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Protestantischer Irrlehrer Nikolaus Schneider

3. September 2010 in Deutschland, 33 Lesermeinungen
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Massive Kritik am EKD-Ratsvorsitzenden: Präses Schneider hat sich von biblischen Quellen gelöst und leugnet die biblische Lehre, dass Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde


Neuendettelsau (kath.net/idea)
Aus Bayern kommt massive Kritik am amtierenden EKD-Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf). Der oberste Repräsentant des deutschen Protestantismus hatte in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) die Aussage im Glaubensbekenntnis, dass Jesus Christus von einer Jungfrau geboren wurde, als für den Glauben „nicht entscheidend“ bezeichnet. Im Neuen Testament gebe es auch ein anderes „Modell“. Danach sei der Evangelist Markus der Ansicht gewesen, Gott habe Jesus erst bei der Taufe als seinen Sohn adoptiert. Den Einwand, dass die Adoptionslehre von den Kirchenvätern als Irrlehre abgelehnt worden sei, tat Schneider mit dem Wort „geschenkt“ ab. Denn dann hätten die Kirchenväter auch den Bericht des Markus als Irrlehre verwerfen müssen.

Diese Auffassung sei unhaltbar, so die Pfarrer Martin Fromm (Rüdenhausen bei Schweinfurt) und Jürgen Henkel (Selb-Erkersreuth/Fichtelgebirge) in der im mittelfränkischen Neuendettelsau erscheinenden Zeitschrift „Confessio Augustana“. Mehrere Verse im Markus-Evangelium belegten eindeutig, dass der Evangelist Jesus von der Zeugung an als Sohn Gottes betrachtet habe. Das Bekenntnis zur wahren Gottessohnschaft Jesu Christi sei für die Kirche von Anfang an ein Unterscheidungsmerkmal von rechter Lehre und Irrlehre gewesen. In dem für die lutherischen Kirchen maßgeblichen „Augsburger Bekenntnis“ würden Andersdenkende als Götzendiener und Gotteslästerer bezeichnet.

Weiter ins ökumenische Abseits?

Schneiders Auffassung führe die EKD weiter ins ökumenische Abseits, so die beiden Pfarrer. Dass mit Landesbischöfin a.D. Margot Käßmann eine Frau zur Ratsvorsitzenden gewählt wurde, habe bereits eine schwere Entfremdung des deutschen Protestantismus von den orthodoxen und anderen Kirchen mit sich gebracht. Durch die Äußerungen ihres Nachfolgers würden die Grundlagen der Zusammenarbeit mit allen Kirchen infrage gestellt. Offenbar habe sich der Präses „innerlich von den biblischen Quellen und der zweitausendjährigen Lehrgeschichte der Kirche“ gelöst.

Foto: (c) ekir.de


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Lesermeinungen

 Pöttax 9. September 2010 
 

@ M.Schn-Fl Schaden

Dieser \"Landerskirchliche Protestantismus\" mag sich organisatorisch irgendwann auflösen, doch nicht die von ihm tolerierte protestantische Bibelwissenschaft, deren angerichteter Schaden durch die falsche Datierung der meisten NT-Schriften weit in die Lehre der katholischen Kirche hineinreicht. Selbst wenn der Protestantismus formal untergeht, droht er in der inzwischen in weiten Bereichen protestantisierten katholischen Kirche in Deutschland fortzuleben.


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 M.Schn-Fl 8. September 2010 
 

Landerskirchlicher Protestantismus

Diese Form des landeskrichlichen Protestantismus, den Schneider, die Pillen-Margot und andere Wellness-Theologen vertreten, hat keine Zukunft. Spätestens nach Abschaffung der Kirchesteuer hat der sich aufgelöst.


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 Pöttax 8. September 2010 
 

@ Wischy \" weggebügelt\"

Wenn Sie den Eindruck gewonnen haben, ich hätte Ihre Fragen „weggebügelt“, dann sollten Sie meinen Text noch einmal unter den Bedingungen Ihrer folgenden Feststellung lesen, als Sie sagten: „Und da wirken verschiedene dieser Geschichten eben doch unhistorisch und wie alttestamentlich inspirierte Deutungserzählungen.“ Auf diese von Ihnen anfangs gemachte Feststellung habe ich geantwortet, weil sie die Historizität der Kindheitsgeschichten grundsätzlich in Frage stellt, wie es die historisch-kritische Exegese tut. Es ging also nicht um ein differenzierendes Auseinanderhalten von historischen und theologischen Elementen.Erinnern Sie sich, was Sie gegen Schluss ihres Ihres Beitrags vom 5.9 gefragt haben. Dort heißt es:
„Warum müssen wir die wie eine Ouvertüre vorgeschalteten Kindheitsgeschichten, die bestimmte deutende Motive anklingen lassen wollen, in allen Details als durchweg in unserem heutigen Sinn exakt-historisch gemeint verstehen -, was uns hier und da ja auch nicht geringe Mühe macht? Ich möchte es eigentlich auch -, aber geht es? Die Frage war also, ob ein rein historischer Grundansatz möglich ist, der von einem historischen Kern der Geschichten ausgeht. Das habe ich bejaht. Ich habe nicht in Frage gestellt, dass das Historische stellenweise von den Evangelisten theologisch verstanden worden ist. Also:
Ihre nunmehr umformulierte Frage hätte ich nicht kommentieren müssen, weil sie vom Vorhandensein eines historischen Kerns ausgeht.
Weil Sie aber immer wieder an Details erkennen lassen, dass Sie diesen Kern bezweifeln, muss ich Sie fragen: Wann datieren Sie die Kindheitsgeschichten, wer sind nach Ihrer Meinung die Verfasser?


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 Wischy 7. September 2010 
 

Über Fragen hinweggegangen

@Pöttax
Vielen Dank für Ihre ausführliche Entgegnung, die allerdings meine Fragen nur \"wegbügelt.\" Es ging um die Frage, ob die Kindheitsgeschichten in allen Details als historisch in unserem neuzeitlichen Sinne aufgefasst werden müssen, oder ob sie nicht (zugleich) stark theologisch geformt sind. Wenn Lukas erzählt, Jesus sei öffentlich zur Beschneidung in den Tempel gebracht worden, wo Simeon und Anna ebenso öffentlich sein künftiges Schicksal kommentieren, und wenn andererseits Matthäus berichtet, alle neugeborenen Kindlein seien zu dieser Zeit einem von Herodes verordneten Kindermord anheimgefallen, dann fragt man sich, wie beides zugleich historisch nebeneinander möglich gewesen sein soll. Wenn man aber sieht, wie Mt Jesus als den zweiten, größeren Mose akzentuieren und herausheben will, der selber seinerzeit in Ägypten mit Gottes Hilfe einem Pharaonischen Tötungsbefehl entkommen war, dann legt sich der Gedanke nahe, dass der betlehemitische Kindermord auf dem Hintergund dieser alttestamentlichen Erzählung (zumindest mit)gestaltet wurde.
Zu den beiden unterschiedlichen Stammbäumen behaupten Sie einfach: \"In den verstreut lebenden davidischen Familien wurden die jeweiligen, von Natur aus unterschiedlichen Stammbäume wegen der Messiaserwartung mit großer Zuverlässigkeit geführt und überliefert.\" Waren es historisch zuverlässige gleichsam standesamtliche Register? Macht Mt aber nicht schon selber die theologische Konstruktion seines Stammbaumes deutlich, wenn er auf die Abfolge dreier 14ergruppen hinweist, die die Heilsgeschichte auf Jesus hin gliedern sollen: 14 Geschlechter von Abraham bis David (Entwicklung aufwärts), 14 Geschlechter bis zur Babylonischen Gefangenschaft (Entwicklung tief abwärts) und 14 Geschlechter von da bis zu Christus (Entwicklung zum rettenden Höhepunkt). Dabei ist 14 die Doppelung der Vollendungszahl 7 als Hinweis auf die Überfülle der Gnade. Außerdem ist im Namen David, nach Stellung der Konsonanten im Alphabet, der hebräische Zahlenwert 14 enthalten (D V D = 4+6+4=14). Können wir dann diesen Stammbaum noch als lediglich exakt-historisches Abstammungsregister auffassen? Sagt uns das symbolische Verständnis nicht viel mehr?
Ich will hier abbrechen. Aber ich denke, wir können die historisch-kritische Exegese, die z.B. auch nach den Textformen fragt, nicht einfach wegwischen und verteufeln, aber wir müssen sie neu auch in ihrer Begrenztheit wahrnehmen und sie theologisch wieder überschreiten, wie es Papst Benedikt in seinem Jesusbuch unternimmt.


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 Pöttax 7. September 2010 
 

@ Zum Midrasch u.a.

Wischy, es sei Ihnen unbenommen, sich Ihres Verstandes zu bedienen und das für richtig zu halten, was dabei herauskommt, wenn geschichtswissenschaftlich nicht ausgebildete Exegeten die Methode der historisch-kritischen Scheinlogik auf Texte anwenden, die sie aus sachfremden Erwägungen falsch datieren und auf Inhalte, die sie aus Mangel an historischen Kenntnissen falsch beurteilen. Beides trifft auf die theologischen Kindheitsgeschichtler zu.
Die Wurzeln dieser Art von Evangelienkritik reichen zurück ins 18./19. Jhdt.. Im Jahr 1835 hat erstmals David Friedrich Strauß die Kritik am überlieferten Geburtsgeschehen nach Lk 2,1-7 in fünf Thesen zusammengefasst:
1. Eine allgemeine Einschätzung des Römischen Reiches hat es nie gegeben und ist
2. im Herrschaftsbereich des Königs Herodes höchst unwahrscheinlich.
3. Die Zählung unter Quirinius und seine Statthalterschaft ist erst für 6 nach Chr. bezeugt.
4. Die Meldung Josefs in Bethlehem ist unrömisch.
5. Die Meldung Mariens ist überflüssig.
An der Grundsätzlichkeit dieses historisch-kritischen Verdikts hat sich bis heute wenig geändert. obwohl keiner dieser Sätze heute einer historischen Überprüfung standhalten kann. Nach wie vor werden die Kindheitsgeschichten in Konsequenz dieser „historischen Erkenntnis“ als legendarisch verstanden und die Textstellen Lk 2,1-8 und Mt 2.1-23 der Textsorte des späten, „tröstenden, erbauenden“ rabbinischen Midrasch Haggada zugeordnet und damit für historisch wertlos erklärt.
Auch die Annahme, die Kindheitsgeschichten seien erst später als ergänzende Elemente hinzugekommen, ist eine falsche Frucht der Spätdatierung. Die frühe Kirche dagegen zweifelte nicht an der apostolischen Entstehungsgeschichte der Evangelien und hielt jene mit den Stammbäumen für die zuerst fertiggestellten. Dabei bedient das Lukasevangelium besonders die hellenistische Leserschaft, die an den Typus der griechischen Biographie gewöhnt ist, welche den Menschen von der Geburt bis zum Tod in seiner ganzen psychischen Entwicklung zu erfassen sucht. Matthäus schreibt für Judenchristen in der Diaspora mit ähnlichen Erwartungen. Markus dagegen folgt textlich der Petruspredigt, der die Erwartungen seiner römischen Ersthörer erfüllt, denen der Typus der Nepos-Biographie vertraut ist. In der finden Kindheit, Reifung, Reflexionen oder innere Vorgänge im Gegensatz zum griechischen Typus der Biographie keinen Platz.

Das Johannesevangelium reflektiert in den Versen 1,10-14 die Ankunft Joseph und Marias in Bethlehem. Mehr muss nicht gesagt werden, denn Mt und Lk liegen bereits vor.
Auch Paulus lässt erkennen, dass er die Evangelien mit den Kindheitsgeschichten kennt. Er selbst kann sich kurz halten: „ Als aber kam die Fülle der Zeit, ausschickte Gott seinen Sohn, geworden aus einer Frau, geworden unter dem Gesetz“ (Gal 4,4-5). Im Bedarfsfall kann er immer auf das Lukasevangelium verweisen, das in der frühen Kirche als „sein“ Evangelium ggegolten hat. Im Römerbrief bezeugt er die davidische Herkunft Jesu „ aus dem Fleisch“, nämlich durch dessen Mutter Maria und gibt damit einen direkten Hinweis auf die Richtigkeit der Verwurzelung Jesu in Bethlehem, seiner davidischen Vaterstadt (1,3-4). Titus und Timotheus rät er, sich vor Streitigkeiten über Stammbäume zu hüten (Tit 1.4; 1Tim 3,9). Dabei kann es nur um die Differenzen zwischen dem Stammbaum Josephs bei Matthäus, - denn auch die davidische Herkunft des Adoptivvaters Joseph hat für Jesus Rechtsgültigkeit - und dem Stammbaum Marias bei Lukas gehen. In den verstreut lebenden davidischen Familien wurden die jeweiligen, von Natur aus unterschiedlichen Stammbäume wegen der Messisaerwartung mit großer Zuverlässigkeit geführt und überliefert. Was Ägypten betrifft, sollte auch dem Theologen klar sein, dass dessen Grenze zum Reich des Herodes auf der Höhe von Gaza verlief und der Weg nach Süden für Joseph und Maria mit dem Jesuskind die kürzeste und damit sicherste Fluchtmöglichkeit geboten hat.


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 Navelius 6. September 2010 

Glaubenssätze

\"(...) und an den einen Herren Jesus Christus, den eingeborenen Sohn des Vaters, aus dem Vater geboren vor aller Zeit, Gott von Gott, Licht von Licht, wahrer Gott von wahrem Gott, eines Wesens mit dem Vater, gezeugt, nicht erschaffen, der unseretwegen und unseres Heiles willen, vom Himmel herab gestiegen ist und nahm durch den Hl. Geist aus der Jungfrau Maria das Flesch an und ist Mensch geworden. (...)

Dies alles sind verbindliche Glaubenssätze, Dogmen, wenn wir so wollen, die seit den frühsten Zeiten von der Kirche geglaubt festgelegt und gelehrt werden. Absolut in sich schlüssig und konsistent, glaubensnotwendig. Wer bewußt, nur einen von ihnen verneint, leugnet, hat sich von der übernatürlichen geoffenbarten rettenden Wahrheit Lichtjahre entfernt. Als katholischer Christ muß ich wissen, daß ich dann von der Gemeinschaft der Kirche ausgeschlossen bin. Sowiel zum Thema: \"Ich bin zwar katolisch, aber an dieses oder jenes glaube ich nicht.\" Ich mag mich irren, hat denn die lutheranische Glaubensgemeinschaft nicht die frühesten Glaubenssätze mit übernommen?


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 Flolin 6. September 2010 

Die Kleine Herde

Die Kleine Herde wird immer kleiner, ja, dies glaube ich auch langsam ... Deshalb müssen wir alle beten und uns nicht allzu viel in Diskussionen verharren, denn der Herr will, dass wir karitativ wirken - wenn´s notwendig auch zu unseren eigenen Pfarrern.

Der schwierigste Brocken in Sachen Ökumene ist ja der wichtigste Teil des Katholischen Glaubens: Das Lebendige Leib vom Herrn bei der Feier des Letzten Abendmahls wird bei den Protestanten nicht als Solche anerkannt.
Und manchmal habe ich auch den Eindruck, dass dies bei manchen Katholiken genauso der Fall ist; viele knien sich nicht hin während der Erhebung des Lebendigen Leibes des Herrn - der Hostie - nach dem diese von dem Priester geweiht wurde.
Nochmals beten, beten und beten.


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 Wulfspirit 5. September 2010 
 

@Veritate:

Eine Möglichkeit gibt es.
Ich zum Beispiel bin dann ab dem 25.September diesen Jahres ein Exprotestant. Glaube mir ich freue mich wie ein kleiner Junge die Chance zu bekommen dem Herren nach zufolgen(auch wenn ich es nicht wert bin).


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 Wischy 5. September 2010 
 

Textsorte Midrasch

@Pöttax
Vielen Dank für Ihre detaillierte, konzise Stellungnahme. Ich möchte sie gern in allen Einzelheiten annehmen, kann aber den Eindruck nicht loswerden, dass die Kindheitsgeschichten offensichtlich einem Paulus gar nicht bekannt sind und dass sie auch zu den Evangelienberichten erst als letztes, ergänzendes Element hinzukamen. Und da wirken verschiedene dieser Geschichten eben doch unhistorisch und wie alttestamentlich inspirierte Deutungserzählungen. Der Kindermord begegnet schon in der Mosegeschichte, als der Pharao die Nachkommen der Hebräer umbringen lässt, und es soll gezeigt werden: So wie Gott schon den Mose vor dem Zugriff des Bösen zu bewahren wusste, so hielt er auch über Jesus seine schützende Hand und rettete ihn. Und wie Mose als Retter des Volkes aus Ägypten zurückkam, so kam auch Jesus aus Ägypten zurück, in das er mit seiner Familie zuerst also geflohen sein musste... Ich hätte es auch lieber historisch verbürgter, aber ich muss mich belehren lassen, dass es zur Zeit der Abfassung der Evangelien in der jüdischen theologischen Literatur die Textform des Midrasch gab, eine erbauliche rabbinische Bibelauslegung, die sich von der wild fabulierenden Apokryphen allerdings auch wieder unterschied.
Können Sie die beiden sehr unterschiedlichen Stammbäume Jesu (Mt. 1,1-17 und Lk. 3,23-38) eigentlich als vorwiegend historisch-exakt gemeint verstehen? Zumindest der bei Mt. zeigt sich doch eindeutig als eine zahlensymbolische Konstruktion! Warum müssen wir die wie eine Ouvertüre vorgeschalteten Kindheitsgeschichten, die bestimmte deutende Motive anklingen lassen wollen, in allen Details als durchweg in unserem heutigen Sinn exakt-historisch gemeint verstehen -, was uns hier und da ja auch nicht geringe Mühe macht? Ich möchte es eigentlich auch -, aber geht es?
Sind Männer wie Schnackenburg und Gnilka einfach böswillig und auf schrecklick-protestantischen Abwegen? Oder wagen sie sich ihren gottgegebenen Verstandes zu bedienen?


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  5. September 2010 
 

Habemus Papam

Gott sei Dank !!!! ich sage dies bewußt als Protestantin. dieser Schneider sollte seinen Hut nehmen. Das Problem ist nur , wer soll ihm folgen ? Die sind doch fast alle so.

www.kath.net/detail.php?id=27972


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 Pöttax 5. September 2010 
 

@ Wischy Verurteilendes Geschrei?

Sie sagen: Vielleicht erhebt man hier doch ein zu voreiliges, verurteilendes Geschrei.
Dabei verweisen Sie auf die Meinung des katholischen Exegeten Rudolf Schnackenburg, der die Kindheitsgeschichten von Matthäus und Lukas nicht als historisch-biographische Erweiterung begreifen kann, denn „nach der ganzen Anlage dieser Glaubenserzählungen ist ein historisch-biographisches Interesse ausgeschlossen. Matthäus wie auch Lukas wollen den nur im Glauben zugänglichen Ursprung Jesu aus Gott aufdecken und greifen dazu auf bestimmte in der hellenistisch-judenchristlichen Gemeinde umlaufende Vorstellungen zurück.\"
Dazu ist zu sagen, was jedem klar sein muss: Protestantische Theologen entwerten seit Jahrzehnten unter dem Schutz einer scheinbar vernunftorientierten, „historisch-kritischen“ Wissenschaft bis auf sieben alle Schriften des Neuen Testaments, um ihr partikulares Kirchenverständnis gegen die römisch-katholische Kirche durchzusetzen! Die notwendigen Argumente liefert eine „historisch-kritische“ Methode, durch die nach Belieben Passendes bewiesen und Unpassendes widerlegt werden kann. Und katholische Theologen wie Rudolf Schnackenburg machen mit!
Das Problem sind also nicht die biblischen Texte, sondern die Theologen, die über sie reden. Diese Religionsideologen, die Wissenschaftler sein wollen, sind durch die Loslösung der Texte aus dem zeitlichen Rahmen ihrer Entstehung und deren Verschiebung aus der apostolischen in die nichtapostolische Zeit für ein Ergebnischaos verantwortlich, das in der Wissenschaftsgeschichte seinesgleichen sucht. Zu diesem Chaos gehört auch die Vorstellung, die Kindheitsgeschichten seien spätere theologische Fiktionen, Produkte unbekannter Kompilatoren, knapp hundert Jahre nach Jesu Geburt zwischen 85 und 95 aus umlaufenden Erwartungen und alttestamentlichen Traditionen zusammengeschrieben. Wer wie Rudolf Schnackenburg dieser protestantischen Spätdatierung anhängt, will und darf auch wie der EKD-Vorsitzende Schneider seine exegetisch-progressive Phantasie voll ausspielen.
Wer aber wie Papst Benedikt XVI. von der historisch authentischen, apostolischen Entstehung des gesamten Neuen Testaments ausgeht, wird am historisch-biographischen Charakter der Kindheitsgeschichten mit Jesu Geburtsort Bethlehem festhalten. Denn Lukas und Matthäus verstehen sich als Historiker. Das verrät ihr unprätentiöser Sachstil. Fiktive „Gemeindetexte“, das weiß man aus den apokryphen Evangelien, entlarven sich meist schon durch ihre angeschwollene Stoffmenge und ihre ausufernde Sprache als Produkte der Phantasie. Zudem: Nur echte Naivlinge können annehmen, dass den falschen Zauber erdichteter Kindheits- und Wundergeschichten seinerzeit niemand rechtzeitig bemerkt hätte. Den frühchristlichen Vater aus dem gebildeten jüdisch-hellenistischen Milieu möchte ich kennen, der wegen fiktiver Geschichten zu einer von Geburt bis Tod irreal-überhöhten Kunstfigur Jesus Christus seine ganze Familie singend ins Martyrium geführt hätte.
Nein! Papst Benedikt XVI. schreibt seine Jesus-Trilogie als friedliche Kampfansage an die historisch-kritische Theologie, weil er weiß, dass das NT das Zeugnis von Zeugen ist. Die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes haben entweder Selbsterlebtes oder nach autentischem Vortrag Gesammeltes in wechselseitig kontrollierender Zusammenarbeit zwischen 42 und 65 n.Chr. zu den vier voneinander abhängigen und aufeinander bezogenen Evangelien als Einheit in der Viergestaltigkeit zusammengefügt. Dies geschah aus einer so geringen zeitlichen Distanz zum historischen Jesus von Nazareth und dessen weitverzweigter Familie, daß angesichts der zahlreichen, noch lebenden hochkarätigen apostolischen und familiären Augenzeugen ein willkürliches, „radikales Verändern“ der Jesusüberlieferung und „Dazuerfinden“ von jesusfremdem, scheinbiographischen Material aus theologischen Gründen durch Unbefugte undenkbar gewesen wäre. Fazit: Das NT haben die bekannten befugten Zeugen geschrieben. Davon müssen katholische Exegeten ausgehen, wenn sie theologisch weiterdenken wollen.


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 donaldduck 5. September 2010 
 

donaldduck

Es gibt klare und eindeutige Offenbarungen von Gott, in denen man alles klar und eindeutig belegen kann, ohne sich in Diskussionen zu verlieren, die nur menschliche Meinungen sind!
Also: Kennen Sie Maria von Agreda und ihr gigantisches, vom Heiligen Geist bzw. der Jungfrau Maria persönlich eingegebenes Werk? Nein?
Darin steht alles klar und deutlich, bis in Einzelheiten! Darin ist Klartext, siehe auch www.rudihaberstroh.de/zitagreda.html .

Es braucht sich also niemand irgendwas vorstellen können/müssen/sollen, es ist schon längst alles klar gesagt!

Und das mit Luther und Co.: Natürlich hat er und andere die von Gott eingesetzte Lehre und Kirche krass verändert und dabei größte Fehler gemacht, die \"von unten\" kommen und letztendlich hochgefährlich (!) sind. Dazu aber später mehr.....er war ganz einfach ein Hassprediger, und nicht nur das (kann einfach gezeigt werden). Wie man Misstände in der Kirche richtig klar macht, haben schon andere vor ihm gezeigt (Katharina v. Siena, Birgitta von Schweden usw.)!


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 Wischy 4. September 2010 
 

Kein historisch-biographisches Interesse

Vielleicht erhebt man hier doch ein zu voreiliges, verurteilendes Geschrei. Vielleicht ist es doch zu naiv, die Kindheitsgeschichten bei Matthäus und Lukas in allen Details als vordergründig-faktische Protokolle aufzufassen und nicht als darüber hinausgehende Glaubensaussagen, wie sie damals schon im Judentum üblich und selbstverständlich waren. Beim katholischen Exegeten Rudolf Schnackenburg, den auch Papst Benedikt in seinem Jesusbuch des öfteren zustimmend zitiert, finde ich (in seinem Buch: Die Person Jesu Christi im Spiegel der vier Evangelien) die Aussage: \"Matthäus bezieht (in seiner Kindheitsgeschichte) Ursprung und Herkunft Jesu ... in die ,Geschichte´ Jesu ein. Das ist keine ,biographische´ Erweiterung, obwohl man die Kindheitsgeschichten wie auch bei Lukas als solche begreifen könnte. Aber nach der ganzen Anlage dieser Glaubenserzählungen ist ein historisch-biographisches Interesse ausgeschlossen. Matthäus wie auch Lukas wollen den nur im Glauben zugänglichen Ursprung Jesu aus Gott aufdecken und greifen dazu auf bestimmte in der hellenistisch-judenchristlichen Gemeinde umlaufende Vorstellungen zurück.\" Weiter heißt es: \"Matthäus lässt im 2. Kapitel durch den Erzählkranz von den Geschehnissen nach der Geburt Jesu einen Vorblick auf das Geschick und den Weg Jesu werfen. Die midraschartig entworfenen Geschichten von der Ankunft der Sterndeuter, den Nachstellungen des Herodes, von der Flucht nach Ägypten, dem Kindesmord in Betlehem und der Rückkehr der Eltern Jesu nach Nazaret in Galiläa haben einen hintergründig-symbolischen Sinn, der das Geschehen in der Kindheit zu einer ahnungsvollen Vorausdarstellung des späteren Schicksals Jesu werden lässt.\" Schnackenburg zeigt dann im Einzelnen auf, inwiefern in diesen Erzählungen Motive der Mose-Geschichte aufgenommen werden, um Jesus als \"zweiten und größeren Mose\" zu erweisen.
Wir dürfen gespannt sein, wie unser Heiliger Vater im dritten Band seines Jesusbuches die Kindheitsgeschichten aufnimmt und aufschließt.


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 Rudloff 4. September 2010 
 

Rücktritt

Schneider als hoher protestantischer Geistlicher, der solch eine Irrlehre vertitt, müsste eigentlich \"seinen Hut nehmen:\"


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 bodensee 3. September 2010 
 

Prot.Irrlehrer Nikolaus Schneider

Ich schließe mich der Meinung von Waldi an. Warum ist es als Christ so schwer, an Wunder zu glauben? Und die Jungfrauengeburt ist ein solches Wunder. Ich habe damit keine Probleme.


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 Peter Kerschbaumer 3. September 2010 
 

nana

@ Dismas:
Lieber katholischer Bruder! Bitte vorsicht! in der evangelisch-lutherischen Kirche gibt es Bekenntnisschriften - klare und deutliche Worte. Bevor geurteilt wird, nachdenken - wissen aneignen und dann darüber reden. also, bitte nicht böse sein...umgekehrt könnte ich manches auch sagen, was ich mir aber spare, weil ich meine katholischen brüder und schwestern liebe, für sie bete und mit sehr vielen eine hervorragende gemeinschaft habe als lutheraner


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 Dismas 3. September 2010 

@Peter Kerschbaumer

nana, so pauschal geht das nicht. Bitte nicht Kraut und Rüben durcheinanderwerfen. In der RKK gibt es Gottseidank ein Lehramt. An das kann sich jeder halten, jeder das Glaubensgut anehmen. In den evangelischen Gemeinschaften kann jeder \"machen was er/sie will....\" was den Glauben betrifft. Der Protestant, der seinen Glauben wirklich ernst nehmen möchte ist sich selbst überlassen...


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 m sr a 3. September 2010 

Psalm 36,

2 Ein Urteil über die Abtrünnigkeit des Gottlosen [kommt] aus der Tiefe meines Herzens: Die Gottesfurcht gilt nichts vor seinen Augen!

5Mo 17, 11 Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Urteil, das sie dir fällen, sollst du handeln; du sollst von dem Urteilsspruch, den sie dir verkünden, weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.


1Chr 16, 12 Gedenkt an seine Wunder, die er getan hat, an seine Zeichen und die Urteile seines Mundes,


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 spesalvi23 3. September 2010 

Gottseidank....

... hab ich da zu Ostern 2008 gerade rechtzeitig den Absprung geschafft... das wird ja immer gräuslicher!!


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 Peter Kerschbaumer 3. September 2010 
 

Immer das gleiche

Liebe Christen!
Es ist immer das gleiche: Ein Vertreter der evangelischen Kirche gibt was von sich, das nicht das nicht dem biblischen und lutherischen Bekenntnis entspricht und eine ganze Kirche, mit vielen Gläuben Menschen, deren Herz für Jesus brennt, wird \"verflucht\" und \"verworfen\".
Was soll das ganze. Hört auf zu Urteilen, hört auf zu hassen, hört auf über anderen schlechtes zu reden....tut das, was Jesus tut. Liebe Leute, wir leben in der Endzeit, darum geht es überall drunter und drüber, in der evangelischen Kirche, wie in der katholischen Kirche....

Betet ! Betet! Betet!


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 SCHLEGL 3. September 2010 
 

Nichts Neues unter der Sonne!

Also diese Mitteilung kann mich nicht mehr erschüttern, da kenne ich noch ganz andere Positionen protestantischer Theologen. Die Ökumene mit diesen ist eine Sackgasse! Wir sollten unsere ganze Kraft auf die ökumenischen Gespräche mit dem byzantinischen und mit den alt orientalischen Ostkirchen richten! Monsignore Franz Schlegl


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 Nada 3. September 2010 
 

So gesehen

ist Herr Schneider aus dem \"Schneider\", alldieweil er das Credo nicht mehr heidnisch runterplappern muss.

Protestantischer Irrlehrer Nikolaus Schneider


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 papale 3. September 2010 

Ende des Christ-Seins

Wer die alte Häresie des Adoptianismus vertritt, der leugnet die ewige Präexistenz des Logos, des Sohnes und damit die Trinität
Gottes. Wer aber mit dem Großen Credo die Dreieinigkeit nicht mehr bekennt, der darf sich auch nicht mehr \"Christ\" nennen, der stellt sich außerhalb der Gemeinschaft der Getauften, denn die hl.Taufe wird trinitarisch gespendet - eigentlich auch bei den Protestanten..


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 Calimero 3. September 2010 
 

@Waldi

Zitat:
\"Protestanten= Steigbügelhalter der Atheisten\"
Zumindest für Deutschland meinerseits volle Zustimmung.
Subjektiv würde ich davon ausgehen, dass mittlerweile in Deutschland auch die Mehrheit der Katholiken in Glaubensfragen protestantisch eingenordet ist.
Aber ohne Wunder und Übernatürliches kann jede Religon einpacken.
Die Herde wird kleiner.


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 chorbisch 3. September 2010 
 

Mich würde der genaue Wortlaut interessieren,

aber leider hatte auch die Agentur idea, deren Text hier weitgehend übernommen worden ist, nur einige Zitate von Herrn Schneider eingestellt.
In der Vergangenheit wurde hier ja zu Recht darüber geklagt, daß Kritiker oder Feinde der Katholischen Kirche Zitate aus dem Zusammenhang reißen, um so das Bild der Kirche gezielt zu verfälschen.
Dieses Recht auf eine faire Beurteilung muß auch ein protestantischer Präses haben, auch wenn man seine Ansichten nicht teilt.


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 Waldi 3. September 2010 
 

Protestanten= Steigbügelhalter der Atheisten.

Wer von den Katholiken heute noch glaubt ökumenisch mit den Protestanten zu verschmelzen, dem muss klar sein, dass er sich seinen christlichen Glauben radikal abschminken muss. Der Protestantismus ist der sicherste Weg in die Gottlosigkeit und viel wirksamer, als es der Kommunismus in seiner brutalen Christenverfolgung jemals war. Mit wenigen Ausnahmen tiefgläubiger und bibelfester evangelischer Theologen, gibt es zu viele, die den christlichen Glauben wie ätzende Säure zersetzen. Der Zerfall des Protestantismus in weltweit über 600! Sekten, zeigt deutlich die innere Zerrissenheit, die nun auch die katholische Kirche schleichend zu erfassen droht - und keiner merkt es. Viele der heutigen Theologen, nicht nur die evangelischen, wirken nicht mehr als Missionare zur Glaubensstärkung der Menschen, sondern gebärden sich wie geistige Metastasen, um den ganzen Glaubens-Körper von innen heraus zu zerfressen. Sie arbeiten nicht mehr als gottgesandte Verkünder des Evangeliums, sondern als Setzierer der Wahrheit bis zu Unkenntlichkeit, keiner weiß mehr woran er ist und wie es weitergehen soll. Hoffnunglosigkeit und Unsicherheit machen sich breit, weil niemand mehr weiß, ob das heute als Wahrheit verkündete morgen schon wieder als Humbug deklariert wird. Die Wankelmütigkeit der Theologen, die den festen Boden der Wahrheit, Jesus Christus, unter den Füßen verloren haben, sind die wahre und schreckliche Ursache für den fortgeschrittenen Glaubensverfall, der sich in Zukunft noch weiter verstärken wird.


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 Wynfried 3. September 2010 

Auf die Glaubensinhalte kommt es an

Herr Schneider steht mit seiner Auffassung keineswegs alleine da. Es gibt leider auch katholische Theologen und sogar Bischöfe, die mit dem Dogma der Jungfrauengeburt so ihre Probleme haben. Ich kenne einen katholischen Pfarrer, der in Katechese und Predigt offen die Irrlehrer des Adoptianismus vertritt. Leider lässt dieser Herr nicht mit sich reden. Und der zuständige Bischoff, der mittlerweile informiert wurde, reagiert einfach nicht und sitzt diesen Fall einfach aus. Den meisten der sogenannten praktizierenden Gläubigen ist das egal, oder sie merken es einfach nicht. Was soll man da machen? Es wird Zeit, dass wir die Glaubenslehre der Kirche auch wieder vollinhaltlich thematisieren und in unseren Pfarreien offensiv zur Sprache bringen.


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 Willigis 3. September 2010 
 

Jungfrauengeburt

Ein Blick in diesen Thread wäre für viele sicher interessant: http://www.kathnews.com/index.php?page=Thread&threadID=5388


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 Mykrokosh 3. September 2010 
 

Das ist eben ein krasses Beispiel des Neoarianismus.


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 Marcus 3. September 2010 
 

Der ganze Protestantismus ist höchst problematisch.

Aber bei den offiziellen ökumenischen Veranstaltungen werden die wirklichen Aussagen Luthers ja m. W. nie thematisiert.

Demzufolge ist auch die offizielle Ökumene sinnlos. In der derzeitigen Form muß sie aufhören und durch Konvertitenunterricht ersetzt werden.

Sonst ist es schade um die Zeit.


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 st.michael 3. September 2010 
 

Wer sich von Rom entfernt.........

Der Protestantismus ist nur noch nach außen und bei Ökumenegesprächen dem Christentum ein wenig verwandt.
Was ansonsten dort herauskommt ist mit -dürftig- noch schöngefärbt.

Viele bei den Katholiken, inklusive einigen Klerikern, würden das große Glaubenbekenntnis schon längst nicht mehr unterschreiben, allein der Glaube fehlt !
Und wir HABEN eine Sonntagspflicht, sieben Sakramente, Engel, Weihwasser, Muttergottesverehrung und so vieles, was unter Luther für alle Zeiten abgeschafft wurde.
Statt dessen gibt es einen gnädigen Gott und der Glauben wird mit dem Kopf vollzogen, bös gesagt: \"Ich glaube nur was ich sehe\" !
Das geht einher mit einer Anpassung an den Zeitgeist bis zur Gesichtslosigkeit.
Das versuchen wir Katholiken\"natürlich\" auch aber immerhin werden die schlimmsten Auswüchse, dank der(gottgewollten) Hierarchie, (noch) von Rom im Zaum gehalten.
Ganz anders bei den Evangelischen!
Dort kann jeder raushauen was er will, ist ja egal Hauptsache den bösen Katholen in Rom nochmals vors Schienbein, mit Wonne.
Außerdem findet sich irgendein \"hoher\" Trottel auf unserer Seite der das Ganze auch noch gutheißt.
Insofern kann man Hernn Schneider gar keinen Vorwurf machen, denn wer an nichts glaubt, wem alles gleich gültig ist, dem ist auch alles gleichgültig.
Das Gute ist nur, Herr Schneider ist auch gleichgültig, er weiß es nur noch nicht.


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 familiesonne 3. September 2010 
 

Letztlich nur konsequent...

....denn der Protestantismus, der ständig neue Kirchen und Gemeinschaften zeugt, ist eben der von Menschen gemachte christliche Glaube.

Sicher hatte Luther damals gute Gründe, mit der bestehenden Kath. Kirche unzufrieden zu sein.

Aber er hat damals eben etwas losgetreten, nämlich die Ansicht, dass man sich notfalls oder wenn es einem eben nicht mehr passt, einfach seinen Glauben selbst zusammenbastelt.

Und so ist der Protestantismus besonders gefährdet, sich ständig eigene Glaubensgrundsätze anzueignen. Sowas kommt eben von sowas.

Evangelische getaufte Christen können einem leid tun, ihre Kirchenverantwortlichen führen die Gläubigen weg vom Glauben, hin zu einem Do-it-yourself-Glauben, der mit Christentum kaum noch was zu tun hat, eher schon mit einer Mischung aus Astrologie, Esotherik und einigen Wohlfühlkursen, wie sie von Volkshochschulen und Abendakademien angeboten werden.

Diesen Missbrauch gibt es ansatzweise auch in der Kath. Kirche und auch sonstwo. Letztlich steckt der Verwirrer persönlich dahinter.


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 sttn 3. September 2010 
 

... dann ist Jesus nicht der Messias

Es ist egal wie man dazu stehen möchte das Jesus von eine Jungfrau geboren wurde. Manche haben Probleme damit, sehen darin eine Sexualfeindlichkeit oder etwas was Naturwissenschaftlich nicht möglich ist. Das mag alles sein und sich auf uns Menschen beziehen. Nur nicht für Gott, es ist für Gott kein Problem das genau das geschah was geschehen ist. Das warum und weshalb, warum sollte Maria Jungfrau sein und bleiben, warum ist Jesus der Sohn Gottes und viele andere Fragen kann jeder für sich beantworten, aber es in Frage zu stelle nweil man unsere Maßstäbe in Bezug auf Moral und Wissenschaftenen ansetzt, bedeutet nur das man nicht daran glaubt das Gott allmächtlich ist.
Ich finde es traurig für Präses Schneider wenn er so denkt. Denn er bestreitet nicht nur das wesentliche im Christsein - die Allmacht Gottes - er bestreitet auch die Bibel und zwar das Alte und das neue Testament. Denn spätestens wenn man sich mit der Erfüllung der Prophezeihungen über den Messias im Alten Testament beschäftigt fällt auf das es nur durch Jesus wie er war erfüllt wird. Die Prohpezeihungen sind von keinen normalne Menschen zu erfüllen, aber sehr wohl von Jesus. Wer das leugnet, leugnet auch das Jesus der Messias ist.
Aber ... bei den evangelischen wundert mich das nicht. Nicht ohne Grund lösen sich diese Kirchen seit Jahrzehnten im Eiltempo auf. Denn wer den Glauben aufgibt, den glaubt auch keiner.

www.gem-nw.de


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