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'Miss-World'-Wahl in Nigeria: Amina Lawal gegen Boykott

29. Oktober 2002 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Die zum Tod durch Steinigung verurteilte Nigerianerin hat sich gegen einen Boykott der geplanten "Miss World"- Wahl in Nigeria ausgesprochen.


Nigeria (www.kath.net)
Die zum Tod durch Steinigung verurteilte Nigerianerin Amina Lawal hat sich nach Informationen der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gegen einen Boykott der für den 7. Dezember 2002 in Nigeria geplanten "Miss World"-Wahl ausgesprochen.

Dies hat der Generalsekretär der italienischen Hilfsorganisation "Hands Off Cain" der Menschenrechtsorganisation am Dienstag telephonisch bestätigt. "Lassen Sie sie kommen", habe Amina Lawal während eines Gespräch in der italienischen Botschaft in Nigeria gesagt, "ich bin zuversichtlich, dass mein Fall ein gutes Ende finden wird, da mich so viele Menschen aus aller Welt besuchen." Hands Off Cain setzt sich seit Jahren gegen die Todesstrafe in Nigeria ein. Eine Delegation der Organisation war vom 14. bis 18. Oktober 2002 in Nigeria, um mit Amina Lawal und der nigerianischen Regierung Kontakt aufzunehmen.

Sechs Kandidatinnen der Miss World-Wahl, die ihre Teilnahme an dem Schönheitswettbewerb mit Rücksicht auf Amina Lawals Verurteilung abgesagt hatten, erklärten inzwischen nach Informationen der Veranstalter, sie würden nun doch nach Nigeria kommen. Schon vor Wochen hatte die GfbV von einem Boykott abgeraten und an die Veranstalter appelliert, die Miss World-Wahl für Proteste gegen die menschenverachtenden Steinigungsurteile und gegen die Scharia in Nigeria zu nutzen.

Foto: Amtierende Miss-World aus Nigeria



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