Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  2. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  3. Ein Signal des Himmels?
  4. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  7. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  8. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  9. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  10. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  11. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  12. ‚Dialogpredigt‘ und ‚meditativer Tanz’ während der Messe zum Magdalenenfest in München
  13. Leihmutter soll gezwungen werden, das Leben des herzkranken Babys zu beenden!
  14. Norwegischer Bischof Hansen: „Die Evangelisierung ist der grundlegende Auftrag der Kirche“
  15. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar

Alois Glück, 'Alte Messe' und ein muslimisches 'Freitagsgebet'

21. Mai 2012 in Deutschland, 54 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erstaunliche (theologische) Wissenslücken beim Vorsitzenden des Zentralkomitees der Katholiken. Auch das Freitagsgebet der Sultan-Selim-Moschee war im Katholikentagsprogramm


Mannheim (kath.net/rn/as)
Der Katholikentag spiegle die eigentliche Kirche als „Ganzes“ wieder und: Vielfalt werde als „Bereicherung“ gesehen. Dies meint zumindest Alois Glück, Vorsitzender des Zentralkomitees der Katholiken, in einem ARD-Fernsehbeitrag vom 20. Mai. Offensichtlich gilt diese Weite von Alois Glück jedoch nicht für romtreue Anhänger der Heiligen Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, die von Glück in dem Fernsehbeitrag ausgegrenzt wurden.

In der Sendung der ARD war ein kurzer Ausschnitt der Heiligen Messe zu sehen, die am vergangenen Freitag Abend in Mannheim stattfand und auch offiziell im Programmheft des Katholikentages Eingang gefunden hatte, ein Faktum, das Glück verleugnete. „Sie sind nicht im Rahmen des Katholikentagsprogramms, dies ist eine Gemeinde, die hier ohnehin ihren Gottesdienst so feiert“, behauptete Glück wörtlich. Ein Blick ins Programm (siehe Screenshot) genügt, um nachzuweisen, dass Glück offensichtlich nicht einmal weiß, was er auf seinem Katholikentag anbietet. Auch die Behauptung, dass hier eine Gemeinde einen Gottesdienst feiert, erweist sich als falsch, da es laut KATH.NET vorliegenden Informationen in Mannheim keine Kirche gibt, in der regelmäßig die „Alte Messe“ gefeiert wird.



Auf die Frage des Moderators, ob dies ein Kompromiss gewesen sei, offenbarte Glück dann durchaus gewaltige theologische Lücken. So behauptete er wörtlich: „Aber es wäre im Rahmen des Katholikentags in keinem Fall im Programm, denn es geht hier nicht um die Frage Latein oder Deutsch, sondern dahinter steht ein ganz anderes Verständnis von Volk Gottes, ein ganz anderes Verständnis von Eucharistiefeier, und insofern geht es hier nicht um die Art, wie man singt oder in welcher Sprache man betet, das ist eine Absage, eine bewusste Absage an das Zweite Vatikanische Konzil und deshalb hätte es bei uns hier keinen Platz im Katholikentagsprogramm.“

Die Behauptung von Alois Glück, dass es hier um ein ganz anderes „Verständnis von Eucharistiefeier“ gehe, wird von der katholischen Kirche nicht so gesehen. So hat unter anderem 2011 die Päpstliche Kommission „Ecclesia Dei“ folgendes klargestellt: “Die Texte des römischen Messbuchs von Papst Paul VI. und des Missale, das in letzter Ausgabe unter Papst Johannes XXIII. erschienen ist, sind zwei Formen der römischen Liturgie, die 'ordentliche' (forma ordinaria) beziehungsweise 'außerordentliche' Form (forma extraordinaria) genannt werden. Dabei handelt es sich um zwei Gebrauchsweisen des einen römischen Ritus, die nebeneinander stehen. Beide Formen sind Ausdruck derselben lex orandi der Kirche. Wegen ihres ehrwürdigen und langen Gebrauchs muss die außerordentliche Form mit gebührender Achtung bewahrt werden”.

Übrigens waren beim Katholikentag durchaus auch Programmpunkte mit Gruppen, die das II. Vatikanum wirklich "ablehnen". Die romtreue Petrusbruderschaft, die am Freitag Abend die „Alte Messe“ gefeiert hatte, gehört hier entgegen den Behauptungen von Glück entschieden nicht dazu. Offiziell im Programm war beispielsweise eine Veranstaltung mit den Muslimen, die nicht nur das II. Vatikanum sondern als Dreingabe auch noch sämtliche Konzilien seit Nizäa "ablehnen": Problemlos war die „Einladung zum Freitagsgebet“ der Sultan-Selim-Moschee ins offizielle Programmheft des Katholikentags aufgenommen worden.


kathTube: Die Aussagen von Alois Glück im O-Ton



Der ARD-Beitrag

KathTube-Screenshot: Alte Messe im Programm des Katholikentags



KathTube-Screenshot: Freitagsgebet der Muslime im Programm des Katholikentags



Ihre Meinung dazu? Jetzt auf Facebook mitdiskutieren

ZUR WEITERBILDUNG: Bischof Gerhard Ludwig Müller - Das Zweite Vatikanische Konzil in richtiger katholischer Sicht



Foto: (c) ARD


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Aufreger

  1. Papst Leo gratuliert der neuen Erzbischöfin von Canterbury
  2. Vatikan bekräftigt zum Ramadan Gemeinsamkeiten mit Muslimen
  3. ‚Vater, Sohn, Heiliger Geist’: Model löst mit Bikinifoto heftige Gegenreaktion aus
  4. Jane Fonda: Covid-19 ist ‚Gottes Geschenk für die Linken’
  5. USA: Katholiken demonstrieren gegen öffentliche ‚Schwarze Messe’
  6. Fürstin Gloria zieht Unterschrift von Protestschreiben zurück!
  7. #Splashamama -" Warum ich diese Figuren in den Tiber werfen musste!"
  8. Satanist bot angeblich konsekrierte Hostien über Internet an
  9. Vatikanberater Rosica gibt Plagiate zu
  10. Kanadischer Medienpriester wirft Viganó ‚Lügen’ vor






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  4. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  5. Ein Signal des Himmels?
  6. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  9. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  10. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  11. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  12. USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch
  13. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  14. Der Karmel in Christchurch/Neuseeland: Die Blüte im Verborgenen
  15. Der "rote Priester", der die Musikwelt revolutionierte

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz