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Evangelischer Landesbischof kritisiert Familienpapier der EKD

26. Juni 2013 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
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Württembergischer evangelischer Bischof July: Der institutionelle Aspekt der Ehe wird „fast lautlos aufgegeben“, die Bedeutung der sogenannten klassischen Familie zu wenig geachtet


Stuttgart (kath.net/idea) Erstmals hat sich ein evangelischer Kirchenleiter kritisch zum neuen Familienpapier des Rates der EKD geäußert. Die Mitte Juni veröffentlichte „Orientierungshilfe“ vertritt ein erweitertes Familienbild, das vielfältige Lebensformen einschließt, zum Beispiel gleichgeschlechtliche Partnerschaften mit Kindern.

Nach Ansicht des württembergischen Landesbischofs Frank Otfried July (Foto) wird die Bedeutung der sogenannten klassischen Familie zu wenig geachtet. Der institutionelle Aspekt der Ehe werde „fast lautlos aufgegeben“ oder „pauschal zurückgewiesen“, etwa durch die Bemerkung, er entspreche nicht der Breite des biblischen Zeugnisses. Auch das Ziel der lebenslangen Treue dürfe nicht preisgegeben werden. Sie werde von der ewigen Treue Gottes zu den Menschen abgeleitet. Das vielfache Scheitern streiche dieses Ziel nicht aus. „Sehr schnell wird aus der Beschreibung der gesellschaftlichen Veränderungen auch die Festlegung eines neuen Familienbegriffs“, heißt es in einer am 25. Juni in Stuttgart veröffentlichten Stellungnahme Julys.

Ein ausführlicher Konsultationsprozess wäre angemessener gewesen

Ferner bezweifelt der Bischof, dass das Verfahren zur Entstehung der „Orientierungshilfe“ sachgerecht gewesen sei. Angemessener wäre ein ausführlicher Konsultationsprozess unter Beteiligung von Landeskirchen, Synoden und Kirchengemeinderäten. Das evangelische Württemberg würde sich in einem solchen Prozess mit der ganzen Bandbreite unterschiedlicher Auffassungen einbringen, so July. Dazu gehöre auch die Überzeugung, dass die Institution der Ehe nach wie vor eine besondere Bedeutung für die Gesellschaft habe.

Positiv an der „Orientierungshilfe“ sei die differenzierte Beschreibung von Lebenssituationen und Lebensverhältnissen. Den Autoren sei es gelungen, die gesellschaftspolitische Breite und Vernetzung der familienpolitischen Debatten und Fragestellungen in ihrer Vielfalt zu zeigen.

Foto Landesbischof July © Evangelische Landeskirche in Württemberg


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Lesermeinungen

 Christa 29. Juni 2013 

Der ev. Dekan von Mannheim auf der Zeitgeistschiene!

Hier der Link:
http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/respekt-fur-alle-formen-von-familie-1.1096639


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 Ulrich Motte 27. Juni 2013 
 

Inzwischen auch

unter anderen der ehemalige ev.Militärbischof Löwe, ein bayerischer luth. Regionalbischof und der oberste Geistliche der ev. Kirche von Anhalt.


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 Lolek 26. Juni 2013 
 

Die Ökumene ist

tot - und das ist auch gut so!


2

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 Bichler 26. Juni 2013 

Die Ökumene mit der EKD ist tot

und man sollte den Mut haben, das offen auszusprechen, gerade im Hinblick auf 2017! So führt das zu nichts! Und das wissen die Beteiligten. Auch in Deutschland sollte sich die kath. Kirche - wie sie es weltweit auch forciert, nur eben hier nicht - ganz auf den Dialog mit der Orthodoxie konzentrieren, den ich persönlich seit Jahren und gerade wieder letzte Woche im Nahen Osten als enorm fruchtbar und brüderlich empfinde!


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