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Ein Totalverriss der 'kooperativen Pastoral'

4. November 2010 in Deutschland, 46 Lesermeinungen
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Der Vatikan hat in einem jetzt bekannt gewordenen Brief den Aachener Bischof Mussinghoff für dessen starke Förderung von Großgemeinden kritisiert


Vatikan (kath.net) Wie erst jetzt bekannt wird, hat Kardinal Claudio Hummes, der damalige Präfekt der Kongregation für den Klerus, im September 2009 dem Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff einen Brief geschrieben und daran Kritik am Modell "Gemeinschaften der Gemeinden" geübt. Dies berichtet Alexander Kissler im Internetmagazin "The European". Hummes kritisierte das Modell, durch welches die 540 Pfarreien der Diözese Aachen zu 71 Einheiten zusammengelegt hat und die von Pastoralteams geleitet werden. Inzwischen haben sich bereits 271 Gläubige aus dem Bistum in Rom beschwert. "In Aachen gäbe es manche "ernste Frage“ und viele "ernste Risiken“. Die "Verwirrung“ greife um sich, die "Besorgnis“ wachse, die "korrekte Zusammenarbeit“ von Priestern und Laien sei gefährdet."


Wörtlich schreibt Kissler dann: "Aachen, ließe sich sagen, Aachen, was schert uns das offenbar finanziell wie geistlich abgewirtschaftete Bistum Aachen? Gab es das nicht schon immer, glückliche und glücklose Bischöfe, begabte und überforderte? Symptomatisch aber ist diese Kollision von Kirchenrecht und Kirchensturm für ganz Deutschland." Laut Kissler werde in der gesamten Republik getan, was Mussinghoff tat, allerdings nicht immer derart brachial. Der Aachener Bischof ist laut dem Kolumnist mit dem Papst "selten einverstanden" und "liturgisch anspruchslos". Er rede "lieber politisch als geistlich" und "bastle gern an Strukturen". Kissler hält dann fest: "Tradition“ ist für ihn – wörtlich im Frühjahr 2009 – das Festhalten an "Projektleitungs- und Profilcoachings für alle pastoralen Dienste“. Bei seinen Predigten predigt er im schönsten Soziologendeutsch über den "interkonfessionellen Pluralismus“. Dieser führe zu einer “Identitätsdiffusion führt, die konsensfähige interkonfessionelle Vereinbarungen erschwert”

Für Kissler spreche Mussinghoff im Grenzbereich, dort wo Pseudotheologie und Pseudosoziologie aufeinandertreffen. Der Brief aus dem Vatikan ist daher auch ein Totalverriss der "kooperativen Pastoral“. Schon das Wort von der "Gemeinschaft der Gemeinden“ stift laut dem Kolumnisten eher mehr Verwirrung. "Mussinghoff will demnach mit kirchenrechtlichen Tricks und also womöglich im Vorhof der Häresie die "lehrmäßigen Prinzipien“ aushebeln: Diesen fatalen Eindruck hat der Vatikan.", schreibt Kissler und warnt, dass die Sprache auch den verrate, der sie verbiege und dass ein Hirtenamt nicht immer davor bewahrt, das Gatter weit zu öffnen für Wölfe jedweder Couleur.


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