Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  2. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  3. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  4. Kirche im Verfall
  5. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  6. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen
  7. Die „Synodalkonferenz“ der deutschen Funktionäre
  8. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  9. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  10. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  11. Klinisch tot nach Herzstillstand: Hirnaktivität noch Minuten, sogar Stunden messbar
  12. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  13. THESE: Warum die UNO weg muss!
  14. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  15. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970

Scharfe Kritik an Familienbild des EKD-Ratsvorsitzenden

19. Februar 2013 in Deutschland, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Birgit Kelle: „Ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass sich nicht einmal mehr die evangelische Kirche in Deutschland klar und eindeutig zu der Wichtigkeit und Einzigartigkeit der Familie als kleinster Keimzelle der Gesellschaft bekennt.“


Düsseldorf/Kempen (kath.net/idea) Auf heftigen Widerspruch sind Äußerungen des EKD-Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), zur Familie gestoßen. Er plädierte für ein neues familienpolitisches Leitbild. „Familie ist da, wo Menschen verbindlich auf Dauer zusammenleben und Verantwortung füreinander übernehmen“, sagte er der Tageszeitung „Die Welt“ (Berlin). Auch Paare ohne Kinder bildeten eine Familie.

Laut Schneider muss die soziologische Sicht, dass eine Familie aus Vater, Mutter und Kind bestehe, durch eine inhaltliche Definition ersetzt werden. Konstitutiv seien Verbindlichkeit, Liebe, Achtsamkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.


Die Ehe als „Möglichkeit, in einer rechtlich geordneten Weise Verantwortung füreinander zu übernehmen“, sollte weiter gefördert werden. Dabei müsse sichergestellt werden, dass Frauen ihren Weg im Beruf gehen und zugleich ein Leben mit Familie und Kindern führen können. Dies könne durch eine Mütterrente gefördert werden. Außerdem müssten ausreichend Betreuungsangebote für Kleinkinder zur Verfügung stehen.

Das von der Bundesregierung beschlossene Betreuungsgeld hält Schneider für einen Fehler, da es wegen der zu geringen Zahl an Plätzen in Kindertagesstätten oder bei Tagesmüttern keine echte Wahl zwischen der Betreuung zu Hause oder in einer Einrichtung gebe.

Birgit Kelle: Ich bin schockiert

Scharfe Kritik an der Definition von Familie durch Schneider übte die Vorsitzende der Organisation „Frau 2000plus“, die Journalistin Birgit Kelle (Kempen/Niederrhein). Nach ihren Worten leben auch in den Slums von Indien elternlose Kinder dauerhaft zusammen: „Ist da jetzt auch Familie?“

Kelle zufolge sucht man sich Familie nicht aus: „Sie wird einem in die Wiege gelegt. Wer Familie als x-beliebige Wohngemeinschaft definiert, hat Familie schon längst aufgegeben.“

Insofern wundere sie sich nicht, dass Schneider das Betreuungsgeld ablehne: „Das passt wunderbar in sein Weltbild.“

Wer Familie aus Vater, Mutter und Kindern nicht mehr als etwas Einzigartiges betrachte, für den gebe es auch keinen Grund, diese Lebensform zu unterstützen.

Da schaffe man dann lieber die „Ersatzfamilie“ in der Krippe. Kelle: „Ich bin ehrlich gesagt schockiert, dass sich nicht einmal mehr die evangelische Kirche in Deutschland klar und eindeutig zu der Wichtigkeit und Einzigartigkeit der Familie als kleinster Keimzelle der Gesellschaft bekennt.“

Die Journalistin, die durch Auftritte in Fernsehdiskussionen bekannt wurde, ist römisch-katholisch und Mutter von vier Kindern. Die Organisation „Frau 2000plus“ setzt sich für die Förderung von Familien und besonders Müttern ein. Sie plädiert „für ein neues Frauenbild jenseits der alten feministischen Vorstellung“.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Evangelische Gemeins

  1. „Die Kirche in Deutschland hat abgehängt“
  2. Evangelische Pfarrerin segnet VIER Männer in sogenannter „Polyhochzeit“
  3. "Interviews mit Bedford-Strohm oder Margot Käßmann nur noch schwer an Kitsch zu übertreffen"
  4. Reiner Haseloff: Luther ist den Katholiken heute näher als der evangelischen Kirche
  5. Kunstaktion: Plastikmüll in Taufbecken
  6. Evangelische Kirchengemeinde streicht klassischen Sonntagsgottesdienst
  7. „Respektvolle Trennung statt endlosen Streits“
  8. EKD-Vorsitzender Bedford-Strohm erhält Morddrohungen
  9. Stehen die Methodisten unmittelbar vor weltweitem Schisma?
  10. „Jetzt hat auch die EKD ein Problem“







Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Piusbrüder lehnen Dialog mit Rom ab und beharren auf Bischofsweihe
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Offener Brief an Kardinal Marc Ouellet
  8. Die Kardinäle Ghirlanda und Ouellet denken gleich wie die Piusbruderschaft
  9. Kirche im Verfall
  10. Donald Trump und Keir Starmer grüßen Christen am Aschermittwoch, Merz und Van der Bellen die Muslime
  11. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  12. „Warum bin ich noch in der Kirche?“, fragte der Theologe Joseph Ratzinger bereits 1970
  13. 'Reiner Bullshit': Macron sorgt mit Attacke auf Meinungsfreiheit für Entsetzen
  14. Das Ende einer Amtszeit voller Streit und Spaltung
  15. Kritik an Kanzler Merz nach Ramadan-Grüßen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz