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Historikerin: Vatikan hat Juden Roms vor Verfolgung geschützt

13. Oktober 2013 in Chronik, keine Lesermeinung
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Der Vatikan hat den verfolgten Juden Roms während des Zweiten Weltkriegs möglicherweise umfassender geholfen als bislang bekannt.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Der Vatikan hat den verfolgten Juden Roms während des Zweiten Weltkriegs möglicherweise umfassender geholfen als bislang bekannt. Das schreibt die italienische Historikerin Anna Foa in einem Gastbeitrag für die vatikanische Tageszeitung «Osservatore Romano» (Mittwoch). Darin präsentiert die in Rom lehrende Wissenschaftlerin mögliche Hinweise auf eine geheime diplomatische Intervention des Vatikan zum Schutz der Juden vor weiteren Verfolgungen durch die deutschen Besatzer nach der großen SS-Razzia am 16. Oktober 1943.

Für ein solches Eingreifen spreche, dass die Deutschen später kaum noch Razzien durchführten, obwohl sich die Juden, die der ersten Razzia entkommen waren, oft in ihren ursprünglichen Wohnungen aufhielten und ihre Adressen den Besatzern durch Listen bekannt waren, so Foa. Die rund 1.000 weiteren Juden, die nach dem 16. Oktober 1943 deportiert wurden, seien größtenteils von den italienischen Faschisten, illegalen Banden oder der römischen Polizei festgenommen worden. Die wenigen nach dem 16. Oktober von Deutschen durchgeführten Festnahmen seien zudem vor allem nach Hinweisen italienischer Spione erfolgt.


Am 16. Oktober 1943 hatte die SS in Rom 1.042 Juden verhaftet und in den folgenden Tagen in Konzentrationslager deportiert. Nur 16 von ihnen überlebten. Bis zum Ende der deutschen Besetzung Roms im Juni 1944 wurden insgesamt 2.091 römische Juden in die nationalsozialistische Konzentrationslager deportiert. Viele Juden konnten der Verfolgung entkommen, weil Papst Pius XII. veranlasste, dass der Vatikan und römische Klöster ihnen ihre Pforten öffneten.

Als weiteren möglichen Beleg für ihre These führt Foa zudem eine Bemerkung des damaligen deutschen Botschafters beim Heiligen Stuhl, Ernst von Weizsäcker, von Ende Oktober 1943 an. In einem Bericht an die Zentrale in Berlin schrieb von Weizsäcker, dass es in Rom fortan «zweifelsohne» keine Razzien mehr geben werde. Weizsäcker könnte in Gesprächen mit Kardinalstaatssekretär Luigi Maglione ausdrücklich oder implizit «eine Art Pakt mit dem Vatikan» geschlossen haben, spekuliert Foa. Daran hätten sich die deutschen Besatzer allerdings allenfalls teilweise gehalten.

Der Beitrag im «Osservatore Romano» beruht auf ihrem neuen Buch «Portico d'Ottavia n.13. Ein Haus im Ghetto im langen Winter 1943».

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Michael Hesemann im Interview über "Pius XII.: Ein Papst im Angesicht des Bösen."


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Die Wahrheit über Pius XII.
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