06 Dezember 2012, 11:00
Matussek: Katholizismus verteidigen ist öffentlicher Selbstmord
 
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«Spiegel»- und Buchautor Matthias Matussek findet den Vorwurf «eigenartig», mit seinem neuesten Buch nur eine Marktlücke entdeckt zu haben. «Wenn ich mir unbedingt ein populäres Sujet aussuchen wollte, dann doch etwas anderes als den Katholizismus!»

Hamburg (kath.net/KNA) Matthias Matussek (Foto), «Spiegel»- und Buchautor, findet den Vorwurf «eigenartig», mit seinem Buch «Das katholische Abenteuer» nur eine Marktlücke entdeckt zu haben. «Wenn ich mir unbedingt ein populäres Sujet aussuchen wollte, dann doch etwas anderes als den Katholizismus! Wer für den eintritt, der begeht öffentlich Selbstmord», sagte Matussek dem «Hamburger Abendblatt» (Mittwoch).

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Muslimische Autoren hätten es in den Feuilletons leichter. «Wenn es in unserer Gesellschaft um Glauben geht, sind viele ja peinlich berührt. Wieso eigentlich? Es gab immer schon Autoren, die im Echoraum des katholischen Glaubens tolle Romane abgeliefert haben.» Dazu zähle etwa der amerikanische Autor Walker Percy (1916-1990).

Sein neues Buch «Die Apokalypse nach Richard» sei keine Missionierungs-, sondern eine Weihnachts- und Familiengeschichte, betonte Matussek. «Und diese Familie ist eben katholisch. Ich will niemanden bekehren, es sei denn dazu, sich den Wundern des Lebens zu öffnen. Sicher gehören Wunder zum Glauben.» Trotz Konsumterror glaube er an Weihnachten, sagte der Autor. «Ich habe auch Geschenke gekauft, ist doch in Ordnung - wenn wir nicht den Kern aus den Augen verlieren: dass Gott Mensch geworden ist und mit Christi Geburt tatsächlich eine neue Zeitrechnung beginnt.» Dies sei eine gewaltige Erschütterung. «Ansonsten: Wir alle sind zu Weihnachten entschlossen, bessere und nettere Menschen zu sein. Das ist doch wunderbar.»

kath.net-Buchtipp:
Die Apokalypse nach Richard. Eine festliche Geschichte
Von Matthias Matussek
190 Seiten;
Aufbau-Verlag 2012
ISBN 978-3-351-03501-3
Preis 17.50 EUR

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