13 April 2010, 21:12
Schwerer Vorwurf: 'Liebäugeln mit dem homosexuellen Milieu'
 
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Manfred Hauke von der Fördergemeinschaft "Theologisches" erhebt schwere Vorwürfe gegenüber David Berger, bisheriger Herausgeber der Zeitschrift "Theologisches": Berger soll auch Petition Vatican 2 unterschrieben haben

Lugano (kath.net)
Die Fördergemeinschaft „Theologisches“ hat am Dienstag gegenüber kath.net schwere Vorwürfe gegenüber David Berger, den bisherigen Herausgeber der Zeitschrift „Theologisches“, erhoben. Berger hatte am Montag am Abend in einer Stellungnahme mit sofortiger Wirkung die Herausgeberschaft von "Theologisches" niedergelegt und dies mit Vorwürfen rund um seinen Privatauftritt bei Facebook begründet. Manfred Hauke, der Sprecher der Fördergemeinschaft, hat diese Darstellung von David Berger gegenüber kath.net zurückgewiesen und betont: "Als Vorsitzender der Fördergemeinschaft „Theologisches“, nach Absprache mit den übrigen Mitgliedern des Vorstandes, weise ich diese Darstellungsweise zurück. Von dem Herausgeber einer theologischen Zeitschrift, die sich dem katholischen Glauben verpflichtet weiß, muss erwartet werden, dass er sich auch in seinem Privatleben um einen kirchlichen Lebenswandel bemüht."

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Hauke wirft im Telefonat mit kath.net David Berger zumindest ein Liebäugeln mit dem homosexuellen Milieu vor.Außerdem soll Berger vergangenes Jahr die umstrittene Petition Vaticanum II. von kirchenfeindlichen Gruppen unterschrieben haben, die Unterschrift allerdings später wieder zurückgezogen haben. "Wir haben ihn auch dann noch in Schutz genommen, als er 2009 die gegen den Heiligen Vater gerichtete „Petition Vaticanum II“ unterschrieb, weil er nachträglich seine Unterschrift zurückzog und wir in „Theologisches“ eine Stellungnahme veröffentlichten, welche die Petition zurückweist."

Hauke erklärt dann: "Ein ähnliches Problem gab es im vergangenen Jahr 2009, als Berger in seinem Internet-Artikel über den homosexuellen und pädophilen Dichter Roger Peyrefitte im „Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon“ dessen Verhalten als „mutig“ beschrieb. In einem Gespräch mit Vertretern des Vorstandes hat Berger nicht auf dieser Beschreibung bestanden und erklärt, der Artikel über Peyrefitte sei im Rahmen eines umfassenderen Werkes zu Papst Pius XII. zu verstehen und keine Verteidigung des Lebenswandels von Peyrefitte. Angesichts des alten juristischen Prinzips „in dubio pro reo“ („im Zweifel für den Angeklagten“) haben wir damals der Rechtfertigung Bergers geglaubt."

Der Anlass für die dramatischen Entwicklung rund um David Berger war für Hauke dann vor ein paar Tagen die Entdeckung eines Facebookauftritts von David Berger. "Der vorausliegende Verdacht hat sich freilich auf dramatische Weise bestätigt, als ich am 25. März 2010 auf Bergers Internetauftritt bei Facebook stieß, der für alle registrierten Netzer des sozialen Netzwerkes zugänglich ist (also für über 400 Millionen Personen). Die dort feststellbaren Einzelheiten bekunden eindeutig das Verwurzeltsein in einem homosexuellen Milieu. Der Vorstand hat darum Berger um ein klärendes Gespräch gebeten, das er freilich verweigerte, offenbar weil dessen Ergebnis voraussehbar war."

Für Hauke kommt Bergers Rücktritt deshalb nur einem Hinauswurf von Seiten der Fördergemeinschaft zuvor. "Erstaunlich ist freilich die Unverfrorenheit, mit der er selbst das Licht der Öffentlichkeit gesucht hat und womit er uns als „bigotte Seelen“ anklagt. Wir hätten ihm sonst die Chance gegeben, nach einem Rücktritt diskret von dem Milieu Abstand zu nehmen, von dem sein Auftritt bei Facebook ein trauriges Zeugnis ablegt und sich auf seinen verantwortungsvollen Stand als habilitierter Theologe neu zu besinnen. Wir danken ihm für die in sieben Jahren geleistete Arbeit als Herausgeber, können aber in keiner Weise die Verhaltensweisen billigen, die jetzt an den Tag gekommen sind. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im Juni wird die Fördergemeinschaft sich um die Berufung eines neuen Herausgebers bemühen. Bis dahin werde ich mich persönlich um den Übergang kümmern.", erklärt der Luganer Theologe abschließend. Kath.Net hat David Berger mit den Vorwürfen von Manfred Hauke konfrontiert, bis jetzt aber noch keine Stellungnahme erhalten.

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Foto: (c) http://www.manfred-hauke.de

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