Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  13. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
  14. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
  15. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein

Verachtung der Kirche ist gleichbedeutend mit der Verachtung Gottes

29. Juni 2013 in Buchtipp, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ab sofort jeden Samstag exklusiv auf kath.net Auszüge aus dem neuen Buch von Prälat Imkamp "Sei kein Spießer, sei katholisch!" - Teil 1


München (kath.net)
Im selben Dekret werden auch die Anhänger des pädagogischen Unschuldswahns zusammengefaltet: »Die Sitte, Kinder nach dem erlangten Vernunftgebrauch nicht zur Beichte zuzulassen oder sie niemals zu absolvieren, ist gänzlich zu verwerfen.« Effizienter als mit dem bewährten Instrumentarium der Kirche lässt sich auch im 21. Jahrhundert Klagen über glaubensferne Jugendliche nicht vorbeugen. Für alle Generationen aber gilt: Prophylaxe ist besser als Nachsorge!

Nicht selten leiden die Christen in der Kirche unter Situationen mit gravierenden Defekten und Defiziten, manchmal sogar auch unter schwerem, schuldhaftem Versagen. Gerade deswegen wirken die Sakramente »ex opere operato«, das heißt: aus ihrem Vollzug selbst. Durch das korrekt gespendete Sakrament empfangen die Gläubigen die damit verbundene Gnade. Die Wirksamkeit der Sakramente ist also unabhängig von der Würde des Spenders. Damit sind die Laien gewissermaßen emanzipiert und unabhängig von den menschlichen Schwächen und charakterlichen Defiziten des Klerus, zumindest im Kernbereich der Sakramentenspendung. Alles andere wäre auch mit der herausragenden Bedeutung der heiligen Eucharistie nicht zu vereinbaren. Sie ist eben keine Feier, in der eucharistisches Kleingebäck unter Gutmenschen verteilt wird, sondern auch und vor allem die unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers. Unendliche Zeiten, Ewigkeiten, fallen in der Messe zusammen. Wir werden gleichzeitig Zeugen des Abendmahls und des Kreuzestodes. Christus nimmt uns mit hinein in das Geheimnis seines Leidens und Sterbens. Er schenkt sich selbst den Menschen in der Brotsgestalt. Die Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi wird zum Geheimnis des Glaubens. Eine würdige Anbetung ist die einzig angemessene Antwort des Christen auf dieses Geschehen im heiligen Messopfer.


Manchen Zeitgenossen mag es angesichts des Kreuzesopfers viel praktischer erscheinen, an eine Wiedergeburt zu glauben oder an die Auflösung der eigenen Person in ein namenloses Nichts. Dass sich solche Weltanschauungen oft in einer hochphilosophischen und religionswissenschaftlich komplizierten Sprache präsentieren, ist nichts anderes als eine intellektuelle Camouflage. Natürlich gibt es auch eine bildungsbürgerliche Arroganz. Sie fängt an bei der Polemik gegen die früher sogenannte Winkelmesse, die der Priester privat für sich ohne Volk zelebrierte. Sie hört beim platten Kannibalismusvorwurf noch lange nicht auf. Diese bildungsbürgerliche Arroganz ist der Ausdruck eines wohl im Letzten sehr tief sitzenden, schlichten intellektuellen Defizits, das nach Verlässlichkeit und Beweisbarkeit verlangt, aber für exotische Kulte bereit ist, darauf zu verzichten.
Auch die populäre Maxime »Jesus ja, Kirche nein« beruht auf einem Trugschluss. Sie deutet an, Jesus sei auch außerhalb seiner Kirche eine ausreichend erfahrbare Größe.

Die Kirche ist aber der fortlebende Christus in der Welt und in der Zeit von heute.
Kirche ist selbst nicht nur Subjekt, sondern auch Objekt des Glaubens: »Credo … (in) unam sanctam catholicam et apostolicam ecclesiam«, heißt es im Credo der hl. Messe.

Wer sich einbildet, nach zweitausend Jahren auf die historische Figur Jesu zurückgreifen und ihn von der Interpretationsgemeinschaft der Kirche trennen zu können, irrt gewaltig. Denn die Kirche ist vom gleichen Geist geprägt, den Jesus in die Welt gesandt hat. Deswegen hat der spanische Politiker Donoso Cortés (1809–1853) völlig recht, wenn er feststellt: »Die Verachtung der Kirche ist gleichbedeutend mit der Verachtung Gottes.«

Text (c) by KÖSEL VERLAG

Wilhelm Imkamp
Sei kein Spießer
KÖSEL-Verlag
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 160 Seiten,
13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-466-37071-9
€ 18,50

Buch im KATHSHOP

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 WoNe 29. Juni 2013 
 

Vielen herzlichen Dank!

Nach dem Lesen dieses ersten Teils ist das Buch schon so gut wie gekauft.

Vielen herzlichen Dank an das Kath.net-Team für die auszugsweise Vorstellung des Buchs!


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Katholiken

  1. US-Vizepräsident Vance kündigt Buch über seinen persönlichen Rückweg zum katholischen Glauben an
  2. Pippi-Langstrumpf-Kirche
  3. Kirgisistan: „Katholiken werden viele Steine in den Weg gelegt“
  4. Man kann einen Papst nicht anklagen!
  5. Protestantischer YouTube-Star wird katholisch
  6. Dann werden die Schafe nicht länger die Beute schlechter Hirten sein
  7. 'Je Suis Catholique!'
  8. Ein katholischer Priester hat genug von Event-Christen
  9. Katholisch als Fremdsprache
  10. ‚Die Kirche ist nicht mehr zu retten’







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  3. Verletzter Priester: "Wir vergeben!"
  4. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'
  5. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  6. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  7. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  8. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  9. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  12. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  13. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  14. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  15. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz