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Die Krippendiskussion und der Wunsch der Wirtschaft

8. Jänner 2013 in Familie, 4 Lesermeinungen
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Erlanger Professor für Neurobiologie, Ralph Dawirs: Bei der Krippendiskussion gehe es „nicht um das Kindeswohl, sondern um wirtschaftliche Interessen“. Wenn Kinder in Krippen leben, führt das zu einem hohen Risiko für die psychische Entwicklung.


Erlangen (kath.net/pl) „Wenn Kinder in Krippen leben, also in ‚emotionale Entbindungssituationen‘ kommen, führt das zu einem hohen Risiko, dass die psychische Entwicklung einen ungünstigen Verlauf nimmt“. Dies sagte Ralph Dawirs, Professor für Neurobiologie am Universitätsklinikum Erlangen, Fachautor und Mitbegründer des Instituts für Bindungswissenschaften, im Interview mit der „Tagespost“. Bei der Krippendiskussion gehe es aber „nicht um das Kindeswohl, sondern um wirtschaftliche Interessen“. Die Kinder „sind zum Spielball geworden. Jeder Einzelne muss sich fragen: Machst du da mit oder nicht“.


Dawirs erläuterte der „Tagespost“ weiter, es fehle ihm „die Ehrlichkeit zu sagen, worum es da wirklich geht. Es geht um den Hunger der Wirtschaft nach Arbeitskräften. Die Wirtschaft möchte, dass beide Elternteile arbeiten.“ Den staatlich geförderten Krippenausbau nannte der Wissenschaftler „eine einseitige Bevorzugung des Lebensmodells Trennung von Kleinstkindern von ihren Eltern“. Doch müsse dies nicht die einzige Alternative sein. Denn „die 1500 Euro, die ein Krippenplatz pro Kind und Monat kostet, könnten genauso gut für eine Tagesmutter investiert werden, die dann nachhaltig als Bindungsperson zur Verfügung steht“


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Lesermeinungen

  9. Jänner 2013 
 

eigentliche Interessen

Eltern haben sich nach Meinung der Wirtschaft nicht um ihre Kleinkinder zu kümmern.
Dafür gibt es schließlich die Kitas.
Eltern sind größtenteils dazu da, die Wirtschaft am Laufen zu halten.
Erstens als Konsumenten für Baby- und Kinderbedarf und überdies der eigenen.
Zweitens als stets begeisterte, stets einsatzbereite Angestellte und Arbeiter, die helfen dürfen, die Profite zu steigern.
Je mehr Anwärter Schlange stehen um begehrte Jobs, desto mehr kann man mit dem Lohn für den Einzelnen runtergehen.
Die Interessen von Babys und Kleinkindern sind da nur marginal.
Außerdem: Kinder, die man frühzeitig der individuellen Wertevermittlung durch die Eltern entzieht, kann man besser formen.
Wie es vor Monaten ein SPD-Politiker ziemlich ungeniert sinngemäß formulierte:
*In den Kitas werden die zukünftigen Staatsbürger geformt.*
Voilá!


1
 
 Ester 9. Jänner 2013 
 

Es ist miottlerweile

ja so, dass auch nichterwerbstätigen Müttern nahegelegt wird, ihrer Kinder so früh wie möglich in die Krippe zu tun.
Das sei ja soooo wichtig für die Kleinen wegen wasweißichwas.
Verkehrte Wellt eben!


1
 
 Konrad Georg 8. Jänner 2013 
 

Der Professor argumentiert hier vorsichtig,

um nicht alle Teufel zu wecken.

Kapitalismus und Sozialismus treffen sich am Kinderbettchen.

Die voll erwerbstätige Frau ist für Sozialisten und Kommunisten eine pathologische Zwangsvorstellung. Die \"werktätige\" Frau als Konkrrenz zum Mann ist ganz im Sinne Satans.


1
 
 backinchurch 8. Jänner 2013 
 

Warum die Ablehnung dieser Erkenntnisse ....

... von großen Teilen der politischen \"Entscheider\"? Vielleicht sind sie selbst von der Wirtschaft \"gekauft\" oder bedauerlicherweise dermaßen gendermanipuliert, dass die damit verbundene Kindergeringschätzung als \"normal\" angesehen wird. CSU, bleibe stark beim Betreuungsgeld!
Den Begriff \" ‚emotionale Entbindungssituation\" als Synonym für Kinderabwurf in Krippen muss ich mir merken.


2
 

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