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Die Tradition und das Konzil

23. Dezember 2011 in Aktuelles, 18 Lesermeinungen
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25. Dezember 1961: Das II. Vatikanische Konzil wird einberufen. Die ‚unerleuchtete Isolierung’ des Konzils aufbrechen. Geschichte in der Geschichte. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Vor 50 Jahren, am 25. Dezember 1961, hatte Papst Johannes XXIII mit der Apostolischen Konstitution „Humanae salutis“ offiziell das bereits 1959 angekündigte Konzil für das Folgejahr einberufen. So beginnt am Weihnachtstag 2011 das Gedenken an ein für die Geschichte der Kirche bestimmendes Ereignis. Diesem wird im Jahr 2012 mit der Ausrufung des „Jahres des Glaubens“ am 11. Oktober, dem 50. Jahrestag des Beginns des II. Vatikanischen Konzils, sein besonderer Akzent verliehen werden.

Es kann damit gerechnet werden, dass die kommenden drei Jahre bis zum Jubiläum des Abschlusses des Konzils am 8. Dezember 2015 einer besonderen und intensiven Reflexion auf geschichtlicher, theologischer und kulturphilosophischer Ebene gewidmet sein werden. Nicht zuletzt das nunmehr auch in deutscher Sprache zur Verfügung stehende Werk des italienischen Historikers Roberto de Mattei „Das Zweite Vatikanische Konzil – eine bislang ungeschriebene Geschichte“ (Edition Kirchliche Umschau, 2011) dürfte mit seiner bisher einzigartigen historischen Analyse wertvolle Beiträge zur Vertiefung der Diskussion veranlassen. Dass das Buch de Matteis ein ebenso einzigartiges und teilweise atemberaubendes Leseerlebnis darstellt, kann das schwierige Unterfangen einer gerechten und sachlich-ideologiefreien Auseinandersetzung mit dem Konzilsereignis und seinen Folgen nur begünstigen.

Das II. Vatikanische Konzil ist, wie dies der Kirchengeschichtler und heutige Kardinal Walter Brandmüller in einem Aufsatz aus dem Jahr 1991 schrieb, das „Konzil der Superlative“ gewesen (erneut veröffentlicht in: Walter Brandmüller, Licht und Schatten. Kirchengeschichte zwischen Glauben, Fakten und Legenden, Augsburg 2007, 177-190: Das Konzil und die Konzile). Noch nie in der Kirchengeschichte sei ein Konzil derart intensiv vorbereitet worden, so Brandmüller, wenngleich die Qualität der aus aller Welt eingesandten Anregungen und Vorschlägen nicht an die der Vorbereitungsarbeiten für das I. Vatikanische Konzil herangereicht hätten. Dennoch hätten sie in ihrer Quantität und Verarbeitung alles bisher Dagewesene übertroffen.

Konnte das I. Vatikanische Konzil mit seinen rund 642 Konzilsvätern noch im rechten Querschiff der Peterskirche stattfinden, so zogen am 11. Oktober 1962 2.440 Bischöfe in die Basilika ein, deren gesamtes Längsschiff nun als Konzilsaula diente. Zu den Superlativen des Konzils gehörte auch die Aufmerksamkeit der Massenmedien, wie Brandmüller besonders hervorhebt: allein 1962 seien über 1.000 Journalisten aus aller Welt akkreditiert gewesen. „Damit wurde das 2. Vaticanum auch zum bekanntesten Konzil aller Zeiten, zu einem weltweiten Medienereignis ersten Ranges“ (182).

Dem hinzuzufügen ist, dass die staatliche italienische Fernsehanstalt RAI das Konzil mit eigenen, teilweise täglichen Sendungen während der drei Jahre seiner Dauer begleitete. Diese nunmehr historischen Dokumentationen gestatten einen einzigartigen Einblick in die Anliegen und Themen, die die katholische und auch nicht katholische Öffentlichkeit bewegten, sowie in Wirklichkeiten, die erst einige Jahre später zur „Norm“ werden sollten. Dazu gehören Aufnahmen von Messfeiern während der Konzilsjahre, bei denen die gemeinsame Gebetsrichtung von Priester und Volk „conversi ad Dominum“ bereits aufgegeben und der Altar zu dem wurde, was heute geläufig „Volksaltar“ genannt wird.

Von den 1.135 Seiten der offiziellen Ausgabe der Dokumente aller 20 ökumenischen Konzilien habe das II. Vatikanische Konzil allein 315 Seiten und somit mehr als ein Viertel hervorgebracht, so Brandmüller. So nehme das Konzil „in der Reihe der übrigen Allgemeinen Konzilien ohne jeden Zweifel eine besondere Stellung ein, allein nach eher materiellen, äußerlichen Kriterien“ (182-183).

Ein die heutige Diskussion weiter bestimmendes Thema ist das Verhältnis des Konzilsereignisses und seiner Produktion zur Tradition. „Hermeneutik der Diskontinuität oder des Bruchs“ oder „Hermeneutik der Reform“ lauten die beiden großen Argumentationslinien, entlang derer versucht wurde, dem Konzil gerecht zu werden. Während die zweite der theologischen Auslegung des Lehramtes der Kirche seit Johannes XXIII. und Paul VI. entspricht und in der jüngsten Zeit besonders von Papst Benedikt XVI. betont wurde, vollzieht sich die erste als historische Betrachtungsweise, die im Konzilsereignis einen radikalen Bruch mit der Vergangenheit erkennt und sich auf dieses Ereignis selbst und dessen geschichtliche Folgen sowie dessen Rezeption bezieht.

Nicht nur in seiner Weihnachtsansprache an die Römische Kurie vom 22. Dezember 2005 hatte sich Benedikt XVI. zu jener falschen Herangehensweise an das Konzilsereignis, dessen Produktion und Folgen in der Form einer Bruchhermeneutik geäußert. In seiner Ansprache an die Teilnehmer der Vollversammlung der Kongregation für den Klerus vom 16. März 2009 betonte der Papst erneut, dass die Sendung des Priesters ihre Wurzeln insbesondere in einer guten Ausbildung habe, die vorangetragen werde „in Gemeinschaft mit der ununterbrochenen kirchlichen Tradition, ohne Brüche oder Versuchungen einer Diskontinuität“: „In diesem Sinne ist es wichtig, bei den Priestern, besonders bei den jungen Generationen, eine korrekte Rezeption der Texte des Zweiten Ökumenischen Vatikanischen Konzils zu fördern, die im Licht der gesamten Lehre der Kirche interpretiert werden müssen“.

Trotz aller Unterschiede und Besonderheiten müsse das II. Vatikanische Konzil und sein spezifischer Beitrag „im Strom der Überlieferung“ gesehen werden, so Walter Brandmüller bereits 1991. Dieser spezifische Beitrag „kann selbstverständlich nicht in einer Hinzufügung neuer Inhalte zum Glaubensgut der Kirche“ und noch weniger in einer „Ausscheidung bisher überlieferter Glaubenslehren“ bestehen (a.a.O. 186). Insofern seien Konzilien „nach vorne, in Richtung auf umfassendere, klarere, aktuellere Lehrverkündigung offen, nie aber nach rückwärts“ (ebd.). Denn: „Ein Konzil ist niemals Endpunkt oder Ausgangspunkt, nach denen die Kirchengeschichte oder gar die Heilsgeschichte eingeteilt werden können. Ein Konzil ist ein Glied in einer Kette, deren Ende niemand kennt als der Herr des Kirche und der Geschichte“ (189)

Zum „Problem Traditionsbruch“ und seiner Charakteristik hatte sich Joseph Kardinal Ratzinger in seiner Ansprache an die chilenischen Bischöfe am 13. Juli 1988 – dreizehn Tage nach den unerlaubten Bischofsweihen durch Erzbischof Marcel Lefebvre – geäußert und dabei von einer „unerleuchteten Isolierung“ gesprochen:

„Manche Darstellungen erweckten den Eindruck, als ob nach dem Vatikanum II alles anders geworden sei und alles Vorherige gar nicht mehr oder nur noch im Lichte des Vatikanums II gelten könne. Das Zweite Vatikanum wird nicht als Teil der lebendigen Gesamttradition der Kirche behandelt, sondern geradezu als das Ende der Tradition als ein völlig neuer Beginn. Obgleich es selbst kein Dogma erlassen hat und sich bescheidener im Rang als pastorales Konzil verstanden wissen wollte, stellen es manche so dar, als sei es gleichsam ein Superdogma, das alles andere unwichtig mache.

Dieser Eindruck wird vor allem durch die Vorgänge im praktischen Bereich verstärkt. Was vorher das Heiligste war – die überlieferte Form der Liturgie – erscheint plötzlich als das Verbotenste und das einzig sicher Abzulehnende. Kritik an modernen Maßnahmen der Nachkonzilszeit wird nicht geduldet, wo aber die alten großen Wahrheiten des Glaubens im Spiele stehen, etwas die leibliche Jungfräulichkeit Maria, die leibliche Auferstehung Jesu, die Unsterblichkeit der Seele usw., erfolgen Reaktionen überhaupt nicht oder nur höchst gedämpft.

Ich habe als Professor selbst erlebt, wie der gleiche Bischof, der vor dem Konzil einen untadeligen Professor wegen seiner etwas groben Ausdrucksweise abgelehnt hatte, sich nach dem Konzil nicht imstande sah, einen anderen Professor abzulehnen, der offen einige Grundwahrheiten des Glaubens leugnete.

All dies bringt die Menschen zu der Frage, ob denn die Kirche von heute eigentlich noch dieselbe Kirche sei wie die Kirche von gestern, oder ob man ihnen nicht, ohne sie zu fragen , eine andere untergeschoben habe. Wir können das Vatikanum II nur dann wirklich glaubhaft machen, wenn wir es ganz deutlich als das darstellen, was es ist: ein Stück der ganzen und einen Tradition der Kirche und ihres Glaubens“.

Daraus folgt: die Rede von „dem“ Konzil als Ort des radikal Neuen, durch das verschiedenste Umbrüche und Abbrüche notwendig geworden sind, sowie der auch heute noch gern wiederholte Slogan von „Kirche als Baustelle“ im Gegensatz zur oder in Ablehnung der Tradition widersprechen der Wahrheit des katholischen Glaubens, sind von dieser „abgeschnitten“ und somit schismatischen Geistes.

„Die Tradition, nicht der Zeitgeist ist das konstitutive Element des Interpretationshorizonts“, so Brandmüller (189). Wie bereits Papst Johannes XXIII. am 11. Oktober 1962 in seiner Eröffnungsansprache erklärt hatte, wolle das Konzil „die Lehre rein und vollständig übermitteln, ohne Abschwächungen oder Entstellungen“. Mahnend hatte sich Johannes XXIII. an die Konzilsväter gewandt: „Unsere Pflicht ist es nicht nur, dieses kostbare Gut zu hüten, so als interessierte uns nur das Altehrwürdige an ihm, sondern auch, uns mit eifrigem Willen und ohne Furcht dem Werk zu widmen, das unsere Zeit von uns verlang.

Es ist notwendig, die unumstößliche und unveränderliche Lehre, die treu geachtet werden muss, zu vertiefen und sie so zu formulieren, dass sie den Erfordernissen unserer Zeit entspricht. Eine Sache sind nämlich die Glaubensinhalte, also die in unserer ehrwürdigen Lehre enthaltenen Wahrheiten, eine andere Sache ist die Art, wie sie formuliert werden, wobei ihr Sinn und ihre Tragweite erhalten bleiben müssen“.

Nunmehr stehen – nicht zuletzt ausgehend vom „Jahr des Glaubens“, dessen Beginn Papst Benedikt XVI. für den 11. Oktober 2012 ausgerufen hat, drei besondere Jahre intensiven Nachdenkens bevor. Diese sollen nach dem Willen des Papstes genutzt werden, um der vor allem in Europa spürbaren Krise der Kirche zu begegnen, die eine Krise des Glaubens ist: „Wenn wir auf sie keine Antwort finden, wenn Glaube nicht neu lebendig wird, tiefe Überzeugung und reale Kraft von der Begegnung mit Jesus Christus her, dann bleiben alle anderen Reformen wirkungslos“ (Ansprache an das Kardinalskollegium und die Römische Kurie, 22. Dezember 2011).

Wesentlich für die Suche nach einer Antwort ist das liebende Eindringen in das Wesen der einen, heiligen, katholischen und apostolischen Kirche: „Nur wer erfahren hat, wie über den Wechsel ihrer Diener und ihrer Formen hinweg die Kirche die Menschen aufrichtet, ihnen Heimat und Hoffnung gibt, eine Heimat, die Hoffnung ist: Weg zum ewigen Leben – nur wer dies erfahren hat, weiß, was Kirche ist, damals und heute“ (Joseph Ratzinger, Einführung in das Christentum, München 2005, 326).


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Lesermeinungen

 Kant 23. Juni 2012 

Vat II und die Übel der Kirche

Das Vat II und die daran sich anschließenden Reformen für alle Übel in der Kirche verantwortlich zu machen, ist für mich nicht ganz nachvollziehbar.
1. Man kann in Frage stellen, ob „die Übel“ nach 1967 in der Kirche wirklich größer sind als vor 1962. Es sind andere, aber ob sie wirklich größer sind? Schon der frühe Ratzinger hat z.B. 1958 vor dem Vat II in einem Artikel ganz generell festgestellt, daß „die Sakramente ohne Glauben“ gefeiert werden.
2. Das Vat II wurde von den meisten Bischöfe seiner Zeit als dringend nötig empfunden, um die Kirche auf die rasante Säkularisierung der Gesellschaft einzustellen. Hätte eine nicht-reformierte Kirche dem Ansturm der Säkularisierung besser standgehalten?
3. Grundsätzlich muß man feststellen, daß die Kausalität der „Übel“ nicht geklärt ist. Wenn z.B. nach dem Konzil sich sehr viel mehr Priester ihre Berufung aufgegeben haben, liegt das am Vat II oder an der 68-Bewegung oder an der „Sexualisierung“ der Gesellschaft? Wären es ohne Vat I


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 Christine 30. Dezember 2011 

@placeat tibi: Wer jammert hier oder spricht übers Jammern? Ich nicht.

@dismas: Auch ich schätze den ao. Ritus. Ich benannte die schismatischen Piusbrüder, nicht den ao. Ritus. Weshalb ziehen Sie sich selbst den Schuh der Spaltung und Parteiung (Die Werke des Fleisches sind: Spaltungen, Parteiungen,..wer das tut, wird das Reich Gottes nicht erben (Gal. 5,19 ff)
an?
\"Ich mahne euch, Brüder, beim Namen unseres Herrn Jesus Christus: Seid alle einmütig im Reden und lasst es nicht zu Spaltungen unter euch kommen; seid vielmehr wohlgeordnet durch gleiche Gesinnung und gleiche Überzeugung. Es ist mir nämlich über euch, meine Brüder, ..., berichtet worden, es gebe Streitigkeiten unter euch. Ich meine dies, daß der eine von euch sagt: Ich gehöre zu Paulus, der andere: ich zu ...(kann jeder selbst einsetzen), ich zu Petrus. Ist denn Christus geteilt? Wurde denn Paulus gekreuzigt für euch? Oder wurdet ihr auf den Namen ....(kann jeder selbst einsetzen) getauft?\" 1.Kor.1,10 ff
Herr, bewahre uns vor einer endgültigen Spaltung!
.


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 Dismas 26. Dezember 2011 

Der sogen. \"Volksaltar\" ist der Beginn des Übels

interessant ist, dass zumeist in evangelischen Kirchen es einen solchen garnicht gibt und der Pastor Gebete zu Kreuz hin, der Gemeinde den Rücken zugewandt, spricht! Scheinbar spielt hier die \"ökumenische Annäherung keine Rolle?!? Ich kenne sogar einen Fall, in dem eine evang.Kirche eine zeitlang den Katholiken Gastrecht gewährte, da die kath.Kirche renoviert wurde. Es musst für die kath.Gottesdienste exttra ein \"Volksaltar\" aufgestellt werden!!


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 Dismas 26. Dezember 2011 

@Claudia Caecilia @Christine

Ich muss mich schon gegen Ihre Schwarz/Weißmalerei verwahren. Man kann m.E. kaum sich als \"papsttreu\" bezeichnen, wenn man nicht auch so wie der Hl.Vater die Hl.Messe im ao Ritus liebt. Ich nehme so oft ich irgend kann an Hl.Messe im ao.Ritus teil - diese Spiritualität erfüllt mich und erfreut meine Seele vollkommen, sie hat mir wieder die innere Freude, diese freudige Glut gegeben wie keine andere... Aber ich habe nie eine Hl.Messe bei der Piusbruderschaft gehört!! Also lassen Sie bitte die Tendenz Pharisäer und freudlose Katholiken mit Anhängern der AO Hl.Messe gleichzusetzen!! Die AO Hl.Messe rettet die Glaubenssubstanz, die in vielen prakt. Feiern der Ord.Hl.Messe leider untergegangen ist.-Das ist meine Lebenserfahrung.


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 placeat tibi 25. Dezember 2011 
 

Werte @Claudia Caecilia und @Christine,

ich darf doch davon ausgehen, daß Sie mit Ihren Kommentaren nicht den obigen Artikel rsp. der Papstzitate meinten?

Man muß keinerlei Jammergruppen angehören, von denen es viel zu viele aller Art in der Kirche gibt, um die radikalen Aussagen des Hl. Vaters zu einer vielerseits völlig mißglückten Konzils - REZEPTION einmal in Betrachtung zu ziehen, und auch das dankenswerte kompetente Nahebringen dessen durch den Autor zu würdigen.

Diesem und allen Lesern ein gesegnetes gnadenbringendes Fest!


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 Claudia Caecilia 25. Dezember 2011 
 

@Christine

Liebe Christine,
es freut mich, dass wir Gleichgesinnte sind.

Ich habe gestern bei einer wunderbaren Kindermesse Orgel gespielt in der es keine dümmlichen Texte und Lieder gab. Die Mitternachtmesse und auch das heutige Pontifikalamt waren auch würdig gefeiert und ich durfte mich über gute Predigten freuen und das alles im OR.
Mir tun die Piusbrüder und ihre Anhänger manchmal etwas leid, denn sie können die Schönheit nicht mehr sehen, weil sie viel zu starr sind. Solche Herzen können nur noch schwer von Gott berührt werden und der Vergleich zu den frommen Pharisäern, zur Zeit Jesu, ist gar nicht so weit hergeholt. Sie wollten Gottes Gebote erfüllen, so wie heute die FSSPX.
Immer den Vergleich zu den Modernisten zu bemühen, ist unsinnig.


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 Christine 25. Dezember 2011 

@Claudia Caecilia

\"Ich bin ein fröhlicher, papsttreuer Katholik und habe genügend Vertrauen zu unserem Herrgott, dass ich glaube, dass ER SEINE Kirche nicht verlassen wird.\"
Das sehe ich exakt genauso. Die schwarz-weisse Piusbrüder-Brille blendet die Farbkontraste komplett aus, überblendet die Vergangenheit und belichtet die Gegenwart unter...


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 Claudia Caecilia 23. Dezember 2011 
 

Das ständige Gejammer

ist hier nur noch schrecklich.
In diese \"Selbstmitleidgruppe\" gehöre ich ganz sicher nicht.
Ich bin ein fröhlicher, papsttreuer Katholik und habe genügend Vertrauen zu unserem Herrgott, dass ich glaube, dass ER SEINE Kirche nicht verlassen wird.
Ich erlebe sehr oft den OR sehr würdig und feierlich. Dass das vielerorts nicht so ist, weiß ich, aber das hat mit dem II. Vat. nichts zu tun.
Gibt es hier keinen, der sich noch freuen kann?
Ich werde in den nächsten Tagen wieder viele würdig gefeierte Hl. Messen besuchen und hoffe, dass das meinen Mitpostern auch möglich ist.

Allen wünsche ich ein gesegnetes Weihnachtsfest.


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 Wildrosenöl 23. Dezember 2011 
 

Gut, dass Armin Schwibach

auf dieses herausragende Buch von Roberto de Mattei hingewiesen hat. Nur, wer dieses Buch zu Ende gelesen hat, wird das II. Vatikanum möglicherweise kritischer sehen als vorher. Und das ist auch gut so...


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 a.t.m 23. Dezember 2011 

Salzkartoffel sie haben aber die Zahlen von 1963- 1969

Nicht berücksichtigt: Denn in diesen Zeitraum haben 9804 Priester ebenfalls um Dispens angesucht, also haben in den Jahren nach dem Konzil \"\"34 292\"\"\" Priester die Kirche als Hirten verlassen. Zu den Früchten des PJP II möchte ich mich hier nicht äußern, den es ist ja Weihnachten und daher soll Frieden hier und auf Erden herrschen.


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 Salzkartoffel 23. Dezember 2011 

@Mysterium fidei

Wegen der Zahl habe ich nochmal recheriert: Zwischen 1969 und 1980 verließen 24.488 Priester durch Ansuchen um Dispens ihr Amt. Allerdings weiß man auch, daß Papst Johannes Paul II die Anzahl der erteilten Dispensen drastisch verringerte, was bedeutet, daß Priester, die ihr Amt verlassen, mit der Zeit darauf verzichten, um Dispens anzusuchen, und schließlich die Kirche verlassen. Ob es eine zuverlässige Statistik darüber überhaupt gibt, weiß ich nicht. Außerdem müsste man auch diejenigen berücksichtigen, die eine echte Berufung hatten, im Priesterseminar aber mit der Ausbildung zum \"Sozialapostel im Stuhlkreis\" nicht zurechtkamen. Auch wenn einer \"zu fromm\" ist (Rosenkranz etc...) stellt das ein Weihehindernis dar.


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 FranciscoL 23. Dezember 2011 

Dr. Armin Schwibach

Ich freue mich immer über Ihre klugen und kenntnisreichen Artikel.


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 Mysterium Ineffabile 23. Dezember 2011 

@Salzkartoffel: Nicht übertreiben!

100.000 Priester? Wo habe sie denn diese Phantasiezahl her? Was geschehen ist , ist zwar dramatisch, aber solche erfundenen Zahlen machen einen nur unglaubwürdig. Zwischen 1963 und 1970 erreichte die Zahl der Dispensen die Ziffer 3335. Das ist schlimm, verglichen mit dem Zeitraum von 1939 bis 1963, innerhalb dessen es 563 Dispensen gab. Aber bitte nicht derart und haltlos übertreiben. Richtig ist: nie hat es in der Geschichte so viele Priester gegeben, die innerhalb derart kurzer Zeit ihr Amt aufgegeben haben.


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 Waldi 23. Dezember 2011 
 

Genau so ist es in der Tat, @Kajo.

kein Konzil hat so viel verzettelt, Widersprüche provoziert und so nachhaltig über bald fünf Jahrzehnte die Kirche und die noch verbliebenen Gläubigen untereinander in Streitigkeiten verwickelt, wie das II. Vatikanum und die Liturgiereform. Nach bald 50 Jahren wird immer noch von Gegenern und Befürwortern über Sinn und Unsinn gestritten, ohne bei den Gläubigen eine für alle annehmbare Akzeptanz zu finden. Und tatsächlich tut vor Ort jeder was er will, ohne zu wissen was er soll und darf. Wichtig für die meisten heutigen Priester am Volksaltar ist der kurzweilige Unterhaltungswert der Darbietung. Ich habe schon erlebt, dass so mancher Priester im Rhytmus moderner Kirchenmusik ein aufmunternd-heiteres Tänzchen um den Volksaltar zum Besten gegeben hat.


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 a.t.m 23. Dezember 2011 

Schliese mich den beiden Vorpostern an:

Denn immer wieder wird der Heilige Geist des Konzils missbraucht um Schaden anzurichten. Und sofort wenn man denn Gegenbeieis antritt, das es so in den Texten das VK II nicht steht, wird man sofort als ultrakonservativer rückwärtsgewander Hinterwäldlerischer Katholik bezeichnet.


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 Salzkartoffel 23. Dezember 2011 

Wahrlich großartige Worte,

doch das praktische Ergebnis der konzilsbedingten Erneuerung vor Ort ist mehr als desaströs. Es war ein Konzil der Theologen und Theoretiker und der vielen Worte. Die verheerendste unmittelbare Wirkung war, dass 100.000 Priester in den ersten Jahren nach dem Konzil ihre Berufung aufgegeben haben. Denn das Konzil hat das den geweihten Priester auf eine Stufe mit dem sog. \"allgemeinen Priestertum\" gestellt - in der Praxis ist es jedenfalls so angekommen.


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 Rhenania 23. Dezember 2011 
 

Unter dem Schlagwort \"Konziliarer Prozess\"

wurde alles umgebaut, was in irgendeiner Weise an katholische Tradition erinnerte.
@Kajo > Ich stimme zu und erlebe es auch nicht anders.


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 Kajo 23. Dezember 2011 
 

Leider

weiß ich nicht wo diese Kirche noch zu finden ist, die dem was Johannes XXIII., Paul VI. oder Benedikt XVI. sowie Kardinal Brandmüller sagen. Vor Ort hat man den Eindruck das jeder Priester macht was er will.


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