kath.net dokumentiert die Botschaft von Papst Franziskus zum 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg in voller Länge:
Meinem verehrten Bruder Rudolf Voderholzer,
Bischof von Regensburg!
In herzlicher Verbundenheit grüße ich Dich und alle Mitbrüder im Bischofsamt, die Priester, Diakone und Laien, die aus Anlass des 99. Katholikentags vom 28. Mai bis 1. Juni aus allen Teilen Deutschlands, wie auch aus Tschechien, Österreich und anderen Ländern in die altehrwürdige „Brückenstadt“ Regensburg gekommen sind. Unter dem Leitwort „Mit Christus Brücken bauen“, wollt Ihr an diesen Tagen miteinander feiern, voneinander lernen und füreinander beten, so werdet Ihr mit Hilfe des Katholikentags als Brückenbauer in Kirche und Gesellschaft für unseren Glauben Zeugnis ablegen.


Wir Christen haben den beständigen Auftrag, Brücken der Beziehung zu errichten, einen Dialog um die Fragen des Lebens mit den anderen zu führen und dabei vor allem die Sorgen der Ränder – seien es die der Gesellschaft, seien es die der Religion oder der menschlichen Beziehungen – nicht außer Acht zu lassen. Christus ist der Grund, auf dem wir den Bau beginnen; denn er ist es, der die trennende Wand zwischen den Menschen und zwischen Gott und den Menschen niedergerissen hat (vgl. Eph 2,14). Durch seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung baut er für uns die Brücke zum Leben. In seiner Himmelfahrt wird er der Brückenbauer zwischen Gott und den Menschen, zur Brücke zwischen Zeit und Ewigkeit. In Taufe und Firmung beruft er uns als Brückenbauer in seine Nachfolge.

Die Geschichte lehrt uns, dass der Dialog kein leichtes Unterfangen ist. Gerade hundert Jahre ist es her, dass im Negativen zum Ausdruck kam, wie Menschen Brücken abgerissen und sich dem Dialog verweigert haben. Es brach der furchtbare Erste Weltkrieg aus. Viele weitere schreckliche Kriege und Auseinandersetzungen folgten – insgesamt ein blutiges Jahrhundert. In den Herzen wuchsen die Mauern des Misstrauens, der Wut und des Hasses gegenüber anderen. Auf eine solche Weise isoliert sich der Mensch in seinem Groll. Es werden Mauern aufgerichtet, zuerst in den Herzen und dann zwischen den Häusern. Wie schwer wird dann die Versöhnung. Ihr habt damit in Eurem Land eine bittere Erfahrung gemacht – mit der Berliner Mauer. Wie viel Leid, wie viel Trennung hat diese Mauer hervorgebracht. Aber dann sind Menschen in Kirchen zusammengekommen, um für den Frieden zu beten. Und sie sind aus der Kraft des Gebets hinausgegangen in ihre Stadt, Woche für Woche. Mit ihnen haben sich immer mehr Menschen vereint. Und schließlich ist die Mauer von Berlin zusammengebrochen – in diesem Jahr feiern wir das 25-jährige Jubiläum dieses Ereignisses. Da zeigt sich die Sendung der Christen: Beten und dann hinausgehen und anderen die gute Nachricht bringen, nach der sich die Menschen zutiefst sehnen.

Mit Christus Brücken bauen heißt vor allem zu beten. Das Gebet ist keine Einbahnstraße. Es ist ein echter Dialog. Christus antwortet und hilft uns. Es ist nötig, aufmerksam zu sein, weil Jesus manchmal ganz leise spricht. Er spricht zu uns durch das Evangelium und durch unsere Begegnungen mit unseren Mitmenschen. Wichtig ist es, wachsam zu sein und oft im Evangelium zu lesen. Vertraut Euch dem Herrn und seiner gütigen Leitung an! Auf dem Katholikentag gebt Ihr ein Zeichen für echten Dialog: Dialog mit Christus wie auch untereinander. So werdet Ihr wahre Zeugen und tüchtige Mitarbeiter Christi beim „Brückenbau“ für den Frieden und das ewige Heil. In diesem Sinne erteile ich allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Katholikentags in Regensburg von Herzen den Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 23. Mai 2014
Papst Franziskus


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Lesermeinungen

 H.Kraft 29. Mai 2014 
 

Katholikentag in Regensburg

Dieser Katholikentag sollte keine Art von Schau und Darstellung der Katholiken sein, sondern vielmehr eine Besinnung auf die Grundwerte unseres Glaubens.
Wenn Papst Franziskus in seinem Grußwort zum ,Gebet` auffordert, dann hat er hier recht.
Als Katholiken sollten wir uns nicht immer auch als Mittelpunkt der Welt und der Kirche sehen.
Beten lernen heißt eben sich wieder einmal aus der Einfachheit des Glaubens heraus Gott suchen zu wollen.
Gott ist nicht im Pomp und Reichtum zu sehen, sondern Gott war mit den Armen.
Begreifen dass Gott da ist, dies ist heute sehr schwer.
H. Kraft


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 gebsy 29. Mai 2014 

Dialogfähigkeit dankbar annehmen,

um im Miteinander zu wachsen:

http://www.kathtube.com/player.php?id=33952


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