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Die Bibel ist immer aktueller als der Zeitgeist

9. April 2014 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
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Evangelische Initiative zur Erneuerung der Kirche – Bekenntnis zum vollen christlichen Glauben sowie zu ethischen Grundaussagen wie Ehe zwischen Mann und Frau und Unverfügbarkeit des Lebens - Gegen Ideologien in Kirche und Gesellschaft


Frankfurt am Main (kath.net/idea) „Wir leben von der Barmherzigkeit des dreieinigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Bewegt von seiner Liebe, stehen wir gemeinsam auf gegen Lehren, Ideologien und Kräfte in unseren Kirchen und in unserer Gesellschaft, die die Würde des Menschen in Frage stellen, die Freiheit des Bekenntnisses einschränken und das Herzstück unseres Glaubens preisgeben.“ Mit einem „Ruf zur Mitte“ in geistlichen und gesellschaftlichen Fragen haben führende Vertreter der theologisch konservativen Protestanten eine Initiative zur Erneuerung der Kirchen gestartet. Sie wollen die Grundlagen des Glaubens neu ins Zentrum rücken und „dem Evangelium in unseren Tagen eine kräftige Stimme geben“. Ferner soll der Appell „Zeit zum Aufstehen“ einen Impuls für die Zukunft der Kirche geben, auch im Blick auf das 500-jährige Reformationsjubiläum im Jahr 2017.

Die Initiatoren repräsentieren ein breites Bündnis von Organisationen, zu denen etwa landeskirchliche Pietisten, der CVJM und die charismatisch geprägte Geistliche Gemeindeerneuerung in der EKD (GGE) zählen. Zu den zwölf Initiatoren gehören der Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung landeskirchlicher Gemeinschaften) und Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Pfarrer Michael Diener, der Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes und Vorsitzende der Evangelisation ProChrist, Roland Werner (beide Kassel), der Leiter des pietistischen württembergischen Gemeinschaftsverbandes „Die Apis“ und Vorstandsmitglied in der „ChristusBewegung Lebendige Gemeinde“, Pfarrer Steffen Kern (Waldorfhäslach bei Reutlingen), der Vorsitzende der GGE, Pfarrer Henning Dobers (Hannoversch Münden bei Göttingen), der Sprecher des Arbeitskreises Bekennender Christen (ABC) in Bayern, Hans-Joachim Vieweger (München), sowie die frühere sächsische Synodenpräsidentin Gudrun Lindner (Weißbach bei Zwickau), die von 2003 bis 2009 auch dem Rat der EKD angehörte. Unterzeichner aus Landes- und Freikirchen Diener, Werner, Kern, Vieweger und Dobers stellten den Aufruf am 8. April in Frankfurt am Main vor. Zuerst richte er sich an die Landeskirchen; man lade aber darüber hinaus alle Christen zur Unterstützung und Beteiligung ein, etwa durch Unterzeichnung des Appells im Internet unter www.zeit-zum-aufstehen.de. Inzwischen haben sich bereits über 1.000 Personen dem Aufruf angeschlossen (Stand 9.4. 9 Uhr). Darunter sind Vertreter aus den Landeskirchen, etwa der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), ebenso wie freikirchliche Repräsentanten, unter anderen der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen, Präses Ansgar Hörsting (Witten). Am 19. Juni soll die „Proklamation“ des Appells einen zentralen Bestandteil des Christustages in Stuttgart bilden, zu dem rund 20.000 Evangelikale aus ganz Deutschland erwartet werden.


„Die ganze Bibel ist Gottes Wort“

In sieben Punkten erläutern die Initiatoren ihre geistlichen und gesellschaftlichen Anliegen. Sie stehen etwa für die Einzigartigkeit von Jesus Christus ein und wenden sich gegen alle Lehren, die die Versöhnung durch seinen Tod am Kreuz in Frage stellen sowie seine leibliche Auferstehung leugnen. „Die ganze Bibel ist Gottes Wort“, heißt es weiter. Sie bleibe die Autorität für die Lehre und das Leben der Christen: „Die Bibel ist immer aktueller als der jeweilige Zeitgeist.“

Gegen Entwertung der Ehe

Die Initiatoren betonen ferner die unverletzliche Würde des Menschen in jeder Lebensphase: „Auch ungeborene, schwache, kranke, alte, arme, vertriebene, entrechtete Menschen wollen wir schützen und stärken. Wir stehen auf für die Gottesebenbildlichkeit des Menschen und gegen jede Ideologie, die ihm seine Würde und Gott die Ehre nimmt. Wir widersprechen einer eigenmächtigen Verfügung über das Leben, die darin nicht mehr eine anvertraute Gabe Gottes sieht.

Ferner stehen die Autoren für die Ehe von Mann und Frau ein und wenden sich gegen ihre Entwertung. Wörtlich heißt es: „Der Mensch ist als Mann und Frau geschaffen; dieses Gegenüber ist Gottes gute Schöpfungsgabe. Wir stehen ein für die Ehe von Mann und Frau. Sie ist für jede Gesellschaft grundlegend. Wir wollen das aus dieser Gemeinschaft geschenkte Leben von Familien fördern. Wir stehen auf für die Stärkung der Ehe und gegen ihre Entwertung.“

Außerdem wird das Menschenrecht der Religionsfreiheit betont. Dazu zähle auch der freie Religionswechsel etwa in muslimischen Ländern und totalitär regierten Staaten. Man widerspreche jeder Benachteiligung und Verfolgung von Christen oder Anhängern anderer Religionen sowie jeder Form von Intoleranz. Zudem verweisen die Initiatoren auf die in der Bibel verheißene Wiederkunft Jesu Christi: „Unser Glaube erschöpft sich nicht im Diesseits.“

Diener: Ermutigung für die Landeskirchen

Diener betonte vor Journalisten, dass sich die Initiative nicht „gegen“ etwas richte, sondern „für“ eine „zukunftsweisende Erneuerung“ der Kirche durch Konzentration auf ihre Mitte – das Evangelium von Jesus Christus – eintrete. Dieser Weg verweise auf die Grundlagen der Reformation. Es gelte unter anderem, das Besondere der Bibel und das Besondere der Ehe von Mann und Frau herauszustellen und daran auch angesichts einer Ideologisierung, etwa durch das Gender-Mainstreaming, festzuhalten. Er hoffe, dass die Landeskirchen die Initiative als „Ermutigung“ auffassen – zum Gespräch und auch zur Korrektur, sich auf ihr „Kerngeschäft“ zu besinnen. Er erinnerte daran, dass auch der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München) eine „geistliche Erneuerung“ der Kirche gefordert habe. Dies gelte auch für die Freikirchen, so Diener.

„Auflösungserscheinungen“ in der Kirche

Werner zeigte sich besorgt über „Auflösungserscheinungen“ in Gesellschaft und Kirche. So würden immer mehr Kirchengemeinden geschlossen; junge Leute würden nur noch begrenzt erreicht. Das habe auch geistliche Ursachen. Er hoffe, dass die Kirche wieder ihre Mitte finde und „zur Klarheit der Reformation“ zurückkehre. Kern betonte, dass die evangelische Kirche nicht nur vom Pluralismus gekennzeichnet sei, sondern auch eine geistliche Mitte habe. Die Initiative „Zeit zum Aufstehen“ sei auch ökumenisch zu lesen. Es gelte das zu stärken, was die Kirchen in ihrem Kern verbinde. Dobers beschrieb die Ziele als eine „geistliche Energiewende“. Die Initiative sei eine Antwort auf eine „tiefgreifende spirituelle Krise“.

Link zu Initiative „Zeit zum Aufstehen“:
www.zeit-zum-aufstehen.de


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Lesermeinungen

 Scotus 9. April 2014 

Das Ewige ist immer aktuell

oder wie es auch Simone Weil formulierte:
"Man muss über die ewigen Dinge schreiben, um mit Sicherheit aktuell zu sein."


1

0
 
 Wiederkunft 9. April 2014 
 

Katholiken

Das können wir aus kath. Sicht nur bejahen. Das sind Berührungspunkte die uns Christen verbinden. Erwarte mir auch von Katholiken dieses klare Bekenntnis zur ganzen Wahrheit der Bibel, und nicht das ständige Zerpflücken und Hinterfragen des geoffenbarten Wort Gottes.


4

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 sttn 9. April 2014 
 

Ds was da steht können wir Katholiken auch mit

unterschreiben. Ich denke das ist die Ökumene die es geben kann, die sich im Glauben findet und die man auch immer häufiger bei verschiedene Themen findet wo Katholiken mit den immer weniger werdenden Christen in der evangelischen Kirche zusammenarbeiten.


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 Ulrich Motte 9. April 2014 
 

Viel Erfolg!

Aber alles, was diese ev. Christen fordern, und mehr finden sie längst in einigen ev. Freikirchen von der konservativeren SELK über die konservative ELFK bis zu Gemeinden in der KfG oder bei der Kamen- Initiative.


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 Schimmelreiter 9. April 2014 

etwas schwammig

Grundsätzlich begrüße ich diese Initiative und sehe sie als Reaktion auf die Eröffnung des Gender-Zentrums in Hannover. Allerdings sind manche Formulierungen doch etwas unscharf, eine deutliche Absage an verschiedene zeitgeistliche Irrtümer wäre wünschenswert, denn wenn das Ja kein Ja und das Nein kein Nein ist, sonder stets ein "Ja, aber" oder "Nein, aber", wird es nie zu einer klaren Position kommen.


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