22 November 2011, 14:03
Game over - WELTBILD wird verkauft!
 
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Bischöfe sprechen Langendörfer 'uneingeschränktes' Vertrauen aus. Bischöfe bedauern die "verzerrende und unangemessene Weise" der publizistischen Auseinandersetzung - UPDATE: WELTBILD veröffentlicht Erklärung!

Bonn (kath.net)
Der VDD (Verband der Diözesen Deutschlands) hat am Dienstag eine Stellungnahme zur Debatte um "Weltbild" veröffentlicht. Aus der Stellungnahme geht hervor, dass eine Mehrheit (!) der 27 Diözesanbischöfe offensichtlich P. Hans Langendörfer weiterhin das Vertrauen ausgesprochen hat. Inzwischen hat KATH.NET die Bestätigung bekommen, dass WELTBILD definitiv verkauft werden soll.

Die Erklärung im Wortlaut:

Die Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) hat sich gestern in Würzburg mit der aktuellen Debatte über die Verlagsgruppe Weltbild GmbH befasst. Der VDD hält 24,2 Prozent der Anteile an der Verlagsgruppe Weltbild GmbH.

Die Geschäftsführung kennt die verpflichtenden Vorgaben der Gesellschafter in Bezug auf die Werteorientierung des Unternehmens und hat sie aufgrund der entsprechenden Verankerung in der Satzung der Verlagsgruppe Weltbild GmbH umzusetzen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung diesbezüglich zu überwachen. Es ist der Geschäftsführung nicht gelungen, die internetgestützte Verbreitung sowie die Produktion von Medien, die den ideellen Zielen der Gesellschafter widersprechen, im eigenen Bereich bzw. im Bereich der Unternehmensbeteiligungen hinreichend zu unterbinden. Die Glaubwürdigkeit der Verlagsgruppe und ihrer Gesellschafter hat darunter gelitten.

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Die VDD-Vollversammlung hat eine Stellungnahme des Aufsichtsrates der Verlagsgruppe Weltbild GmbH und einen Bericht von P. Dr. Hans Langendörfer SJ und Dr. Matthias Meyer als den beiden Aufsichtsratsmitgliedern erörtert, die den VDD seit zwei Jahren im Aufsichtsrat repräsentieren. Die VDD-Vollversammlung dankt ihnen für ihre Initiative, die Geschäftsführung zur Einhaltung der in der Unternehmenssatzung verankerten kirchlichen Werte anzuhalten. Sie spricht ihnen ihr uneingeschränktes Vertrauen aus.

Die VDD-Vollversammlung hat die unverzügliche Einberufung einer Gesellschafterversammlung der Verlagsgruppe Weltbild GmbH verlangt und dieser klare Beschlussempfehlungen unterbreitet. Sie betreffen verbindliche Vorgaben der Gesellschafter, nach denen der Aufsichtsrat sicherstellen soll, dass die angezeigten organisatorischen und strukturellen Maßnahmen für eine Veräußerung der Verlagsgruppe Weltbild GmbH ohne jeden Verzug entschlossen aufgenommen werden.

Die Gesellschafter sollen einen regelmäßigen Bericht der Geschäftsführung über den Veräußerungsprozess erhalten und neue Aufsichtsräte berufen. Die Gesellschafterversammlung ist diesen Beschlussempfehlungen vollständig gefolgt. Über die Einzelheiten informiert die Verlagsgruppe Weltbild GmbH.

Die deutschen Bischöfe, die der Vollversammlung des Verbandes der Diözesen Deutschlands angehören, bedauern die verzerrende und unangemessene Weise der publizistischen Auseinandersetzung mit den anstehenden Fragen namentlich in Medien, die der Kirche nahestehen.


Auch WELTBILD selbst hat inzwischen eine Erklärung veröffentlicht, die KATH.NET dokumentiert:

Gestern hat in Würzburg eine außerordentliche Versammlung der Gesellschafter der Weltbild GmbH stattgefunden. Die Gesellschafter haben beschlossen:

1. Den verbindlichen Vorgaben der Gesellschafter entsprechend soll der Aufsichtsrat sicherstellen, dass die angezeigten organisatorischen und strukturellen Maßnahmen für eine Veräußerung der Verlagsgruppe Weltbild GmbH ohne jeden Verzug entschlossen aufgenommen werden. Die Gesellschafter erwarten diesbezüglich eine vierteljährliche schriftliche und mündliche Berichterstattung der Geschäftsführung und zusätzlich des Aufsichtsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters, die auch Angaben über die Zeitplanung enthält. Unabhängig davon sind alle Beteiligten in der Verpflichtung, zum Erhalt und der Sicherung des Unternehmenswertes beizutragen. Kirchliche und soziale Implikationen einer Veräußerung verdienen eine besondere Beachtung.

2. Die Geschäftsführung soll dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates und seinem Stellvertreter bis auf weiteres in einem Turnus von zwei Wochen schriftlich über die eingeleiteten und durchgeführten Maßnahmen zur Einhaltung der Unternehmensziele im Sinne der Satzung berichten.

3. Die Gesellschafterversammlung dankt dem Aufsichtsrat für seine Tätigkeit. Die Herren Prälat Dr. Sebastian Anneser, Dr. Adolf Bauer und Dr. Klaus Donaubauer scheiden aus dem Aufsichtsrat aus. Die Gesellschafter berufen mit Wirkung vom 22.11.2011 in den Aufsichtsrat:

• Generalvikar Prälat Prof. DDr. Peter Beer (Erzbistum München und Freising)

• Generalvikar Prälat Michael Fuchs (Bistum Regensburg)

• Generalvikar Prälat Dr. Georg Holkenbrink (Bistum Trier)

Im Aufsichtsrat verbleiben die Herren

• Dr. Paul-Bernhard Kallen (Hubert Burda Medien)

• P. Dr. Hans Langendörfer SJ (VDD)

• Dr. Matthias Meyer (VDD)

• Dr. Albert Post (Bistum Fulda)

• Dr. Stefan Schmittmann (Commerzbank).


VDD (Kontakt)

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