Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Was interessiert mich das Geschwätz von Rom...
  2. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  3. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  4. Katholiken fordern Exkommunikation der „katholischen“ US-Gouverneurin Maura Healey
  5. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  6. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  7. 500 Euro für ein Sakrament oder was ist das wirkliche Problem?
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  10. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  11. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  12. ‚Waldbrände in der Kurie‘
  13. Das Kirchenjahr als Weg durch die Heilsgeschichte. Dem Gottesdienst soll nichts vorgezogen werden!
  14. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  15. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“

Historikerin: Vatikan hat Juden Roms vor Verfolgung geschützt

13. Oktober 2013 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Vatikan hat den verfolgten Juden Roms während des Zweiten Weltkriegs möglicherweise umfassender geholfen als bislang bekannt.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Der Vatikan hat den verfolgten Juden Roms während des Zweiten Weltkriegs möglicherweise umfassender geholfen als bislang bekannt. Das schreibt die italienische Historikerin Anna Foa in einem Gastbeitrag für die vatikanische Tageszeitung «Osservatore Romano» (Mittwoch). Darin präsentiert die in Rom lehrende Wissenschaftlerin mögliche Hinweise auf eine geheime diplomatische Intervention des Vatikan zum Schutz der Juden vor weiteren Verfolgungen durch die deutschen Besatzer nach der großen SS-Razzia am 16. Oktober 1943.

Für ein solches Eingreifen spreche, dass die Deutschen später kaum noch Razzien durchführten, obwohl sich die Juden, die der ersten Razzia entkommen waren, oft in ihren ursprünglichen Wohnungen aufhielten und ihre Adressen den Besatzern durch Listen bekannt waren, so Foa. Die rund 1.000 weiteren Juden, die nach dem 16. Oktober 1943 deportiert wurden, seien größtenteils von den italienischen Faschisten, illegalen Banden oder der römischen Polizei festgenommen worden. Die wenigen nach dem 16. Oktober von Deutschen durchgeführten Festnahmen seien zudem vor allem nach Hinweisen italienischer Spione erfolgt.


Am 16. Oktober 1943 hatte die SS in Rom 1.042 Juden verhaftet und in den folgenden Tagen in Konzentrationslager deportiert. Nur 16 von ihnen überlebten. Bis zum Ende der deutschen Besetzung Roms im Juni 1944 wurden insgesamt 2.091 römische Juden in die nationalsozialistische Konzentrationslager deportiert. Viele Juden konnten der Verfolgung entkommen, weil Papst Pius XII. veranlasste, dass der Vatikan und römische Klöster ihnen ihre Pforten öffneten.

Als weiteren möglichen Beleg für ihre These führt Foa zudem eine Bemerkung des damaligen deutschen Botschafters beim Heiligen Stuhl, Ernst von Weizsäcker, von Ende Oktober 1943 an. In einem Bericht an die Zentrale in Berlin schrieb von Weizsäcker, dass es in Rom fortan «zweifelsohne» keine Razzien mehr geben werde. Weizsäcker könnte in Gesprächen mit Kardinalstaatssekretär Luigi Maglione ausdrücklich oder implizit «eine Art Pakt mit dem Vatikan» geschlossen haben, spekuliert Foa. Daran hätten sich die deutschen Besatzer allerdings allenfalls teilweise gehalten.

Der Beitrag im «Osservatore Romano» beruht auf ihrem neuen Buch «Portico d'Ottavia n.13. Ein Haus im Ghetto im langen Winter 1943».

Pius XII. und die Juden - Mit Zeitzeugenberichten von italienisch-jüdischen Holocaustüberlebenden!


Michael Hesemann im Interview über "Pius XII.: Ein Papst im Angesicht des Bösen."


Geheimes Hilfsnetzwerk Pius XII. für die Juden entdeckt



kath.net-Buchtipp:
Der Papst, der Hitler trotzte
Die Wahrheit über Pius XII.
Von Michael Hesemann
Gebundene Ausgabe, 255 Seiten; 16-Fototaf.;
2008 Sankt Ulrich Verlag
ISBN 978-3-86744-064-6
Preis 20.50 €

Bestellmöglichkeiten bei unseren Partnern:

- Link zum kathShop

- Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus:
Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]
Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]
Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch entstehen nur Inlandsportokosten.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Judentum

  1. „Die katholische Gemeinschaft hat heute Morgen für unsere jüdischen Nachbarn und Freunde gebetet“
  2. Chanukka & Weihnachten: Christen und Juden betonen Gemeinsamkeiten
  3. „Was Benedikt XVI. uns über Israel lehrte – und warum es heute von Bedeutung ist“
  4. 'Am Vorabend der Reichspogromnacht...'
  5. Kritische Anfrage des israelischen Oberrabbinats an Papst Franziskus
  6. Israelischer Botschafter in Polen äußert sich sehr wertschätzend über Papst Johannes Paul II.
  7. Schönborn: Christen dürfen nie das den Juden angetane Leid vergessen
  8. 'Wir sagen euch Deutschen: Seid gesegnet! Kommt zum Leben'
  9. „Heute habe ich erlebt, was es bedeutet, Jude zu sein im Jahr 2019“
  10. Papst besorgt über ‘barbarische’ Zunahme von Angriffen auf Juden






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Wenn sich Gratismut in Angst verwandelt
  3. Bußgeldverfahren gegen Schüler nach Weigerung an LGBT-Workshop teilzunehmen
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. Katholische Beerdigung für italienischen Gitarristen wurde abgesagt, weil er Freimaurer war
  6. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  7. Bischof Hansen/Oslo kündigt Diözesansynode an – Keine Abstimmung über die kirchliche Lehre
  8. "Ich würde Kinderbetreuung nicht als Arbeit sehen, sage ich Ihnen ganz ehrlich"
  9. Influencerin bezeichnet Trans-Politiker als Mann: zu zwei Jahren Hausarrest verurteilt
  10. Präfekt des Dikasteriums für die Gesetzestexte: Kirchenrecht soll dem Heil der Seelen dienen
  11. Ein Fall für den Staatsfunk: Wie Georg Restle Verschwörungsmythen als „Haltung“ verkauft
  12. Expertin fordert nach Aufsichtsversäumnissen in den Provinzen nun nationalen Sterbehilfe-Watchdog
  13. "Satanisches Lachen" - US-Demokraten aus Massachusetts feiern Ermorden von Kindern bis zur Geburt!
  14. Frankreich: Massenansturm auf Kartenreservierungen für die Papst Leo-Reise!
  15. Trauer im Bistum Hongkong: Ältester Trappist der Welt im Alter von 108 gestorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz