Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ZDF hasst Katholiken
  2. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  3. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  4. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  5. Christus bleibt nicht im Tempel! Fronleichnam: Einladung für die Gegenwart
  6. Es gibt keine zweite Chance mehr
  7. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  8. Papst Pius X.: ‚Was brauchen wir heute am meisten, um die Gesellschaft zu retten?
  9. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  10. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  11. Technisch brillant, geistig obdachlos
  12. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  13. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie
  14. Rektor Jan Frąckowiak: „Ein Priester muss ein Mann des Glaubens sein“
  15. "Ich glaube, dass ich glaube"

Kardinal Woelki wird Pfarrer in Rom

2. Juli 2012 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Römische Gemeinde bereitet Berliner Kardinal herzlichen Empfang. Von Johannes Schidelko (KNA)


Rom (kath.net/KNA) Der Berliner Kardinal Rainer Maria Woelki (55) hat am Samstagabend seine römische Titelkirche in Besitz genommen. Viereinhalb Monate nach dem Konsistorium, bei dem der Papst ihn zum jüngsten Kardinal der Weltkirche gemacht hatte, feierte Woelki mit der römischen Pfarrei «San Giovanni Maria Vianney» seinen ersten Gottesdienst. Die 18.000-Seelen-Gemeinde im östlichen Stadtrandbezirk Borghesiana hieß ihren neuen «Ehrenpfarrer» mit der Vorabendmesse bei schweißtreibender Hitze herzlich willkommen.

Er freue sich über die Entscheidung des Papstes und die Begegnung mit der dem heiligen Pfarrer von Ars (1786-1859) gewidmeten Gemeinde, sagte Woelki, der Liturgie und Predigt komplett auf Italienisch hielt. Im Altarraum war links das Wappen des Papstes angebracht und rechts das des Berliner Kardinals. Das Altarbild selbst zeigt den Patron des Gotteshauses.


Dieser Pfarrer von Ars, Patron aller Priester, habe in einer für die Kirche schwierigen Zeit durch ein gelebtes Glaubenszeugnis seine Gemeinde und fast ganz Frankreich bekehrt, betonte Woelki in seiner Predigt. Ein solches Zeugnis zur Erneuerung der Kirche sei auch heute gefragt, wo der Glaube vielfach bedroht sei und im pluralen Geflecht neben anderen normgebenden Instanzen verschwinde. Dabei genüge es nicht, Gott nur ein paar Nischen einzuräumen, etwa an Feiertagen oder zu Taufe oder Hochzeit, meinte der Kardinal. «Gott will uns ganz, denn er gibt sich uns ganz».

Woelki zitierte auch einen Ausspruch des indischen Morallehrers Mahatma Gandhi (1869-1948), die Christen müssten «mehr nach der Bergpredigt duften». Christsein, so der Kardinal, müsse man an der Art ablesen, wie man lebe, die Berufspflichten erfülle, in der Familie lebe, mit den Nachbarn umgehe und sich im gesellschaftlichen politischen Leben einsetze. Auf Deutsch gedachte er bei der Messe seines vor genau einem Jahr verstorbenen Vorgängers Georg Sterzinsky.

Pfarrer Marco Gandolfo hieß den Kardinal unter dem Applaus mehrerer hundert Besucher herzlich willkommen. Seine in den 1950er Jahren entstandene «bescheidene Gemeinde», die seit 1990 über ein modernes Gotteshaus verfügt, habe sich «sehr gefreut und geehrt gefühlt», als der Papst sie zur Titelkirche nominiert und sie dem jüngsten der Kardinäle, dem Erzbischof von Berlin, zugewiesen habe.

Als Gastgeschenk überreichte eine junge Familie dem Titelherrn eine Stola und einen bestickten Kelchdeckel. Woelki revanchierte sich mit einer großen Kerze mit dem Wappen des Berliner Kardinals. Nach der Messe lud die Gemeinde den neuen «Pfarrer» mit seiner Familie und den angereisten Delegationen aus Berlin und dessen Kölner Heimat zum Abendessen in den Pfarrsaal.

Woelki äußerte sich sehr zufrieden über diese Begegnung. «Ich hoffe, dass sich das gute Miteinander fortsetzt und dass mit der Zeit eine gute Beziehung und Partnerschaft wachsen kann», sagte er anschließend. Pfarrer Gandolfo und der Titularpfarrer Woelki sondieren offenbar bereits mögliche Projekte.


(C) 2012 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto Kardinal Woelki: (c) Erzbistum Berlin


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  4. Juli 2012 
 

In aller Freundlichkeit

@ Claudia Caecilia
Vor zwei Jahren haben Sie im Streit mit diaconus Ihre gesundheitliche und familäre Situation öffentlich gemacht. Da haben Sie mir leidgetan. Doch angesichts ihrer fortlaufenden Posterkritik, die mit herabsetzenden Worten nicht spart, anstatt sich mit abweichenden Meinungen ernsthaft auseinanderzusetzen, reduziert sich mein Mitfühlen mit Ihnen zusehends. Auf Ihre Poster-Ratschläge zum Seelenheil und Ihre anmaßende Zuerkennung des Prädikats \"unchristlich\" reagiere ich allergisch, ebenso auf Postings abqualifizierende Wörter wie erschreckend, entsetzlich und ä. Könnten Sie wieder Sachbeiträge liefern?


1
 
 Claudia Caecilia 3. Juli 2012 
 

@Wischy

Sie haben Recht, aber das lassen hier die meisten nicht an sich heran. Machen Sie sich nichts d`raus. Es ist gut, dass Sie ein Gespür für die unschönen, z.T. hämischen und dadurch unchristlichen Kommentare haben und diese ablehnen.


1
 
  3. Juli 2012 
 

Tu es, @ Wischy!

Beantworten Sie meine Frage zum Thema Legitimation des Petrusamtes (unter \"Tu es, Petrus\"), statt hier andere Poster zu kritikastern. Oder haben Sie sich mit Ihren dortigen vagen Andeutungen übernommen? Fürchte fast, dass es so ist.


3
 
 Wischy 3. Juli 2012 
 

Mäkelnde Kritikaster

Warum immer diese hämisch-galligen Hiebe? Diese unbarmherzige Besserwisserei, die sich als auserlesenes Organ des Heiligen Geistes zu dünken scheint?


4
 
 Dismas 2. Juli 2012 

Leider hat Eminenz Woelki mit einigen Äußerungen ziemliche

Verunsicherung gestiftet.
Außerdem: diese Hl.Messe hätte sich doch wunderbar dazu geeignet in Latein gehalten zu werden.... Nur mal so ein Gedanke...


6
 
 Willigis 2. Juli 2012 
 

Der Pfarrer von Ars...

...ist der Patron der Pfarrer. Die Ausdehnung des Patronats auf alle Priester ist ja nichts geworden.


2
 
 Fred Frosch 2. Juli 2012 

Kardinal Woelki wird Pfarrer in Rom

na, zum Lachen ist uns da aber nicht.


5
 
 niclaas 2. Juli 2012 
 

Hoffentlich wird er in Rom nicht zum kirchlichen Umgang mit den wiederverheirateten Geschiedenen und den Homosexuellen gefragt – da sind nämlich jede Menge Verstrickungen im »pluralen Geflecht« zu befürchten …


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Erzbistum Berlin

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. „Den 25.11.2024 notieren als den Todestag des Altarraums – nach langem, qualvollem Leiden. RIP“
  3. Berlin ist seit Sonntag um eine 'evangelische' Kirche reicher
  4. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  5. Berlin: Priester niedergeschlagen und während der Messe angegriffen
  6. „Souveränität im Umgang mit Kritik sieht aber wohl doch anders aus“
  7. Erzbischof Koch/Twitter: „Interessant auch, dass @MonsignoreCorpa @ErzbistumBerlin blockiert hat“
  8. Diese „Weihe ist Hingabe des Erzbistums Berlin und seiner Menschen an Jesus und Maria“
  9. Erzbistum Berlin plant Weihe „an das Heiligste Herz Jesu und Mariä“
  10. Erzbistum Berlin dementiert Fake-News über Erzbischof Koch






Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. ZDF hasst Katholiken
  3. Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches
  4. Schottischer Pfadfinderjunge verweigert Verbeugung vor Allah in der Moschee
  5. "Ich musste ihm unglücklicherweise ein paar Schläge verpassen"
  6. "Gesegneten Frohnleichnahm" - eine CSU-Blamage zu Fronleichnam
  7. Vatikan-Bischof lobt John Lennons atheistisches ‚Imagine‘ als ‚schönstes Lied der Welt‘
  8. Warum haben alte Kirchen einen verborgenen Raum unter dem Altar?
  9. Die 'Akte Lügenfritz': Wenn Staatsgläubigkeit die Meinungsfreiheit verdrängt
  10. Papst kommt unpünktlich und scherzt auf Deutsch: "Ich bin Ausländer"
  11. Akademie Johannes Paul II. fordert Kard. Grech auf, den pro-LGBT-Synodenbericht zurückzunehmen
  12. „Silere non possum“: „Die Führung dieses Dikasteriums war ein Desaster“
  13. Eine katholische Heldin
  14. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  15. Großes Kardinalstreffen mit dem Papst - KI statt Liturgie

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz