Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  2. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  3. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  4. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  7. Papstprediger: KI zeigt „gewisses Etwas auf, das nur wir tun können“
  8. Latein nicht mehr erste Amtssprache im Vatikan
  9. 'Für mich gilt: Mein Leben liegt in der Hand Gottes'
  10. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  11. Cantare amantis est. Der Chor: Ikone der Kirche. Die Freilegung des Glaubensgeheimnisses im Gesang
  12. R.I.P. Martin Lohmann
  13. "Hassprediger und Hofnarr"
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. Salzburg: Die drei Goldensteiner Ordensfrauen dürfen im Kloster bleiben, ABER...

Lehmann ruft zu mutigem Bekenntnis des Glaubens in der Welt auf

23. Mai 2011 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mainzer Kardinal: „Wir wollen Gott Wohnung in dieser Welt gewähren, nämlich durch unser Zeugnis in Wort und Tat ihm die Wege auf dieser Erde für sein Kommen bereiten."


Mainz (kath.net/bpm) Zu einem mutigen Bekenntnis des eigenen Glaubens in der Welt hat der Mainzer Bischof, Karl Kardinal Lehmann, die Gläubigen bei einem Gottesdienst am Sonntag, 22. Mai, auf dem Marktplatz vor dem Mainzer Dom aufgerufen. Es lasse sich nicht leugnen, dass in der Kirche von heute immer noch eine Krisenstimmung vorherrsche, sagte Lehmann in seiner Predigt. Deswegen komme alles darauf an, „dass wir diesen Mut zum Verkündigen, zum Zeugnis unseres Glaubens haben, damit andere ihn überhaupt sehen können. Nur so kann die Welt die befreiende Veränderung des Menschen erkennen." Weiter sagte er: „Wir wollen Gott Wohnung in dieser Welt gewähren, nämlich durch unser Zeugnis in Wort und Tat ihm die Wege auf dieser Erde für sein Kommen bereiten."

Der Gottesdienst war Auftakt für das Bistumsfest anlässlich des 75. Geburtstages (16. Mai) von Kardinal Lehmann. Ähnlich wie zum 70. Geburtstag im Jahr 2006 und zum Silbernen Bischofsjubiläum im Jahr 2008 wurde nach dem Gottesdienst wieder ein buntes Programm geboten - in diesem Jahr mit der Rekordmarke von 142 Ständen von Pfarreien und Einrichtungen aus dem Bistum. Der Tag stand unter dem Motto „Gerufen in sein wunderbares Licht" (1 Petr 2,9). Der 90-minütige Gottesdienst wurde vom Südwestrundfunk (SWR) und vom Hessischen Rundfunk (HR) live übertragen.


Lehmann erläuterte in seiner Predigt die befreiende Kraft des Glaubens für den Menschen: „Dann können wir erlöst werden von unseren Götzen: von der Sucht nach immer mehr Besitz, Ansehen und Prestige, von der Kälte unseres Herzens gegenüber anderen Menschen, von der Abneigung gegenüber dem Fremden, von der Perversion dessen, was wir oft Liebe nennen, aber auch dauernd schmählich verraten, von der Besinnungslosigkeit in vielfältigem Rausch hin zu jener Nüchternheit, die zugleich Begeisterung ist."

Der Erste Petrusbrief, aus dem das Motto des Bistumsfestes entnommen ist, wisse darum, „dass wir in dieser Welt und Zeit Gäste und Pilger sind", sagte der Kardinal. „Wenn wir uns wirklich von unseren Idolen bekehren, entschlossen ein neues Leben im Glauben beginnen, dann leben wir gewiss nicht in einer falschen Sicherheit, bleiben bei allem Gelingen immer noch im Unvollkommenen, sodass Erneuerung und Reform zu unserer Lebenseinstellung gehören. Aber so haben wir wirklich ein neues Leitbild für die Zukunft: Wir sind als Christen bei aller vielfältigen Anfechtung auf einem guten Weg, der zu einem Ziel führt. Dafür braucht es Geduld und Standfestigkeit, gerade auch in der Anfechtung und im Leiden."

Der Petrusbrief sei in einer ähnlichen Krisensituation wie heute entstanden, als sich im jungen Christentum „eine Stimmung von Müdigkeit und Enttäuschung" ausgebreitet habe, erläuterte Lehmann. Der Brief erinnere daran, dass Gott sein Volk und jeden einzelnen Menschen in seiner Lebensgeschichte begleite und so „in einzigartiger Form den Lobpreis Gottes und die aufrichtende Ermahnung" verbinde.

Wörtlich sagte der Kardinal: „In Situationen der Anfechtung, des Verlustes und der Trostlosigkeit vergessen wir oft diese liebende Zuwendung Gottes zu seinem Volk und zu jedem Einzelnen. Wenn wir in einer solchen Krise stecken, lassen wir nicht selten den Mut zum Glauben sinken. Dies ist aber genau das, was die Bibel und die großen Lehrer des Glaubens uns verwehren: In aller Bedrängnis und Anfechtung - von innen und außen - dürfen wir uns nicht von der lebendigen Hoffnung, die uns im Evangelium geschenkt ist, abbringen lassen. Dann darf es nicht ein Weniger an Glaubensbereitschaft und Vertrauen zu Gott geben, sondern dann ist ein Mehr an Zuversicht notwendig."

In Situationen von Schwäche und Niedergeschlagenheit sei es notwendig, sich der Zuwendung und Ermutigung durch Gott zu erinnern, sagte Lehmann. „Wir müssen Verluste und Fremdheit, Ablehnung und Enttäuschung nüchtern annehmen, dürfen aber das bleibende Ja Gottes zu uns und zur Welt nicht verdunkeln lassen. So ist ja auch das Kreuz Jesu Christi nicht nur das Symbol des Leidens und des Todes, sondern ebenso der Auferweckung und des Lebens: Gott sagt Ja zu diesem geschundenen Sohn."

Foto: (c) Bistum Mainz


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bistum Mainz

  1. Bischof Kohlgraf: Kirchensteuer könnte für Zahlungen an Missbrauchsopfer verwendet werden
  2. ‚Queere Christen’ und ‚Katholische Frauenpower’ beim Hessentag 2023
  3. „Eine betende Kirche ist eine lebendige Kirche“
  4. Mainzer Bischof Kohlgraf fasziniert von Funden in St. Johannis
  5. Gericht: Bistum Mainz darf koreanische Freikirche „gefährlich“ nennen
  6. Jubiläumsjahr zur Tausendjahrfeier des Wormser Domes eröffnet
  7. Mainz: Bischöfliches Ordinariat wurde evakuiert
  8. 'Ökumenische' Liturgie im Mainzer Dom nennt im Votum 'Allah'
  9. Peter Kohlgraf zum Bischof von Mainz geweiht
  10. Mainz: Kohlgrafs künftiger Bischofsstab gehörte ursprünglich Meisner






Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Martin Lohmann
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. Papst Leo XIV. empfängt deutsche Theologin und Bätzing-Marx-Kritikerin Katharina Westerhorstmann
  4. Fairer Streiter für die Wahrheit – Ein Nachruf auf Dr. h.c. Martin Lohmann (14.3.1957-24.11.2025)
  5. „Als katholischer Christ und als Hochschullehrer macht mich dieser Vorgang tief traurig“
  6. Karmeliten-Pater Joshy Pottackal wird neuer Weihbischof im Bistum Mainz
  7. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  8. Vatikan macht sich für Monogamie in der Ehe stark
  9. Die (w)irren Begründungen der Diözese Linz bei dutzenden Pfarrauflösungen
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen
  11. Fernández: „Miterlöserin“ in offiziellen Vatikandokumenten tabu, in der privaten Andacht erlaubt
  12. "Hassprediger und Hofnarr"
  13. Mutig: Fürst Albert II. verweigert für Monaco die Ausweitung der legalisierten Abtreibung
  14. „Wir bestreiten das Recht einiger Bischöfe, für alle Bischöfe zu sprechen und handeln“
  15. "Was kümmert es den Mond, wenn ihn der Hund anbellt"

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz