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Kardinal Woelki wird Pfarrer in Rom

2. Juli 2012 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
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Römische Gemeinde bereitet Berliner Kardinal herzlichen Empfang. Von Johannes Schidelko (KNA)


Rom (kath.net/KNA) Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki (55) hat am Samstagabend seine römische Titelkirche in Besitz genommen. Viereinhalb Monate nach dem Konsistorium, bei dem der Papst ihn zum jüngsten Kardinal der Weltkirche gemacht hatte, feierte Woelki mit der römischen Pfarrei «San Giovanni Maria Vianney» seinen ersten Gottesdienst. Die 18.000-Seelen-Gemeinde im östlichen Stadtrandbezirk Borghesiana hieß ihren neuen «Ehrenpfarrer» mit der Vorabendmesse bei schweißtreibender Hitze herzlich willkommen.

Er freue sich über die Entscheidung des Papstes und die Begegnung mit der dem heiligen Pfarrer von Ars (1786-1859) gewidmeten Gemeinde, sagte Woelki, der Liturgie und Predigt komplett auf Italienisch hielt. Im Altarraum war links das Wappen des Papstes angebracht und rechts das des Berliner Kardinals. Das Altarbild selbst zeigt den Patron des Gotteshauses.

Dieser Pfarrer von Ars, Patron aller Priester, habe in einer für die Kirche schwierigen Zeit durch ein gelebtes Glaubenszeugnis seine Gemeinde und fast ganz Frankreich bekehrt, betonte Woelki in seiner Predigt. Ein solches Zeugnis zur Erneuerung der Kirche sei auch heute gefragt, wo der Glaube vielfach bedroht sei und im pluralen Geflecht neben anderen normgebenden Instanzen verschwinde. Dabei genüge es nicht, Gott nur ein paar Nischen einzuräumen, etwa an Feiertagen oder zu Taufe oder Hochzeit, meinte der Kardinal. «Gott will uns ganz, denn er gibt sich uns ganz».

Woelki zitierte auch einen Ausspruch des indischen Morallehrers Mahatma Gandhi (1869-1948), die Christen müssten «mehr nach der Bergpredigt duften». Christsein, so der Kardinal, müsse man an der Art ablesen, wie man lebe, die Berufspflichten erfülle, in der Familie lebe, mit den Nachbarn umgehe und sich im gesellschaftlichen politischen Leben einsetze. Auf Deutsch gedachte er bei der Messe seines vor genau einem Jahr verstorbenen Vorgängers Georg Sterzinsky.

Pfarrer Marco Gandolfo hieß den Kardinal unter dem Applaus mehrerer hundert Besucher herzlich willkommen. Seine in den 1950er Jahren entstandene «bescheidene Gemeinde», die seit 1990 über ein modernes Gotteshaus verfügt, habe sich «sehr gefreut und geehrt gefühlt», als der Papst sie zur Titelkirche nominiert und sie dem jüngsten der Kardinäle, dem Erzbischof von Berlin, zugewiesen habe.

Als Gastgeschenk überreichte eine junge Familie dem Titelherrn eine Stola und einen bestickten Kelchdeckel. Woelki revanchierte sich mit einer großen Kerze mit dem Wappen des Berliner Kardinals. Nach der Messe lud die Gemeinde den neuen «Pfarrer» mit seiner Familie und den angereisten Delegationen aus Berlin und dessen Kölner Heimat zum Abendessen in den Pfarrsaal.

Woelki äußerte sich sehr zufrieden über diese Begegnung. «Ich hoffe, dass sich das gute Miteinander fortsetzt und dass mit der Zeit eine gute Beziehung und Partnerschaft wachsen kann», sagte er anschließend. Pfarrer Gandolfo und der Titularpfarrer Woelki sondieren offenbar bereits mögliche Projekte.


(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto Kardinal Woelki: (c) Erzbistum Berlin


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Lesermeinungen

 Idemar 4. Juli 2012 
 

In aller Freundlichkeit

@ Claudia Caecilia
Vor zwei Jahren haben Sie im Streit mit diaconus Ihre gesundheitliche und familäre Situation öffentlich gemacht. Da haben Sie mir leidgetan. Doch angesichts ihrer fortlaufenden Posterkritik, die mit herabsetzenden Worten nicht spart, anstatt sich mit abweichenden Meinungen ernsthaft auseinanderzusetzen, reduziert sich mein Mitfühlen mit Ihnen zusehends. Auf Ihre Poster-Ratschläge zum Seelenheil und Ihre anmaßende Zuerkennung des Prädikats \"unchristlich\" reagiere ich allergisch, ebenso auf Postings abqualifizierende Wörter wie erschreckend, entsetzlich und ä. Könnten Sie wieder Sachbeiträge liefern?


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 Claudia Caecilia 3. Juli 2012 
 

@Wischy

Sie haben Recht, aber das lassen hier die meisten nicht an sich heran. Machen Sie sich nichts d`raus. Es ist gut, dass Sie ein Gespür für die unschönen, z.T. hämischen und dadurch unchristlichen Kommentare haben und diese ablehnen.


1

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 Idemar 3. Juli 2012 
 

Tu es, @ Wischy!

Beantworten Sie meine Frage zum Thema Legitimation des Petrusamtes (unter \"Tu es, Petrus\"), statt hier andere Poster zu kritikastern. Oder haben Sie sich mit Ihren dortigen vagen Andeutungen übernommen? Fürchte fast, dass es so ist.


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 Wischy 3. Juli 2012 
 

Mäkelnde Kritikaster

Warum immer diese hämisch-galligen Hiebe? Diese unbarmherzige Besserwisserei, die sich als auserlesenes Organ des Heiligen Geistes zu dünken scheint?


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 Dismas 2. Juli 2012 

Leider hat Eminenz Woelki mit einigen Äußerungen ziemliche

Verunsicherung gestiftet.
Außerdem: diese Hl.Messe hätte sich doch wunderbar dazu geeignet in Latein gehalten zu werden.... Nur mal so ein Gedanke...


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 Willigis 2. Juli 2012 
 

Der Pfarrer von Ars...

...ist der Patron der Pfarrer. Die Ausdehnung des Patronats auf alle Priester ist ja nichts geworden.


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 Fred Frosch 2. Juli 2012 

Kardinal Woelki wird Pfarrer in Rom

na, zum Lachen ist uns da aber nicht.


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 niclaas 2. Juli 2012 
 

Hoffentlich wird er in Rom nicht zum kirchlichen Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen und den Homosexuellen gefragt – da sind nämlich jede Menge Verstrickungen im »pluralen Geflecht« zu befürchten …


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