07 Mai 2014, 10:55
Seligsprechung von Papst Paul VI. steht bevor
 
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Kardinäle und Bischöfe der vatikanischen Heiligsprechungskongregation haben am Dienstag die medizinisch unerklärliche Heilung eines Kindes im Mutterleib als Wunder anerkannt

Rom (kath.net/KNA) Die Anzeichen für ein baldige Seligsprechung des Konzilspapstes Paul VI. (1963-1978) verdichten sich. Nach Informationen des Internetportals «Vatican Insider» haben die Kardinäle und Bischöfe der vatikanischen Heiligsprechungskongregation am Dienstag die medizinisch unerklärliche Heilung eines Kindes im Mutterleib als Wunder anerkannt. Für die Anberaumung einer Seligsprechungszeremonie fehlt nun nur noch die Unterschrift des Papstes. Dies ist in der Regel eine Formsache. Laut dem Bericht soll der Präfekt der Heiligsprechungskongregation, Kardinal Angelo Amato, Papst Franziskus das entsprechende Dekret in den kommenden Tagen vorlegen.

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Als möglichen Termin für die Seligsprechung nennt Vatican Insider den 19. Oktober. Sie würde dann im Rahmen der Abschlusszeremonie der Weltbischofssynode über die Familienseelsorge in Rom stattfinden. Paul VI. hatte die Synode 1965 auf Anregung des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) als ständige Einrichtung ins Leben gerufen.

Die Heilung des ungeborenen Kindes auf Fürsprache von Paul VI. ereignete sich laut dem Bericht 2001 in den USA. Ärzte hätten für das Kind starke Gehirnschäden und weitere schwere Beeinträchtigungen diagnostiziert. Eine Abtreibung habe die Mutter jedoch abgelehnt. Stattdessen habe sie sich an eine befreundete Ordensfrau gewandt, die Paul VI. persönlich begegnet sei. Auf ihre Empfehlung hin bat sie diesen Papst demnach im Gebet um seine Hilfe. Hierbei soll sie ein kleines Stoffstück von einem Gewand Pauls VI. verwendet haben.

Papst Paul VI. war der Nachfolger des jüngst heiliggesprochenen Johannes XXIII. (1958-1963). Er führte das Konzil in dessen Sinne fort und leitete die katholische Kirche in den schwierigen 60er und 70er Jahren mit Studentenprotesten und sexueller Revolution in der westlichen Welt. Er war der erste «Reisepapst» des 20. Jahrhunderts mit mehreren bedeutenden Auslandsbesuchen, etwa bei den Vereinten Nationen in New York, im Heiligen Land oder in Afrika. Er setzte die Liturgiereform nach dem 2. Vatikanum ins Werk, die den katholischen Gottesdienst modernisierte und die Volkssprache in der Liturgie gestattete.


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