28 August 2009, 18:50
Im Angesicht Gottes
 
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Nachdem sie vom Blitz getroffen klinisch tot war, erfuhr Gloria Polo ihr "persönliches Gericht" und erkannte leidvoll die Sünden ihres Lebens. Heute ist sie geheilt und gibt Zeugnis vom "liebenden Ruf Gottes zur ernsten Umkehr".

Bogotà (kath.net) Eine kolumbianische Zahnärztin wird 1995 vom Blitz getroffen und erleidet dabei schwerste Verbrennungen. Sie liegt im Krankenhaus und gilt als klinisch tot, nur auf Betreiben ihrer Schwester, einer Ärztin, bleibt sie an die Maschinen angeschlossen. Während dieser Zeit erlebt sie ihr „persönliches Gericht“: Sie begegnet Gott und nach und nach werden ihr in einem Dialog mit Gott alle Untaten ihres Lebens bewusst, unter anderem ihre Abtreibung als Jugendliche.

Doch anstatt in den „Abgrund“ zu fallen, wie sie es nach eigenen Angaben verdient hätte, gibt Gott ihr eine zweite Chance und den Auftrag, so oft sie kann von dieser Erfahrung zu erzählen, damit auch andere daraus lernen und gerettet werden. Sie wurde vollständig geheilt und gebar später noch eine Tochter.

Heute macht sie zahlreiche Vortragsreisen, um auf die Gerechtigkeit und die Barmherzigkeit Gottes aufmerksam zu machen. "Wenn ich nicht überzeugt wäre, dass dieses ganze Ereignis ein liebender Ruf Unseres HERRN und GOTTES zur ernsten Umkehr und persönlichen Bekehrung eines jeden einzelnen von uns ist, dann könnte ich nicht tausende Male, ja Tausend mal Tausend Male - wie der HERR mir selbst vorhergesagt hat - dieses immer gleiche Glaubens- Zeugnis wiederholen."

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Der Zweck all dessen: "Denn wenn Ihnen selbst einmal 'Das Buch des Lebens' aufgeschlagen wird, je- dem einzelnen von Ihnen, nämlich dann, wenn auch jeder von Ihnen in die Ewigkeit hinübergeht, wenn er stirbt, werden wir alle jeweils diesen ganz gleichen Prozess erleben, und wir werden uns alle so sehen, wie wir wirklich sind, ohne Beschönigungen, mit dem einzigen Unterschied, dass wir auch gegenseitig unsere tiefsten Gedanken und die geheimsten Gefühle in der Gegenwart GOTTES sehen und erkennen werden. Alles wird offenbar und nichts wird geheim bleiben oder unter den Tisch gekehrt.

Und das Schönste wird dabei sein, dass jeder von uns direkt vor dem HERRN stehen wird, und wir werden – und zwar jeder einzelne von uns allen hier – wir werden von Angesicht zu Angesicht IHM gegenüber stehen.

Und während unseres ganzen Lebens wird ER uns immer und immer wieder „bettelnd bitten“, dass wir uns bekehren, dass wir ins Vaterhaus zurückkehren, zu IHM heimkommen, damit wir neu beginnen und mit IHM und durch IHN neue Geschöpfe werden, denn ohne SEINE HILFE ist uns dies einfach gar nicht möglich."

Am Fest Maria Königin predigte Pfarrer Bauer bei der 150. Gebetsvigil von HLI-Österreich in Linz über Gloria Polo. In der Predigt ging er dem Anlass entsprechend besonders auf die Passagen ein, die von der Abtreibung handeln, die in dem Zeugnis als die größte Sünde bezeichnet wird. Die Predigt im Wortlaut:

„Wir grüßen die Gottesmutter am Fest „Maria Königin“, eine Woche nach dem Fest „Maria Aufnahme in den Himmel“. Maria ist Königin auch der Ungeborenen, so dürfen wir sie heute nennen, anrufen und bitten in dieser Heiligen Messe.

Wenn Gott den Menschen im Schoß der Mutter erschafft, so dürfen wir uns vorstellen, dass Engel die Seele wie auf Adlerflügel vom Himmel herab tragen. Und bevor sich die Seele mit der Leibesfrucht vereint, nimmt sie die Muttergottes in ihre Arme, drückt sie an ihr Herz und prägt ihr ihre Liebe ein. So begleitet die Liebe Marias die Seele schon von Anfang an und hüllt
sie hinein in den Mantel der Gnade.

Das furchtbare Drama der Abtreibung trifft auch Maria als Mutter dieses jungen Lebens, das ausgelöscht werden soll. Ein erschütterndes Zeugnis dafür hat Frau Dr. Gloria Polo Ortiz gegeben: Sie wurde von einem Blitzschlag getroffen und war praktisch klinisch tot. Sie wurde in das Krankenhaus gebracht und an die lebenserhaltenden Maschinen angeschlossen.

Sie lag drei Tage im „Koma“, ihr Körper war vom Blitzschlag stark verkohlt, sodass die Ärzte sie schon aufgaben. Nur ihre Schwester, die auch Ärztin ist, bestand darauf, die Maschinen noch weiter arbeiten zu lassen. Wie durch ein Wunder wurde Gloria Polo gerettet und geheilt.

Ihre Seele war schon im Begriff, sich vom Leib zu lösen. Da sah sie das Buch ihres Lebens, in dem alles aus ihrem „zeitgeistigen“ Leben verzeichnet war. Unter anderem sah sie auch die Abtreibung ihres eigenen Kindes. Im Lichte dieser Schau konnte sie sagen: „Jedesmal, wenn das Blut eines ungeborenen Kindes vergossen wird, bringen wir Satan ein Brandopfer dar und seine Macht erhöht sich mehr und mehr auf dieser Erde. Und ihre Seele schreit und schreit verzweifelt nach Hilfe und niemand kann sie hören oder will sie hören."

Die Seele von Dr. Gloria Polo verwandelte sich in ihrem irdischen Leben durch ihren Lebenswandel in undurchdringliche Finsternis, sie verlor jedes Empfinden für die Sünde.

Im Buch des Lebens zeigte ihr der Herr, wie sie durch die Spirale weitere Abtreibungen verursachte. Seit dem 16. Lebensjahr trug sie diese Art der Empfängnisverhütung. Sie sah, wie viele befruchtete Eizellen auf diese Art abgetrieben wurden. „Diese Sonnen, diese göttlichen Funken wurden ausgelöscht, ermordet und die Schreie dieser ungeborenen Kinder erschüttern die Grundfesten des Himmels.“

Gloria Polo wusste in ihrer Jugendzeit darum, denn zufällig hatte sie in einer Predigt, obwohl sie sonst nie aufpasste, die Worte aufgeschnappt, dass die Spirale Abtreibungen verursache. Damals hat sie sich über solche Bemerkungen mächtig mokiert. „Was bilden sich die Priester ein, sich in solche Fragen einzumischen?“

Jetzt ging ihr im Buch des Lebens auf, wie ihr Schoß, statt einer Quelle des Lebens zu sein, "ein Friedhof geworden war, zu einer Hinrichtungsstätte für ungeborenes Leben wurde". Nun begann sie zu begreifen, warum sie "die ganze Zeit so voll innerer Bitterkeit war, deprimiert, schlecht gelaunt, frustriert über alles und jedes. Klar, weil ich mich in eine Tötungsstätte für ungeborene Kinder verwandelt habe“.

"Ein Ungeborenes ist wie ein Lämmchen, ein unschuldiges Lamm, und Jesus, dem Lamm Gottes, das für uns hingeschlachtet wurde, ähnlich. Durch die Abtreibung kommen immer mehr Dämonen aus dem Abgrund hervor und bevölkern die Erde. Wir sehen es ja selbst, wie überall das Böse in der Welt zunimmt.

Es ist, als ob wir selber den Dämonen die Schlüssel in die Hand geben, damit sie hervorkommen können. Und so kommen sie heraus, immer zahlreicher, die Dämonen der Prostitution, der verirrten Sexualität, des Satanismus, des Atheismus, des Selbstmordes, der Abgestumpftheit und aller Übel, die uns nicht unbekannt sind."

Wir Christen brauchen all dem nicht tatenlos zusehen, das Blut Christi ruft herauf bis in unsere Zeit, lauter als das Blut Abels und das Blut derer, die noch im Schoße ihrer Mutter getötet werden.

Warum konnte sich Gloria Polo länger als ihre Freundinnen halten? Weil für sie gebetet wurde. Das Rosenkranzgebet ihrer Mutter hatte sie jahrelang davor bewahrt, in den Abgrund zu fallen. Viele Jahre hatte sie sich halten können, weil sie eine Mutter hatte, die so sehr mit Gott verbunden war und für sie betete.

Auch ein Bauer aus Kolumbien liest in der Zeitung von diesem „Blitzschlag“ und beschließt, eine Wallfahrt als Gebet und Opfer für die verunglückte Ärztin zu machen. Darin sieht man, wie wichtig und wirkungsvoll das Gebet ist.

„Gebetsvigil“ nennt sich unsere monatliche Zusammenkunft, Gebetsvigil heißt Gebetswache. Das erinnert an das Wort Jesu am Ölberg: „Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet“.

Ergänzt es: Wachet und betet, damit niemand in Versuchung falle, ein Kind im Mutterleib töten zu lassen. Fahren wir fort mit dieser Gebetswache, damit vielen Menschen die Gnade zuteil wird, ein vom Herzen kommendes „JA“ zum empfangenen Leben zu geben. Amen. Mutter Gottes, Königin der Ungeborenen, bitte für sie!

Gloria Polos Website

Foto: (c) german.gloriapolo.net

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