05 Juni 2019, 11:55
Mainzer Bischof Kohlgraf fasziniert von Funden in St. Johannis
 
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In Mainz wurde ein 1000 Jahre alter Sarkophag geöffnet – Bisher ist unklar, ob sich darin die sterblichen Überreste des 1021 gestorbenen Mainzer Bischofs Erkanbald befinden

Mainz (kath.net) „Die Grabungen in Sankt Johannis habe ich in den vergangenen Jahren mit großem Interesse verfolgt. Es ist faszinierend zu sehen, welche Funde die Archäologen zu Tage fördern und welche Schlüsse sich daraus für die Geschichte des alten Doms und der Stadt Mainz ziehen lassen.“ Das erläuterte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf auf Anfrage von kath.net hinsichtlich der Öffnung eines Sarkophags aus dem 11. Jahrhundert in der evangelischen St. Johanniskirche in Mainz. Die Kirche gilt als frühere Kathedrale der Mainzer Bischöfe, im Sarkophag wurde ein Vorgänger von Bischof Kohlgraf vermutet, der 1021 verstorbene Bischof Erkanbald. „Der Fund und die Öffnung des Sarkophags aus dem frühen 11. Jahrhundert werden sicherlich weitere Erkenntnisse zu dieser so spannenden Zeit der Mainzer Kirchengeschichte ans Licht bringen. Ich freue mich auch, dass die Johannisgemeinde und die EKHN die benachbarte Domgemeinde und das Bistum Mainz am Fortgang der Grabungen teilhaben lassen. Die Beschäftigung mit der Geschichte des alten Doms bekommt so auch eine ökumenische Dimension.“

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Vor der Öffnung des Sarkophags hatte Kohlgraf bei einer ökumenischen Andacht gesagt, dass er es „bewegend“ fände, „dass wir Teil einer Glaubensgeschichte sind, die auch in die Zukunft geht“.

Ob sich die stark zerfallenen Überreste eines Verstorbenen in dem Sarkophag sich einer historischen Person zuordnen lassen, ist aktuell noch unklar.

evTV - Öffnung eines 1000 Jahre alten Sarkophags in der ev. St. Johanniskirche/Mainz - Liegt hier ein Bischof bestattet?




Achivfoto Bischof Kohlgraf (c) Bistum Mainz

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