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Erzbischof Schick: 'Zu glauben ist nicht unvernünftig'

21. Mai 2014 in Spirituelles, 18 Lesermeinungen
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„Keine wissenschaftliche Erkenntnis bestreitet, dass es mehr gibt als Materie“ – Erzbischof Schick wirbt für missionarische Pastoral und Katechumenat – Schick appellierte auch an die Gläubigen, fröhliche Christen zu sein.


Bamberg (kath.net/bbk) Glaube und Vernunft stehen nach den Worten von Ludwig Schick, Erzbischof von Bamberg, nicht im Widerspruch. „Der Glaube lässt sich nicht naturwissenschaftlich beweisen, ist aber mit sonstigen Erkenntnissen der Wissenschaften kompatibel“, sagte Schick am Dienstagabend auf der Jahrestagung der Verantwortlichen für missionarische Seelsorge Katechumenat und Katechese in den deutschen Diözesen in Bamberg. „Der Glaube an den Schöpfer ist genauso vernünftig wie der Glaube an die reine Evolution und den Urknall“, sagte Schick und fügte hinzu: „Der Glaube an einen Schöpfer ist auch deshalb vernünftig, weil dadurch die Schöpfung bewahrt und nicht ausgebeutet, sondern als Leihgabe Gottes betrachtet wird, die wir Menschen weitergeben müssen und für deren Gebrauch und Bewahrung wir im Gericht Rechenschaft abzulegen haben.“


Es widerspreche auch nicht der Vernunft, an den Heiligen Geist zu glauben: „Keine naturwissenschaftliche Erkenntnis bestreitet, dass es mehr gibt als Materie und dadurch Platz bleibt für den Heiligen Geist.“ Es sei praktisch vernünftig, an den Heiligen Geist zu glauben, weil das verhindere, dem Geisterglauben zu verfallen. Der gute Geist behalte so seine Wirkungsmöglichkeit in der Welt. „Um andere für den Glauben zu gewinnen, müssen wir Christen selbst überzeugt sein, dass der Glaube uns im Leben einen Mehrwert gibt, mehr Sinn, mehr Frieden und mehr Freude schenkt“, so der Erzbischof.

Schick appellierte in seiner Predigt auch an die Gläubigen, fröhliche Christen zu sein, und verwies auf die Worte von Papst Franziskus, der immer wieder dazu aufruft, die Freude am Glauben zu leben und zu zeigen, und zwar nicht künstlich und aufgesetzt, sondern aus der Überzeugung heraus, dass der Glaube etwas für das Leben gibt. Von diesem Mehrwert müssten vor allem die Seelsorger, Katecheten und Katechumenatsbegleiter überzeugt sein. „Sie müssen darlegen können und spüren lassen: Es ist besser zu glauben als nicht zu glauben.“

Die Jahrestagung der für Katechumenat, Katechese und missionarische Pastoral in den deutschen Diözesen Verantwortlichen findet im Bistumshaus St. Otto in Bamberg statt.


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