Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  13. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  14. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Das Konzil von Trient

20. Oktober 2019 in Buchtipp, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Rezension zu: Johannes P. Junglas SJ. Das Konzil von Trient“. Gastbeitrag von Hans Jakob Bürger


Trient (kath.net) Zweifellos ist das Konzil von Trient das heute am wenigsten geachtetste Konzil der Kirche. Stattdessen wird es, obgleich beim 2. Vatikanischen Konzil noch hoch in Ehren stehend, nach diesem Konzil völlig über Bord geworfen. Es scheint so, als hätte es vor dem Konzil der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts keine Konzilien gegeben, die es wert wären, beobachtet zu werden. Und dies bezieht sich sicherlich nicht nur auf die sogenannte „Tridentinische Messe“. Doch im Zuge der nachkonziliar überbordenden Ökumenismuseuphorie wollte man mit einem Konzil, dem es um den katholischen Wiederaufbau nach Luthers Schisma ging, nichts zu tun haben.

Umso wichtiger erscheint es, dass man gerade in der jetzigen Situation und vor dem Hintergrund des Ausverkauf des Katholischen, der von allen Seiten her bis in die höchsten Spitzen der Kirche betrieben wird, sich wieder besinnt, was das tridentinische Konzil wirklich gesagt und getan hat, das die ihm folgenden Heiligen (wie z.B. Karl Borromäus oder Petrus Canisius), befolgt und umgesetzt haben.


Soeben verlegte die Verlagsbuchhandlung Sabat ein handliches Taschenbuch mit Texten des Dogmatikers Johannes Junglas SJ (1876-1937). Leicht verständlich gibt er eine Einführung in die Glaubensdekrete und Reformen des Konzils von Trient. Der ausgewiesene Kenner der Dogmengeschichte gibt kurz und knapp die wichtigsten Inhalte einzelner Dekrete wieder: etwa zur Erbsünde, zur Eucharistie, dem Bußsakrament und dem Messopfer. Diesbezüglich ist zu lesen, und man wundert sich, wie sich die moderne Kirche von solchen elementaren Grundwahrheiten entfernen konnte:

„Wenn einer sagt, das Meßopfer sei nur ein Dankopfer oder bloße Erinnerung an das Kreuzesopfer, es sei aber kein Sühnopfer, oder es nütze nur dem Empfänger, dürfe aber nicht für Lebende und Verstorbene, für Sünden, Strafen, Genugtuungen und andere Nöte dargebracht werden, der ist ausgeschlossen.“

Das Konzil von Trient hat wichtige Reformen durchgesetzt, etwa zum Priestertum, dem Ordensleben oder der Ehe, aber auch zu der kirchlichen Verwaltung. Am Ende des Konzils beschließen alle anwesenden Konzilsväter:

„Die heilige allgemeine Synode von Trient, ihren Glauben bekennen wir, ihre Dekrete halten wir.
Wenn wir diesen Dekreten anhangen, dann sind wir würdig der Barmherzigkeit und Gnade des ersten und Hohenpriesters des höchsten Gottes, Jesu Christi, und der Fürbitte der unbefleckten Herrin und Gottesgebärerin und aller Heiligen.“

kath.net-Buchtipp
Das Konzil von Trient
Eine kurze Einführung in seine Glaubensdekrete und Reformen
Von Johannes P. Junglas
Hardcover, 112 Seiten
2019 Verlagsbuchhandlung Sabat
ISBN 978-3-943506-65-5
Preis Österreich: 15.40 EUR


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Konzil

  1. Ein Leben im Dienst der Heiligkeit
  2. Kardinal Zen: Vaticanum II hat die Lehre der Kirche nicht verändert
  3. Kardinal Zens Beitrag zur Konzils-Debatte: Wirken Gottes in der Kirche
  4. Der letzte Feind – Leseprobe 4
  5. Der letzte Feind – Leseprobe 3
  6. Der letzte Feind – Leseprobe 2
  7. Der letzte Feind – Leseprobe 1
  8. „Ratzinger ist weltweit der wohl meistgelesene Theologe der Neuzeit“
  9. In das Dunkel der Fragen fällt das helle Licht der Lehre des Konzils







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz